Hitze in Deutschland im Liveticker: Über 35 Grad in Seniorenheim gemessen, ein Bewohner stirbt

Deutschland - Seit Tagen lässt eine Hitzewelle Menschen in Deutschland kräftig schwitzen. Am Freitag wurde gar ein neuer Rekord im Saarland aufgestellt: 41,3 Grad zeigte das Thermometer in Saarbrücken-Burbach an. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) könnte es am Wochenende sogar noch heißer werden!

Schatten und eine Menge Wasser! Bei den aktuellen Temperaturen kommt jede Abkühlung recht.  © Daniel Löb/dpa

Im Osten, speziell in der Lausitz, seien 42 Grad möglich. In den übrigen Teilen Deutschlands werden demnach 32 bis 38 Grad erwartet.

Die extreme Hitze könnte schon am Samstag Konsequenzen haben, heftige Unwetter drohen! Besonders an der Nordseeküste sowie vom westlichen Mittelgebirgsraum bis in den Nordosten werden teils schwerste Gewitter erwartet.

Auch am Sonntag soll es laut DWD nicht nur warm, sondern mit Sturmböen, Starkregen und Hagel auch nass und so richtig ungemütlich werden.

Wetter Deutschland Hitze-Rekord in Bayern: 40,8 Grad in Kitzingen! Warum es ausgerechnet dort so heiß wird

TAG24 berichtet für Euch in einem Liveticker über die aktuellen Entwicklungen.

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27. Juni, 14.19 Uhr: Klimageräte und Ventilatoren Mangelware

Laut BILD vermelden die Hotlines von MediaMarkt und Saturn in Ingolstadt auf Anfrage, dass entsprechende Bestände aufgebraucht seien.

Über eine Verfügbarkeit in anderen Märkten könne demnach keine Auskunft gegeben werden. Bedeutet wohl auch: die Klima-Lager sind nicht nur in Bayern leer!

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Ventilatoren und Co. sind derzeit Mangelware in Deutschland. Wohl dem, der ein solches Gerät zuhause hat. (Symbolfoto)  © Hendrik Schmidt/dpa

27. Juni, 14 Uhr: Obacht auf der A2! Hitze sprengt Fahrbahn regelrecht auf

Auf der A2 brauchen Autofahrer derzeit starke Nerven. Wegen massiver Hitzeschäden an der Fahrbahn sind gleich zwei Abschnitte voll gesperrt.

Betroffen sind der Bereich bei Burg (Landkreis Jerichower Land) in Fahrtrichtung Hannover sowie ein Abschnitt zwischen Ziesar und Wollin in Richtung Berlin. An beiden Schadstellen laufen Reparaturarbeiten.

Die Fahrbahn der A2 ist an einigen Stellen durch die Hitze regelrecht aufgesprengt worden.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

27. Juni, 13.20 Uhr: Toter in Seniorenheim, Bewohner müssen raus

Ein Bewohner eines Seniorenheims in Dormagen (NRW) ist in der Nacht auf Samstag verstorben. Das teilte die Stadt auf ihrer Website mit.

Darüber, ob der Tod in Zusammenhang mit der Hitze steht, machte die Stadt keine Angaben. Fakt ist, dass Einsatzkräfte im Gebäude Temperaturen von mehr als 35 Grad feststellten. Ein Notarzt veranlasste für die 167 Bewohner umfassende Schutzmaßnahmen.

Während zehn von ihnen in Kliniken gebracht wurden, wurde in der Heim-Caféteria ein klimatisierter Notaufenthaltsraum eingerichtet. Parallel dazu werden externe Aufenthaltsmöglichkeiten vorbereitet, um mobile Heimbewohner gegebenenfalls temporär dort unterbringen zu können.

Für besorgte Angehörige hat die Stadt Dormagen ein Bürgertelefon eingerichtet. Im Bereich der Virchowstraße und der angrenzenden Straßen kann es im Laufe des Tages zu Verkehrsbehinderungen und zeitweisen Straßensperrungen kommen.

Bürgermeister Erik Lierenfeld (40, SPD) appellierte, auf sich und andere Bürger, speziell Senioren, zu achten.

Mitarbeiter des Roten Kreuzes kümmerten sich im Seniorenheim um die älteren Herrschaften. Zehn mussten in Krankenhäuser gebracht werden.  © Henning Kaiser/dpa

27. Juni, 12.29 Uhr: Lange Schlangen vor Berliner Freibädern

Auch in der Hauptstadt knallt die Sonne vom Himmel, Temperaturen rund um die 40-Grad-Marke werden erwartet.

Kein Wunder also, dass sich schon am frühen Samstag lange Schlangen vor den Türen der Freibäder bildeten. Bis zur Abkühlung war also Geduld gefragt.

Wer sich im "Sommerbad am Insulaner" im Stadtteil Schöneberg abkühlen wollte, musste am Samstag etwas Geduld mitbringen.  © Andreas Heimann/dpa

27. Juni, 12.24 Uhr: Sachsens Landeschef Kretschmer kann Hitze "gar nicht leiden"

Ministerpräsident Michael Kretschmer (51, CDU) forderte daher auch mehr Schatten und Wasser in Städten. Ein landesweiter Hitzeschutz-Plan ist aus seiner Sicht aber nicht nötig.

"Was wir machen müssen, ist Klimaanpassung. Städte brauchen Schatten, Städte brauchen Wasser, also Orte, wo es kühl ist. Da müssen wir mehr machen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Dresden.

In der Bevölkerung sei bei dem Thema Hitze schon viel Umsicht vorhanden. Kretschmer selbst versucht der Wärme aus dem Weg zu gehen: "Hitze ist etwas, das ich gar nicht leiden kann."

