Sturmtief "Elli" friert uns ein: Einschränkungen im Nahverkehr im Vogtland

Deutschland - Eine turbulente Wetterlage steht Deutschland bevor. Besonders ungemütlich soll es ab der Nacht zum Freitag werden, wenn Sturmtief "Elli" die Regie übernimmt.

In Deutschland müssen sich Verkehrsteilnehmer auf Neuschnee und Glätte einstellen.
In Deutschland müssen sich Verkehrsteilnehmer auf Neuschnee und Glätte einstellen.  © Bildmontage/Federico Gambarini/dpa, Screenshot/Wetteronline.de

Verbreitet wird dann kräftiger Schneefall erwartet. Bei stürmischem Ostwind sind Schneeverwehungen möglich, was zu größeren Behinderungen auf den Verkehrswegen führen kann, wie es vom Deutschen Wetterdienst (DWD) heißt.

Im Süden und Westen Deutschlands soll der Schnee - bei ebenfalls stürmischem, aber aus südwestlichen Richtungen wehendem Wind - indes bis Freitagfrüh rasch in Regen übergehen. Örtlich besteht dort dann Glatteisgefahr.

Ein DWD-Meteorologe sprach von "einem echten Wetterkrimi". Behörden und Meteorologen raten: Wer nicht unbedingt unterwegs sein muss, sollte zu Hause bleiben und das Auto stehen lassen.

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Wetter Deutschland Winter-Chaos in Frankfurt und Hessen: Glatteis droht, bald bis zu -13 Grad

TAG24 berichtet im Liveticker über die aktuelle Lage.

8. Januar, 20.11 Uhr: Busverkehr in Oldenburg wird Freitagfrüh eingestellt

Angesichts der Warnung vor starkem Schneefall wird der Busverkehr in Oldenburg am frühen Freitagmorgen eingestellt.

Aus sicherheitsrelevanten Gründen werde der Verkehr aller Buslinien ruhen, teilte die VWG mit. Das gelte bis auf weiteres.

8. Januar, 19.58 Uhr: Einschränkungen im Nahverkehr im Vogtland

Wegen der winterlichen Temperaturen kommt es im Bus- und Bahnverkehr im Vogtland zu Einschränkungen. "Um ungeplante Zugausfälle zu vermeiden, führt die Vogtlandbahn bis auf weiteres einen betriebsbedingten Winterfahrplan ein", teilte die Länderbahn mit. Die der eingesetzten Triebwagen seien bei frostigen Temperaturen anfälliger für Störungen, hieß es.

Alle Regionalbahnen der Linie 5, die zwischen Mehlteuer/Plauen und Falkenstein fahren, entfielen ab Freitag (9. Januar) bis auf weiteres, hieß es. Die Bahnen würden durch Busse ersetzt. Auf der Linie 2 werde ab Montag (12. Januar) nach dem Wochenendfahrplan gefahren. Davon ausgenommen seien die Schülerzüge, hieß es. Ausgefallene Züge würden auch hier durch Busse ersetzt. Die Fahrzeiten verlängerten sich auf beiden Linien jeweils um eine Viertelstunde.

Die Vogtlandbahn muss am Freitag umdenken.
Die Vogtlandbahn muss am Freitag umdenken.  © Hendrik Schmidt/dpa

8. Januar, 19.05 Uhr: Lawinengefahr in Bayern steigt

Noch ist die Lawinengefahr vielerorts gering - doch das könnte sich schnell ändern: Noch in der Nacht werden laut bayerischem Lawinenwarndienst bis zu zehn Zentimeter Neuschnee erwartet, in Hochlagen der Allgäuer Alpen auch bis 15 Zentimeter.

Hinzu kommt starker Wind, teils mit Orkanböen bis 120 Stundenkilometern. Windverfrachtungen lassen dort, wo der Schnee liegen bleibt, die Lawinengefahr steigen.

8. Januar, 17.31 Uhr: Schulen in Teilen Schleswig-Holsteins Freitag geschlossen

Wegen des erwarteten Sturmtiefs "Elli" bleiben die Schulen in Teilen Schleswig-Holsteins am Freitag geschlossen.

Das betrifft allgemein- und berufsbildende Schulen in den Kreisen Dithmarschen, Herzogtum Lauenburg, Nordfriesland, Pinneberg, Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Flensburg, Segeberg, Steinburg und Stormarn, wie das Bildungsministerium mitteilte. Landesweit findet an den Förderzentren kein Unterricht statt.

8. Januar, 17.10 Uhr: Schnee legt mancherorts die Müllabfuhr lahm

Wegen des Schnees werden gegenwärtig viele Mülltonnen gerade in höheren Lagen in Hessen nicht geleert.

