Hält "Timmy" weiter durch? "Er hat einen sehr starken Überlebenswillen!"

Niendorf/Wismar/Poel - Deutschland bangt weiter mit Buckelwal "Timmy". Nach mehreren Strandungen in den vergangenen Wochen steht jetzt das Konzept einer privaten Rettungsinitiative, ihn in die Nordsee zu bringen. Oder macht sich der Ozeanriese vorher von allein auf den Weg? TAG24 berichtet im Liveticker.

Helfer wollen den Wal in die Nordsee bringen.  © Jens Büttner/dpa

Am 23. März war der Wal auf einer Sandbank vor Niendorf (Schleswig-Holstein) gestrandet. Mehrere Rettungsversuche scheiterten, doch der Wal konnte sich schließlich selbst befreien - um kurz darauf mehrfach vor Wismar zu stranden.

Nach einer erneuten Befreiung lag er seit dem 31. März vor der Insel Poel - alles sah danach aus, als würde der Koloss dort sterben. Am 16. April trat jedoch plötzlich eine private Rettungsinitiative auf den Plan. Sie wollte den Wal aufs offene Meer hinausziehen.

Entsprechende Maßnahmen wurden in die Wege geleitet, doch am Montag (20. April) befreite sich der Buckelwal selbst, ehe er noch am selben Tag wieder zum Liegen kam.

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26. April, 20.55 Uhr: Rund um Timmy ist wieder Ruhe eingekehrt

Nachdem sein Rücken nochmal mit Wasser benetzt wurde, liegt der Buckelwal wieder alleine in der Bucht vor der Insel Poel.

Neben ihm ragen die Henkel der Big Bags aus dem Wasser. Sie sollen verhindern, dass Timmy, falls er sich aus eigener Kraft befreit, wieder in die falsche Richtung schwimmt.

Währenddessen ist die "Hans" weiter im Nord-Ostsee-Kanal unterwegs.

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26. April, 19.56 Uhr: Helfer wieder bei Timmy

Im Livestream von NEWS5 ist zu sehen, dass wieder mehrere Helfer bei Timmy sind. Hinter ihnen geht langsam die Sonne unter. Sie befeuchten seine Haut mit Ostseewasser.

26. April, 19.22 Uhr: Doch kein Statement mehr

Das für 19 Uhr angekündigte Pressestatement von Umweltminister Till Backhaus wurde kurzfristig wieder abgesagt. Die Gründe sind bislang nicht bekannt. Es soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden, wann genau ließ ein Sprecher des Umweltministeriums jedoch offen.

26. April, 18.15 Uhr: Weiteres Statement angekündigt

Nach der "Free Willy"-Crew will sich um 19 Uhr nun auch nochmal Umweltminister Till Backhaus zur Lage von Timmy äußern.

Er war Teil der "Free Willy"-Crew: Jeff Foster gibt am Sonntagnachmittag ein Statement ab.  © NEWS5 / Stephan Fricke

26. April, 18 Uhr: "Free Willy"-Team gibt Statement ab

In einem spontanen Pressestatement betonte das "Free Willy"-Team, dass es sich bei Timmy um "einen sehr besonderen Wal" handle: "Er hat einen sehr starken Überlebenswillen", so Jeff Foster, der nach eigenen Angaben schon mit sehr vielen Walen gearbeitet habe.

Trotz der Belastung durch Süßwasser sei der Buckelwal aufmerksam, sozial und nehme seine Umgebung wahr. Die Situation sei schwierig, biete aber auch eine seltene Chance, mehr über solche Tiere zu lernen,

Meeresbiologe Pedro Baranda ergänzte, der Wal wirke zwar "sehr krank", zeige aber weiterhin Energie und Lebenswillen. Er bezeichnet den Einsatz als einmalige Situation und betont, dass alle Beteiligten ihr Bestes tun. Die Behörden arbeiteten eng mit den Experten zusammen, auch wenn viele Maßnahmen Neuland seien. Ziel sei es, dem Tier mit den verfügbaren Mitteln bestmöglich zu helfen.

26. April, 17.15 Uhr: Die "Hans" hat Brunsbüttel passiert

Seit einiger Zeit war niemand mehr bei Timmy. Der Wal bewegt sich kaum, buckelt gelegentlich. Damit dürfte die Hoffnung schwinden, dass er sich durch den steigenden Wasserstand von selbst wieder freischwimmen kann.

