Deutschland - Seit Tagen lässt eine Hitzewelle Menschen in Deutschland kräftig schwitzen. Am Freitag wurde gar ein neuer Rekord im Saarland aufgestellt: 41,3 Grad zeigte das Thermometer in Saarbrücken-Burbach an. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) könnte es am Wochenende sogar noch heißer werden!
Im Osten, speziell in der Lausitz, seien 42 Grad möglich. In den übrigen Teilen Deutschlands werden demnach 32 bis 38 Grad erwartet.
Die extreme Hitze könnte schon am Samstag Konsequenzen haben, heftige Unwetter drohen! Besonders an der Nordseeküste sowie vom westlichen Mittelgebirgsraum bis in den Nordosten werden teils schwerste Gewitter erwartet.
Auch am Sonntag soll es laut DWD nicht nur warm, sondern mit Sturmböen, Starkregen und Hagel auch nass und so richtig ungemütlich werden.
TAG24 berichtet für Euch in einem Liveticker über die aktuellen Entwicklungen.
27. Juni, 14.19 Uhr: Klimageräte und Ventilatoren Mangelware
Laut BILD vermelden die Hotlines von MediaMarkt und Saturn in Ingolstadt auf Anfrage, dass entsprechende Bestände aufgebraucht seien.
Über eine Verfügbarkeit in anderen Märkten könne demnach keine Auskunft gegeben werden. Bedeutet wohl auch: die Klima-Lager sind nicht nur in Bayern leer!
27. Juni, 14 Uhr: Obacht auf der A2! Hitze sprengt Fahrbahn regelrecht auf
Auf der A2 brauchen Autofahrer derzeit starke Nerven. Wegen massiver Hitzeschäden an der Fahrbahn sind gleich zwei Abschnitte voll gesperrt.
Betroffen sind der Bereich bei Burg (Landkreis Jerichower Land) in Fahrtrichtung Hannover sowie ein Abschnitt zwischen Ziesar und Wollin in Richtung Berlin. An beiden Schadstellen laufen Reparaturarbeiten.
27. Juni, 13.20 Uhr: Toter in Seniorenheim, Bewohner müssen raus
Ein Bewohner eines Seniorenheims in Dormagen (NRW) ist in der Nacht auf Samstag verstorben. Das teilte die Stadt auf ihrer Website mit.
Darüber, ob der Tod in Zusammenhang mit der Hitze steht, machte die Stadt keine Angaben. Fakt ist, dass Einsatzkräfte im Gebäude Temperaturen von mehr als 35 Grad feststellten. Ein Notarzt veranlasste für die 167 Bewohner umfassende Schutzmaßnahmen.
Während zehn von ihnen in Kliniken gebracht wurden, wurde in der Heim-Caféteria ein klimatisierter Notaufenthaltsraum eingerichtet. Parallel dazu werden externe Aufenthaltsmöglichkeiten vorbereitet, um mobile Heimbewohner gegebenenfalls temporär dort unterbringen zu können.
Für besorgte Angehörige hat die Stadt Dormagen ein Bürgertelefon eingerichtet. Im Bereich der Virchowstraße und der angrenzenden Straßen kann es im Laufe des Tages zu Verkehrsbehinderungen und zeitweisen Straßensperrungen kommen.
Bürgermeister Erik Lierenfeld (40, SPD) appellierte, auf sich und andere Bürger, speziell Senioren, zu achten.
27. Juni, 12.29 Uhr: Lange Schlangen vor Berliner Freibädern
Auch in der Hauptstadt knallt die Sonne vom Himmel, Temperaturen rund um die 40-Grad-Marke werden erwartet.
Kein Wunder also, dass sich schon am frühen Samstag lange Schlangen vor den Türen der Freibäder bildeten. Bis zur Abkühlung war also Geduld gefragt.
27. Juni, 12.24 Uhr: Sachsens Landeschef Kretschmer kann Hitze "gar nicht leiden"
Ministerpräsident Michael Kretschmer (51, CDU) forderte daher auch mehr Schatten und Wasser in Städten. Ein landesweiter Hitzeschutz-Plan ist aus seiner Sicht aber nicht nötig.
"Was wir machen müssen, ist Klimaanpassung. Städte brauchen Schatten, Städte brauchen Wasser, also Orte, wo es kühl ist. Da müssen wir mehr machen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Dresden.
In der Bevölkerung sei bei dem Thema Hitze schon viel Umsicht vorhanden. Kretschmer selbst versucht der Wärme aus dem Weg zu gehen: "Hitze ist etwas, das ich gar nicht leiden kann."