Michael Kretschmer (51, CDU) mag es eher kühl. Mit Anzug und Krawatte kann es im Sommer auch schnell mal ungemütlich werden.  © Robert Michael/dpa

27. Juni, 12.18 Uhr: Hessische Kommunen schlagen Wasser-Alarm!

Stadt und Kreis Offenbach blicken mit großer Sorge aufs Wetter: An diesem Wochenende droht der Wassernotstand.

Menschen im betroffenen Gebiet sollen ihren Wasserverbrauch daher drastisch reduzieren. Die Kapazitäten des Wasserversorgers ZWO seien ausgeschöpft, es könne nicht noch mehr Wasser gefördert werden.

Über den Rand der Schale am Kaiserbrunnen in Frankfurt am Main läuft das Wasser jedenfalls noch. Aber Frankfurt ist auch nicht Offenbach ...  © Andreas Arnold/dpa

27. Juni, 12.13 Uhr: Fahrspur auf A7 wegen Hitzeschaden bis Montag gesperrt

Wegen eines Hitzeschadens in der Fahrbahn wurde ein Fahrstreifen im Süden Hamburgs aus dem Verkehr gezogen.

Der Hauptfahrstreifen in Richtung Norden kann in Höhe der Anschlussstelle Hamburg-Marmstorf auf 2,5 Kilometern nicht befahren werden. Dort hatte sich stellenweise die Asphaltdeckschicht abgelöst.

Bis Montagnachmittag um 15.30 Uhr soll die Sperrung andauern. Die Ausfahrt Marmstorf sei ebenfalls gesperrt worden, die Auffahrt sei verkürzt, stehe aber weiter zur Verfügung. 

Die Straßenschäden auf der A7 Höhe Marmstorf in Fahrtrichtung Norden sind deutlich sichtbar. Hitze macht auch den Autobahnen zu schaffen.  © Handout / Berlin/Autobahn GmbH/dpa

27. Juni, 12.08 Uhr: Bahnbetreiber stellt Verkehr in NRW am Nachmittag ein

Bahnbetreiber National Express stellt am Nachmittag in Nordrhein-Westfalen wegen der hohen Temperaturen vorübergehend den Betrieb aller RRX-Linien ein.

Betroffen sind zwischen 13 und 19 Uhr die Linien RE1, RE4, RE5, RE6 und RE11. Die Züge fallen auf dem kompletten Laufweg aus. Die Maßnahme diene dem Schutz der Fahrgäste und Mitarbeitenden und solle verhindern, dass es unter den aktuellen außergewöhnlichen Wetterbedingungen zu ungeplanten Zugausfällen kommt.

Fahrgäste der RRX-Linien müssen sich nach Alternativen umsehen - oder lieber im kühlen Zuhause bleiben. (Archivfoto)  © Henning Kaiser/dpa

27. Juni, 12.03 Uhr: Hitze-Hotspot in Bayern ist die Kleinstadt Kitzingen

Die Hitze in Bayern bricht Rekorde: Der Deutsche Wetterdienst hat am Freitag mit 40,8 Grad im unterfränkischen Kitzingen die höchste Temperatur registriert, die jemals im Freistaat gemessen wurde.

Und sowieso: Kitzingen ist ein echter Hitze-Hotspot! Die Kleinstadt nahe Würzburg war bereits im vergangenen Jahr am 2. Juli mit 39,1 Grad nach DWD-Angaben der heißeste Ort im Freistaat. 

Auch im bayerischen Kitzingen ist es in Anbetracht der Hitze ratsam, immer etwas zu trinken bei sich zu haben.  © Daniel Löb/dpa

27. Juni, 11.42 Uhr: Heftige Unwetter drohen, Wetterdienst warnt

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt für dieses Wochenende vor heftigen Unwettern.

Am Samstag werden nachmittags und abends an der Nordseeküste sowie vom westlichen Mittelgebirgsraum bis in den Nordosten lokale kräftige Gewitter erwartet.

Auch für Sonntag sind gebietsweise teils schwere Gewitter mit erhöhter Unwettergefahr angekündigt. Laut DWD drohen Sturmböen, heftiger Starkregen und großer Hagel.

Es drohen kräftige Gewitter über Deutschland.  © Patrick Pleul/dpa

27. Juni, 11.35 Uhr: Städte- und Gemeindebund ruft zum Wassersparen auf und bringt Verbote ins Spiel

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) hat die Bürger wegen der Hitze dringend zum Wassersparen aufgerufen und notfalls Verbote ins Spiel gebracht.

"Bei dieser Hitze appelliere ich dringend an den gesunden Menschenverstand, in den kommenden Tagen bitte ganz besonders sparsam mit dem kostbaren Wasser umzugehen", sagte Hauptgeschäftsführer André Berghegger der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagsausgabe).

Zunächst solle so lange wie möglich auf Freiwilligkeit gesetzt werden, sagte Berghegger. "Wenn das nicht funktioniert, müssen die Behörden vor Ort auch Verbote aussprechen." Berghegger beklagte zugleich fehlende Mittel für ausreichenden Hitzeschutz in den Kommunen.

Geht es nach dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB), dann sollte derzeit kein Tropfen Wasser verschwendet werden. (Symbolfoto)  © 123RF/koca777

27. Juni, 11.27 Uhr: Temperaturrekord in Deutschland und nächste Höchstwerte in Sicht

Am Freitag wurden 41,3 Grad in Saarbrücken-Burbach im Saarland registriert - die höchste Temperatur, die jemals in Deutschland gemessen wurde. Der Rekord könnte bald geknackt werden.

Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) könnte das Thermometer schon an diesem Wochenende örtlich auf 42 Grad steigen. Vor allem in der Lausitz soll es richtig heiß werden. In den übrigen Teilen Deutschlands werden 32 bis 38 Grad erwartet.

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