Währenddessen ist das Transportschiff "Hans" mit der sogenannten Barge, mit der Timmy in die Nordsee transportiert werden soll, weiter unterwegs über den Nord-Ostsee-Kanal Richtung Kiel und anschließend nach Wismar. Die Zwischenstation Brunsbüttel ist bereits passiert.

Das Konzept sieht vor, den Wal über eine mehr als 100 Meter lange, freigespülte Rinne in die mit Wasser gefüllte Barge zu leiten. Im Idealfall soll er dabei selbst hineinschwimmen, notfalls mit Unterstützung durch weiche Schlingen.

Mit einer Ankunft der Barge wird frühestens in der Nacht zu Montag gerechnet, der Weitertransport des Wals soll frühestens am Dienstag erfolgen. Wer will kann den Weg der "Hans" unter marinetraffic.com verfolgen.

Das Transportschiff "Hans" befindet sich derzeit auf dem Weg Richtung Wismar.  © NEWS5 / N5 DESK

26. April, 14.45 Uhr: Helfer wollen offenbar nicht gefilmt werden

Wie im Livestream von NEWS5 zu erkennen war, schob sich ausgerechnet während der Flüssigkeitsgabe die Schwimminsel mit Bagger vor die Kamera und versperrte die Sicht. Als der Kameramann daraufhin die Perspektive veränderte, folgte ein weiteres DLRG-Boot und blockierte erneut den Blick auf das Geschehen. Warum die Helfer dabei offenbar nicht gefilmt werden wollten, bleibt unklar.

Die Maßnahme ist inzwischen auf jeden Fall abgeschlossen. Jetzt wird Timmy mit noch mehr weißen Tüchern bedeckt.

Mithilfe eines Endoskops und einer Gießkanne wurde Timmy am Sonntag wie auch schon am Samstag Süßwasser angeboten.  © Jens Büttner/dpa

26. April, 14.24 Uhr: Helfer versuchen dem Wal Flüssigkeit zuzuführen

Aktuell befinden sich mehrere Mitglieder des Helferteams direkt am Wal und arbeiten augenscheinlich mit einem langen Schlauch, mutmaßlich das angekündigte Endoskop. Mithilfe von Gießkannen wird Timmy so Süßwasser verabreicht.

Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies hatte am Morgen erklärt, dass geprüft werde, ob dem Tier auf diesem Weg erneut Flüssigkeit zugeführt werden kann. Diese Maßnahme soll dem Wal zusätzliche Energie verschaffen.

26. April, 13.33 Uhr: Barge soll frühestens Sonntagnacht an der Insel ankommen

Immer wieder kommen Helfer zum Buckelwal und benetzen ihn mit Wasser. Der für den Transport des vor Poel liegenden Buckelwals vorgesehene Lastkahn könnte nach Angaben aus dem Team für das Vorhaben Sonntagnacht oder Montagmorgen an der Insel ankommen.

Der eigentliche Transport des Tieres mit der sogenannten Barge sei jedoch erst für frühestens Dienstag geplant. Voraussetzung für den Zeitplan sei unter anderem, dass es etwa im Nord-Ostsee-Kanal, durch den die Barge hindurch müsse, keine Störung des Schiffsverkehrs gibt.

26. April, 11.56 Uhr: Tücher schützen "Timmy" vor der Sonne

Aufgrund der starken Sonneneinstrahlung und wegen des geringen Wellengangs wird der gestrandete Buckelwal heute nochmal intensiv befeuchtet. Dazu liegen auch am Sonntag wieder Tücher auf dem Rücken von "Timmy".

Helfer spritzen "Timmy" immer wieder mit Wasser nass.  © Jens Büttner/dpa

26. April, 10.35 Uhr: Barge ist auf dem Weg

Sollte sich "Timmy" nicht selbst freischwimmen, ist die geplante Rettungsaktion frühestens für Dienstag angesetzt. Seit heute morgen sei nach Angaben des Chef-Tauchers Fred Babbel nun auch die noch fehlende Barge auf dem Weg.

Bis diese bei dem Buckelwal eintrifft, könne es aber noch mindestens einen Tag dauern. Einige Vorbereitungen an der Barge selbst müssen zudem auch noch getroffen werden. Danach bleibt abzuwarten, wie der Wal letztendlich auf das Gerät reagiert.

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