27. Juni, 12.18 Uhr: Hessische Kommunen schlagen Wasser-Alarm!
Stadt und Kreis Offenbach blicken mit großer Sorge aufs Wetter: An diesem Wochenende droht der Wassernotstand.
Menschen im betroffenen Gebiet sollen ihren Wasserverbrauch daher drastisch reduzieren. Die Kapazitäten des Wasserversorgers ZWO seien ausgeschöpft, es könne nicht noch mehr Wasser gefördert werden.
27. Juni, 12.13 Uhr: Fahrspur auf A7 wegen Hitzeschaden bis Montag gesperrt
Wegen eines Hitzeschadens in der Fahrbahn wurde ein Fahrstreifen im Süden Hamburgs aus dem Verkehr gezogen.
Der Hauptfahrstreifen in Richtung Norden kann in Höhe der Anschlussstelle Hamburg-Marmstorf auf 2,5 Kilometern nicht befahren werden. Dort hatte sich stellenweise die Asphaltdeckschicht abgelöst.
Bis Montagnachmittag um 15.30 Uhr soll die Sperrung andauern. Die Ausfahrt Marmstorf sei ebenfalls gesperrt worden, die Auffahrt sei verkürzt, stehe aber weiter zur Verfügung.
27. Juni, 12.08 Uhr: Bahnbetreiber stellt Verkehr in NRW am Nachmittag ein
Bahnbetreiber National Express stellt am Nachmittag in Nordrhein-Westfalen wegen der hohen Temperaturen vorübergehend den Betrieb aller RRX-Linien ein.
Betroffen sind zwischen 13 und 19 Uhr die Linien RE1, RE4, RE5, RE6 und RE11. Die Züge fallen auf dem kompletten Laufweg aus. Die Maßnahme diene dem Schutz der Fahrgäste und Mitarbeitenden und solle verhindern, dass es unter den aktuellen außergewöhnlichen Wetterbedingungen zu ungeplanten Zugausfällen kommt.
27. Juni, 12.03 Uhr: Hitze-Hotspot in Bayern ist die Kleinstadt Kitzingen
Die Hitze in Bayern bricht Rekorde: Der Deutsche Wetterdienst hat am Freitag mit 40,8 Grad im unterfränkischen Kitzingen die höchste Temperatur registriert, die jemals im Freistaat gemessen wurde.
Und sowieso: Kitzingen ist ein echter Hitze-Hotspot! Die Kleinstadt nahe Würzburg war bereits im vergangenen Jahr am 2. Juli mit 39,1 Grad nach DWD-Angaben der heißeste Ort im Freistaat.
27. Juni, 11.42 Uhr: Heftige Unwetter drohen, Wetterdienst warnt
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt für dieses Wochenende vor heftigen Unwettern.
Am Samstag werden nachmittags und abends an der Nordseeküste sowie vom westlichen Mittelgebirgsraum bis in den Nordosten lokale kräftige Gewitter erwartet.
Auch für Sonntag sind gebietsweise teils schwere Gewitter mit erhöhter Unwettergefahr angekündigt. Laut DWD drohen Sturmböen, heftiger Starkregen und großer Hagel.
27. Juni, 11.35 Uhr: Städte- und Gemeindebund ruft zum Wassersparen auf und bringt Verbote ins Spiel
Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) hat die Bürger wegen der Hitze dringend zum Wassersparen aufgerufen und notfalls Verbote ins Spiel gebracht.
"Bei dieser Hitze appelliere ich dringend an den gesunden Menschenverstand, in den kommenden Tagen bitte ganz besonders sparsam mit dem kostbaren Wasser umzugehen", sagte Hauptgeschäftsführer André Berghegger der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagsausgabe).
Zunächst solle so lange wie möglich auf Freiwilligkeit gesetzt werden, sagte Berghegger. "Wenn das nicht funktioniert, müssen die Behörden vor Ort auch Verbote aussprechen." Berghegger beklagte zugleich fehlende Mittel für ausreichenden Hitzeschutz in den Kommunen.
27. Juni, 11.27 Uhr: Temperaturrekord in Deutschland und nächste Höchstwerte in Sicht
Am Freitag wurden 41,3 Grad in Saarbrücken-Burbach im Saarland registriert - die höchste Temperatur, die jemals in Deutschland gemessen wurde. Der Rekord könnte bald geknackt werden.
Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) könnte das Thermometer schon an diesem Wochenende örtlich auf 42 Grad steigen. Vor allem in der Lausitz soll es richtig heiß werden. In den übrigen Teilen Deutschlands werden 32 bis 38 Grad erwartet.