Frost und Glätte zum Wochenstart: Warnung vor Eiszapfen und Dachlawinen

Deutschland - Vorsicht zum Wochenstart: In weitern Teilen Deutschlands besteht am Montag erhebliche Glättegefahr.

Im den rot markierten Bereichen warnt der DWD vor Glatteis.
Im den rot markierten Bereichen warnt der DWD vor Glatteis.  © Bildmontage: Moritz Frankenberg/dpa, Screenshot/DWD

Das Tiefdruckgebiet "Gunda" sorgt in weiten Teilen Deutschlands für Glatteis, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Insbesondere der Südosten ist betroffen.

Während im Tageslauf mit vergleichsweise wenig Neuschnee (gebietsweise ein bis zwei Zentimeter) gerechnet wird, sorgt einsetzender Regen vielerorts für glatte Straßen.

Von der Nordseeküste quer runter nach Bayern erstreckt sich daher eine amtliche Unwetterwarnung vor Glatteis.

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Auch im Osten ist das große Bibbern angesagt: Hier warnt der DWD vor strengem Frost.

TAG24 berichtet im Ticker über die aktuelle Lage.

12. Januar, 13.57 Uhr: Eltern fordern frühere Infos zu Schulschließungen in NRW

Die Landeselternschaft der Grundschulen fordert frühere Informationen über drohende Schulschließungen.

Wenn die Schulen bereits am Freitag auf ein solches Szenario für Montag hingewiesen worden seien, wäre es sinnvoll gewesen, auch die Eltern dabei einzubinden, sagte Vorsitzende Josephine Behrens der Deutschen Presse-Agentur. Dann hätten Eltern die Möglichkeit gehabt, schon über einen Plan B für die Betreuung der Kinder nachzudenken. So sei die Information über den landesweiten Distanzunterricht erst mit der Entscheidung der Landesregierung am Sonntagnachmittag erfolgt. Das sei gerade für berufstätige Eltern zu spät.

Künftig sollte es einen besseren Informationsfluss geben.

12. Januar, 13.43 Uhr: Suche nach mutmaßlich verunglücktem Eisbader in Wismar

Einsatzkräfte suchen in Wismar-Wendorf nach einem mutmaßlich verunglückten Eisbader.

Ein Zeuge habe gesehen, wie ein Mann auf einem Teich zum Baden ein Loch ins Eis gemacht habe und hineingegangen sei, sagte eine Polizeisprecherin. Danach sei der Mann nicht wieder aufgetaucht.

In Wismar suchen Einsatzkräfte nach einem vermissten Eisbader. (Symbolbild)
In Wismar suchen Einsatzkräfte nach einem vermissten Eisbader. (Symbolbild)  © Matthias Bein/dpa

12. Januar, 13.10 Uhr: Präsenzpflicht an Brandenburgs Schulen auch für Dienstag aufgehoben

Wegen erwarteter Wetter-Extreme und einer Unwetterwarnung wegen Glätte steht es den Eltern in Brandenburg am Dienstag frei, ihre Kinder zur Schule zu schicken.

Die Präsenzpflicht sei für diesen Tag ausgesetzt, teilte das Brandenburger Bildungsministerium mit. Bereits am Freitag war die Präsenzpflicht wegen eines erwarteten Schneesturms aufgehoben worden.

12. Januar, 12.44 Uhr: Schwerin warnt vor Dachlawinen und herabfallenden Eiszapfen

Schwerin warnt vor Dachlawinen und herabfallenden Eiszapfen.

Die Temperaturen stiegen – und damit wachse die Gefahr, hieß es auf der Instagram-Seite der Landeshauptstadt. Menschen sollten nach Möglichkeit Bereiche unter Dachkanten meiden. "Achtet auf Warnhinweise und Absperrungen", so der Appell. Menschen sollten vor allem in der Innenstadt und an älteren Gebäuden aufmerksam sein.

Hauseigentümer rief die Stadt dazu auf, regelmäßig Dächer und Dachrinnen zu überprüfen und Eiszapfen sowie Schneemassen zu entfernen.

Herabfallende Eiszapfen können odertonlich weh tun. (Symbolbild)
Herabfallende Eiszapfen können odertonlich weh tun. (Symbolbild)  © Julian Stratenschulte/dpa

12. Januar, 12.19 Uhr: Inselschulen trotzen teilweise dem Wetter

Wetterbedingt fällt heute in Niedersachsen und Bremen der Präsenzunterricht an den Schulen aus – mit Ausnahmen auf den Ostfriesischen Inseln.

So bietet die Inselschule Langeoog regulären Unterricht für ihre rund 100 Schülerinnen und Schüler von der 1. bis zur 10. Klasse an, wie eine Mitarbeiterin sagte. Den Eltern sei es freigestellt worden, ob sie ihre Kinder schicken. Die meisten seien gekommen, obwohl die Straßen teilweise glatt seien.

Die Inselschule Wangerooge bietet ebenfalls Präsenzunterricht an, allerdings nur im Sekundarbereich, wie eine Mitarbeiterin sagte. Der Unterricht an der Grundschule falle witterungsbedingt aus, eine Notbetreuung werde angeboten.

Auf Norderney lassen dagegen Eis und Schnee keinen Präsenzunterricht zu. Dies betrifft sowohl die Grund- als auch die Kooperative Gesamtschule (KGS). "Wir haben Schneemassen ohne Ende", sagte eine Mitarbeiterin der KGS. "Teilweise ist es spiegelglatt."

