Sturmtief "Elli": Hier bleiben die Schulen geschlossen

Deutschland - Sturmtief "Elli" hat sich aus Hamburg und Schleswig-Holstein verabschiedet. Allerdings bleibt das Wetter in Deutschland weiterhin winterlich. Es droht Glatteisgefahr.

Auf den Straßen ist in den nächsten Tagen Vorsicht geboten.
Auf den Straßen ist in den nächsten Tagen Vorsicht geboten.  © Bildmontage: Lars Penning/dpa, Deutscher Wetterdienst

Die trockene Luft werde "arktisch kalt", warnte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

Im Binnenland von Schleswig-Holstein dürften minus zehn Grad Celsius "das höchste der Gefühle in Sachen Wärme" werden, sagte der Wetterexperte.

An den Küsten sollten die Temperaturen bei minus fünf bis minus drei Grad Celsius liegen. Der Sonntag selbst werde überwiegend niederschlagsfrei erwartet.

Winterwetter legt Schulbetrieb in Teilen Thüringens lahm
Unwetter Deutschland Winterwetter legt Schulbetrieb in Teilen Thüringens lahm

In Süddeutschland und in Sachsen kommt es weiterhin zu leichten bis mäßigen Schneefällen. Unwetterwarnungen sind laut DWD nicht mehr notwendig.

TAG24 berichtet im Ticker über die aktuelle Lage.

11. Januar, 16.20 Uhr: Unterrichtsausfall in Teilen Niedersachsens und Bremen

Auch über Nordrhein-Westfalen hinaus kommt es in Teilen Niedersachsens sowie Bremen zu Schulschließungen.

Sowohl in Oldenburg und Bremerhaven als auch in den Landkreisen Peine, Wesermarsch, Hildesheim und Cuxhaven sowie in der Region Hannover entfällt der Präsenzunterricht an allen allgemein- und berufsbildenden Schulen.

Während in Bremerhaven an allen städtischen Schulen auf Distanzunterricht gewechselt wird, entscheiden in Oldenburg die Schulen eigenverantwortlich, ob dieser stattfindet oder nicht.

In Hannover, Cuxhaven, Hildesheim und Wesermarsch wird nur an den berufsbildenden Schulen Distanzunterricht durchgeführt.

Der Schulunterricht fällt auch am Montag für viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene in den Bundesländern Niedersachsen und Bremen aus.
Der Schulunterricht fällt auch am Montag für viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene in den Bundesländern Niedersachsen und Bremen aus.  © Marcus Brandt/dpa

11. Januar, 15.16 Uhr: Schulen in NRW bleiben am Montag geschlossen

Das NRW-Schulministerium hat wegen der Unwetterwarnung angeordnet, dass Schülerinnen und Schüler am Montag zu Hause bleiben sollen.

Die Schulen im Land werden in den Distanzunterricht wechseln. Eine Notbetreuung vor Ort soll es dennoch geben.

Wegen der Gefahr von starkem Glatteis auf den Straßen gehen die Schulen in Nordrhein-Westfalen am Montag landesweit in den Distanzunterricht.
Wegen der Gefahr von starkem Glatteis auf den Straßen gehen die Schulen in Nordrhein-Westfalen am Montag landesweit in den Distanzunterricht.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

11. Januar, 15 Uhr: Nach kaltem Sonntag droht wieder Glätte

Auf Sturmtief "Elli" und einen ruhigen Wintersonntag folgt die nächste Wetterherausforderung für Hamburg.

Eine neue Front bringt nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) erst Schnee und dann Regen in den Norden, der auf dem gefrorenen Boden zu gefährlichem Glatteis führen kann. Die Nacht zum Sonntag im Norden war bitterkalt, mit Minusgraden örtlich im zweistelligen Bereich.

In Hamburg sollten die Höchsttemperaturen am Sonntag kaum über minus 8 Grad hinauskommen. "Die Stichwörter heute sind Dauerfrost und Glätte", sagte ein Sprecher des DWD. Im Laufe des Montags soll leichtes Tauwetter einsetzen. Der Schulunterricht soll am Montag nach Angaben der Bildungsbehörde normal stattfinden.

Ein Auto fährt auf einer mit Schnee und Eis bedeckten Straße.
Ein Auto fährt auf einer mit Schnee und Eis bedeckten Straße.  © Daniel Vogl/dpa

11. Januar, 11.10 Uhr: Unterkühlter Mann nachts vom Brocken gerettet

Weil er unterkühlt bei Eis und Schnee auf dem Brocken festsaß, mussten Feuerwehr und Bergwacht einen Mann vom höchsten Gipfel Norddeutschlands retten.

Mehr dazu hier: Ungewöhnlicher Einsatz im Schneesturm: Unterkühlter Mann nachts vom Brocken gerettet

11. Januar, 9.22 Uhr: Bahnfernverkehr im Norden auf allen Hauptstrecken angelaufen

Der wetterbedingt teils ausgesetzte Fernverkehr der Bahn in Norddeutschland ist nach Unternehmensangaben auf allen Hauptstrecken wieder angelaufen.

Allerdings sei weiterhin nur ein reduziertes Angebot möglich, und es könne noch zu Ausfällen kommen, teilte die Deutsche Bahn am Sonntagvormittag mit.

