Hiddensee erneut von Außenwelt abgeschnitten: Das ist diesmal der Grund

Von Helmut Reuter

Hiddensee - Der Fährverkehr nach Hiddensee fällt am Dienstag wegen Niedrigwassers erneut komplett aus. Das teilte die Reederei Hiddensee nach einer aktuellen Lagebewertung mit.

Die Fähre "Vitte" kann erneut nicht zwischen Hiddensee und Rügen verkehren.  © Philip Dulian/dpa

Zunächst waren nur die Vormittagsfahrten zwischen dem Ort Vitte auf Hiddensee und Schaprode auf Rügen gestrichen worden. Auch Montag war der Schiffsverkehr ausgefallen. Die Fähre "Vitte" ist derzeit an ihrem Liegeplatz auf Hiddensee.

Der erneute Stopp folgte nur wenige Tage nach der Wiederaufnahme des Verkehrs. Die Insel Hiddensee war in den vergangenen knapp zwei Wochen weitgehend vom Eis eingeschlossen und nur mit einem Eisbrecher per Notfahrplan angelaufen worden.

Die "Vitte" nahm nach einer Reparatur wegen eines Eisschadens erst am Samstag ihre Fahrten wieder auf. Auf Hiddensee leben rund 1000 Menschen.

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Nach jüngsten Angaben des Leibniz-Institutes für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) hat eine außergewöhnlich langanhaltende Ostwindlage den mittleren Wasserstand der Ostsee seit Anfang Januar auf einen historischen Tiefstand sinken lassen. Messungen am schwedischen Pegel Landsort-Norra ergaben Werte, die so niedrig seien wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1886.

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Damit ist laut IOW eine seltene ozeanographischen Ausgangssituation für einen möglichen großen Salzwassereinstrom aus der Nordsee in die Ostsee gegeben.

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