12. Januar, 11.22 Uhr: Unwetterwarnungen für mehrere Kreise in Berlin und Brandenburg

Das Winterwetter setzt dem Verkehr in Berlin und Brandenburg weiter zu.

Der Deutsche Wetterdienst warnt ab den Abendstunden vor gefährlichen Verhältnissen durch Glatteis. Demnach gilt ab 20.00 Uhr für die Kreise Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Havelland, Oberspreewald-Lausitz, Ostprignitz-Ruppin, Potsdam-Mittelmark, Prignitz, Spree-Neiße, Teltow-Fläming sowie die Städte Brandenburg, Cottbus und Potsdam eine Unwetterwarnung der Stufe drei von vier.

Bis zum Nachmittag können noch bis zu drei Zentimeter Neuschnee fallen, wie der DWD mitteilte. Bei milderen Werten geht dieser zuerst in der Südwesthälfte Brandenburgs, später auch im Nordosten in Regen über, der auf dem weiterhin kalten Boden überfrieren und zu Glatteis führen kann. Auch am Dienstagmorgen sei deshalb noch Vorsicht auf den Straßen geboten.

Bis zum Nachmittag können in Berlin und Brandenburg noch bis zu drei Zentimeter Neuschnee fallen.
Bis zum Nachmittag können in Berlin und Brandenburg noch bis zu drei Zentimeter Neuschnee fallen.  © Moritz Frankenberg/dpa

12. Januar, 10.57 Uhr: Unwetterwarnung für den Westen von Mecklenburg-Vorpommern

Wegen Glatteises hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine Unwetterwarnung für Teile Mecklenburg-Vorpommerns herausgegeben.

Demnach besteht im Westen des Landes ab Montagabend hohe Glatteisgefahr durch gefrierenden Regen. Für den Rest des Landes hat der DWD bereits eine sogenannte Vorabinformation veröffentlicht. Demnach könnte es hier auch zu unwetterartigem Glatteis kommen, die Prognose für diese Gebiete ist allerdings bislang unsicherer.

12. Januar, 10.42 Uhr: Flugbetrieb in Hannover und Bremen weitgehend normal

An den Flughäfen Hannover und Bremen läuft der Flugbetrieb trotz der winterlichen Bedingungen weitgehend regulär.

Es gebe keine größeren Probleme, teilten beide Airports auf Anfrage mir. "Der Flugverkehr läuft regulär", sagte ein Sprecher des Flughafens Bremen. "Aktuell läuft alles nach Plan", hieß es von einer Sprecherin in Hannover. In Hannover gab es den Angaben zufolge am Morgen zwei gestrichene Abflüge: nach Frankfurt und nach Istanbul.

In Bremen gab es eine Verspätung aus Frankfurt und einen Flugausfall aus Zürich. In Bremen selbst gebe es aber keine Einschränkungen. "Alles kann starten alles kann landen", so der Sprecher.

12. Januar, 10.27 Uhr: Entspannung in NRW

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sieht in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens keine große Gefahr mehr durch Glatteis auf den Straßen.

Die Unwetterwarnung wurde für die meisten Regionen aufgehoben – lediglich in Ostwestfalen und im Sauerland könne es noch bis etwa 13.00 Uhr größere Probleme durch überfrierenden Regen geben, teilte der DWD mit.

Die befürchtete Warmfront mit starken Regenfällen war in der Nacht über die großen Ballungsräume in Nordrhein-Westfalen hinweggezogen. Auf den gefrorenen Böden führte der Niederschlag teilweise zu glatten Straßen im Berufsverkehr. Es gab Staus und Unfälle, der Winterdienst war im Dauereinsatz.

12. Januar, 10.22 Uhr: Lebensgefahr im Norden

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt in Hamburg und Schleswig-Holstein vor Glatteis durch gefrierenden Regen.

Es bestehe von 13 Uhr an Gefahr für Leib und Leben, heißt es in der über die Warnapp Katwarn verbreiteten amtlichen Unwetterwarnung.

Der DWD rät, einen Aufenthalt im Freien und Fahrten vermeiden. Es könne auf allen Verkehrswegen zu Beeinträchtigungen bis hin zu Sperrungen oder Schließungen kommen.

Der DWD rät, einen Aufenthalt im Freien und Fahrten vermeiden. (Archivbild)
Der DWD rät, einen Aufenthalt im Freien und Fahrten vermeiden. (Archivbild)  © Christophe Gateau/dpa/dpa-tmn

12. Januar, 9.52 Uhr: Leere Klassenzimmer im Nordwesten wegen extremer Glätte

Glatte Straßen führen in Niedersachsen und Bremen zu Schulausfall.

Der reguläre Unterricht ist in beiden Bundesländern für heute abgesagt. Viele Schulen setzen aber auf Distanzunterricht: Entweder per Video-Unterricht oder mit Aufgaben, die zu Hause erledigt werden sollen. Wie genau der Unterricht organisiert ist, entscheiden die einzelnen Schulen.

Für Schülerinnen und Schüler bis zur zehnten Klasse ist eine Notbetreuung vorgesehen. Die Einrichtungen sind also nicht geschlossen.

Titelfoto: Bildmontage: Moritz Frankenberg/dpa, Screenshot/DWD

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