Der wetterbedingt teils ausgesetzte Fernverkehr der Bahn in Norddeutschland ist nach Unternehmensangaben auf allen Hauptstrecken wieder angelaufen.
Der wetterbedingt teils ausgesetzte Fernverkehr der Bahn in Norddeutschland ist nach Unternehmensangaben auf allen Hauptstrecken wieder angelaufen.  © Moritz Frankenberg/dpa

11. Januar, 7.32 Uhr: Bahnverkehr weiter eingeschränkt, Glatteis droht

Immerhin eine kurze Pause legt das Wetterchaos am Sonntag ein, doch die Bahn hat nach dem Wintersturm "Elli" besonders im Norden weiter mit Problemen zu kämpfen. Zum Wochenstart könnte laut dem Deutschen Wetterdienst gefrierender Regen für die nächste Unwettersituation sorgen.

Aufgrund des heftigen Wintereinbruchs fällt der Bahnverkehr auf mehreren wichtigen norddeutschen Fernverkehrsstrecken voraussichtlich auch noch an diesem Sonntag aus. Betroffen waren unter anderem die Verbindungen Westerland-Hamburg und Binz/Stralsund/Rostock-Berlin, wie die Deutsche Bahn auf ihrer Webseite mitteilte.

Auf der Schnellfahrstrecke zwischen Frankfurt und Köln sei zudem die zulässige Höchstgeschwindigkeit reduziert worden.

Stadtbahnen der Üstra stehen im Betriebshof Döhren in Hannover.
Stadtbahnen der Üstra stehen im Betriebshof Döhren in Hannover.  © Julian Stratenschulte/dpa

11. Januar, 3 Uhr: Deutscher Wetterdienst hebt Unwetterwarnungen auf

Nach massivem Schneefall durch Wintersturm "Elli" in weiten Teilen des Landes hat der Deutsche Wetterdienst alle bestehenden Unwetterwarnungen aufgehoben.

Es werde jedoch weiterhin vor leichten bis mäßigen Schneefällen in Süddeutschland sowie in Sachsen gewarnt, teilte der DWD am späten Samstagabend mit. Die Schneefälle hätten sich soweit abgeschwächt. Unwetterwarnungen seien nicht mehr notwendig.

10. Januar, 19.22 Uhr: Hohe Lawinengefahr von den Allgäuer Alpen bis Frankreich

Nach den jüngsten Schneefällen ist die Lawinengefahr in den Alpen gestiegen. Von den Allgäuer Alpen in Bayern bis zu den französischen Alpen wurde für Sonntag vielerorts große Lawinengefahr ausgerufen - die vierte von fünf Warnstufen.

Laut dem Lawinenwarndienst Bayern herrscht in den Allgäuer Alpen oberhalb der Waldgrenze große Gefahr. Darunter besteht erhebliche Gefahr (Stufe 3). Das Hauptproblem sei der sogenannte Triebschnee. Dabei handele es sich um spröde Schneemassen, die vom Wind verfrachtet wurden, hieß es. Lawinen könnten schon bei geringer Belastung oder sogar ohne menschliche Einwirkung abgehen.

In den Alpen herrscht nach den Wintereinbruch durch Sturmtief "Elli" akute Lawinengefahr.
In den Alpen herrscht nach den Wintereinbruch durch Sturmtief "Elli" akute Lawinengefahr.  © Frank Rumpenhorst/dpa

10. Januar, 15.06 Uhr: Bahnverkehr im Norden bis Sonntag stark eingeschränkt

Wegen des Wintereinbruchs fällt der Bahnverkehr auf mehreren wichtigen norddeutschen Fernverkehrsstrecken noch bis voraussichtlich Sonntag aus.

Betroffen sind unter anderem die wichtige Nord-Süd-Strecke von Hamburg über Hannover nach Frankfurt sowie die Ost-West-Verbindung Berlin-Hannover-Ruhrgebiet, wie das Unternehmen auf seiner Website mitteilte.

Zahlreiche Menschen sind am Hauptbahnhof Hamburg unterwegs.
Zahlreiche Menschen sind am Hauptbahnhof Hamburg unterwegs.  © Bodo Marks/dpa

10. Januar, 14 Uhr: Norddeutschland nach "Elli" - Am Montag droht Glatteis

Norddeutschland hat die schlimmsten Auswirkungen von Sturmtief "Elli" hinter sich.

Für den heutigen Samstag sei nur noch im südlichen Niedersachsen und an der Ostseeküste mit einigen Schneeschauern zu rechnen, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes in Hamburg auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Allerdings bleibt das Wetter winterlich. In der Nacht zu Sonntag soll es bitterkalt werden, in der Nacht zu Montag droht dann Glatteisgefahr.

In der kommenden Nacht werde die trockene Luft "arktisch kalt", sagte der Wetterkundler. Im Binnenland von Schleswig-Holstein und Niedersachsen dürften minus 10 Grad Celsius "das höchste der Gefühle in Sachen Wärme" werden. An den Küsten sollen die Temperaturen bei minus 5 bis minus 3 Grad Celsius liegen. Der Sonntag selbst wird dann überwiegend ohne Niederschlag erwartet.

Titelfoto: Fotomontage:Marcus Brandt/dpa,Hauke-Christian Dittrich/dpa

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