"Die können dann mehrere Tage am Straßenrand stehen", sagte Peter Hohenstatt vom Entsorgungsunternehmen Knettenbrech + Gurdulic in Wiesbaden. In Dörfern etwa weiter oben im Taunus würden heute Seiten- und Nebenstraßen oft nicht mehr geräumt. Die Fahrer wägten dann das Risiko ab. "Wir versuchen später nachzufahren, wenn es das Wetter erlaubt", fügte Hohenstatt hinzu. "Alle ein, zwei Tage fahren die Jungs wieder hin und gucken, ob die Abfuhr wieder geht."

Auch die Abfallentsorgung im Landkreis Kassel steht nach Angaben der Kreisverwaltung wegen des Winterwetters vor großen Herausforderungen. "Die jüngste Vergangenheit hat gezeigt, wie gefährlich die winterlichen Bedingungen sind: Vier Mülllader erlitten bei der Leerung von Abfallbehältern auf glatten Wegen Knochenbrüche und Prellungen", teilte der Landkreis mit.

Aufgrund des Schneefalls bleiben in Hessen mancherorts die Mülltonnen stehen. (Archivbild)
Aufgrund des Schneefalls bleiben in Hessen mancherorts die Mülltonnen stehen. (Archivbild)  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

8. Januar, 16.51 Uhr: Kein Präsenzunterricht an mehreren Schulen in Bayern

Wegen Glättegefahr entfällt an mehreren Schulen in der Oberpfalz am Freitag der Präsenzunterricht.

Betroffen seien alle Schulen in den Landkreisen Neumarkt in der Oberpfalz und Neustadt an der Waldnaab sowie in Weiden in der Oberpfalz, hieß es in kurzen Mitteilungen auf einem Meldeportal des bayerischen Kultusministeriums. Als Grund wurde die "akute Glatteisgefahr" genannt.

In den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land werde der Unterricht in den Schulen trotz einer Unwetter-Vorabinformation des Deutschen Wetterdienstes (DWD) nicht flächendeckend entfallen, teilten die Landratsämter mit. Hinsichtlich der genauen Entwicklung beim Wetter gebe es laut DWD "noch Unsicherheiten", hieß es in der gemeinsamen Mitteilung. Die zuständige Koordinierungsgruppe habe "daher entschieden, den Schulunterricht am morgigen Freitag stattfinden zu lassen".

8. Januar, 16.43 Uhr: Eltern in Berlin und Brandenburg dürfen über Schulbesuch entscheiden

Wegen der erwarteten Wetter-Extreme mit starken Schneefällen und Glätte steht es den Eltern in Berlin und Brandenburg frei, ihre Kinder zur Schule zu schicken.

Das teilten die Bildungsverwaltungen in der Hauptstadt und in Potsdam mit. Die Präsenzpflicht sei ausgesetzt, hieß es in Berlin aus dem Ressort von Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU). "Eltern und Erziehungsberechtigte haben damit die Möglichkeit, auch kurzfristig zu entscheiden, ob ihre Kinder am 9. Januar am Präsenzunterricht teilnehmen oder in Anbetracht der Wetterlage vorsorglich zu Hause bleiben", hieß es. Die Bildungsverwaltung geht derzeit davon aus, dass der Schulbetrieb am Montag wieder regulär erfolgen kann.

8. Januar, 16.17 Uhr: Schulausfall in ganz Niedersachsen wegen des Winterwetters

Wegen des Winterwetters bleiben die Schulen in ganz Niedersachsen am Freitag für den regulären Schulbetrieb geschlossen.

Während es an einigen Schulen Distanzunterricht geben soll, fällt der Unterricht an anderen aus, wie aus einer Übersicht der Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen und Mitteilungen der Landkreise und Städte hervorgeht.

In ganz Niedersachsen fällt am Freitag die Schule aus. (Symbolfoto)
In ganz Niedersachsen fällt am Freitag die Schule aus. (Symbolfoto)  © Marcus Brandt/dpa

8. Januar, 15.53 Uhr: Riskanter Wetter-Mix in Hessen

Hessen steht ein heikler Wetterabend bevor – und eine Nacht, die es in sich hat.

Was tagsüber noch vergleichsweise harmlos mit leichten Schneefällen begonnen hat, kann sich laut Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in den nächsten Stunden zu einer gefährlichen Mischung aus Schnee, Regen, Eis und Glätte entwickeln.

Dem Winterdienst in Hessen stehen einsatzreiche Stunden bevor. (Archivfoto)
Dem Winterdienst in Hessen stehen einsatzreiche Stunden bevor. (Archivfoto)  © Michael Bauer/dpa

8. Januar, 15.51 Uhr: ÖPNV in Leipzig und Dresden auf Wintersturm vorbereitet

Die Verkehrsbetriebe in Leipzig und Dresden sehen sich für den vorhergesagten Wintersturm gerüstet.

Es werde alles darangesetzt, das Angebot wie geplant einzuhalten, teilten die beiden Verkehrsbetriebe auf Anfrage mit. Man habe ausreichend Streusalz, Mitarbeiter und Räumfahrzeuge im Einsatz.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa

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