Sturmtief "Elli" friert uns ein: Bahn stellt Fernverkehr im Norden ein

Deutschland - Eine turbulente Wetterlage macht Deutschland zu schaffen. Das Sturmtief "Elli" zieht über den Norden hinweg und hat auch Mitteldeutschland erreicht.

Große Teile Deutschlands stellen sich auf Schnee, Sturm, Frost und Glätte ein.
Große Teile Deutschlands stellen sich auf Schnee, Sturm, Frost und Glätte ein.  © Bildmontage/Screenshot/Deutscher Wetterdienst, Matthias Bein/dpa

Der Wintersturm "Elli" zieht mit viel Schnee über Niedersachsen und Bremen. Im Tagesverlauf wird sich das nicht groß ändern, am Freitagnachmittag allerdings wird der Schneefall leicht nachlassen.

Ein Experte vom Deutschen Wetterdienst sprach von einer "ordentlichen Schneedecke", was es nicht in jedem Winter gebe. Er betonte, es sei eine außergewöhnliche Wetterlage - aber keine Katastrophe.

Orkanartige Böen und Unwetter gibt es auch im Schwarzwald und auf dem Brocken. Im Osten Sachsens bleibt es am längsten ruhig: Dort wird der Schneefall erst gegen Mittag oder Nachmittag einsetzen, zudem in deutlich geringeren Mengen.

Berlin und Brandenburg im Gefrierfach: Eisige Kälte, Schnee und Windböen
Wetter Deutschland Berlin und Brandenburg im Gefrierfach: Eisige Kälte, Schnee und Windböen

TAG24 berichtet im Liveticker über die aktuelle Lage.

9. Januar, 11 Uhr: Zwei Tote nach Frontalzusammenstoß bei Winterwetter

Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Autos im Landkreis Dingolfing-Landau sind zwei Menschen ums Leben gekommen.

Mehr dazu hier: Tödlicher Unfall: Zwei Menschen sterben bei Frontal-Crash

9. Januar, 10.50 Uhr: Sturmtief bremst Züge in Baden-Württemberg aus

Wegen des Sturmtiefs "Elli" müssen sich Bahnreisende auch in Baden-Württemberg auf Verspätungen und Zugausfälle einstellen.

Die Deutsche Bahn (DB) kündigte auf ihrer Internetseite an, dass voraussichtlich bis Samstag mit witterungsbedingten Einschränkungen zu rechnen sei.

Unter anderem sollen mehrere Züge im Regionalverkehr mit reduzierter Geschwindigkeit fahren. Betroffen ist den Angaben zufolge beispielsweise die Linie RE2 auf der Schwarzwaldbahn im Streckenabschnitt zwischen Hausach - St. Georgen - Villingen und Donaueschingen. Züge der Linie BR 74 sollen auf dem Streckenabschnitt zwischen Pforzheim und Hochdorf langsamer fahren.

Wegen des Sturmtiefs "Elli" müssen sich Bahnreisende auch in Baden-Württemberg auf Verspätungen und Zugausfälle einstellen.
Wegen des Sturmtiefs "Elli" müssen sich Bahnreisende auch in Baden-Württemberg auf Verspätungen und Zugausfälle einstellen.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

9. Januar, 10.42 Uhr: Immer mehr Flugausfälle in Hannover

Am Flughafen Hannover kommt es wegen des starken Schneefalls durch das Sturmtief "Elli" vermehrt zu Flugausfällen.

"Wir hatten heute Morgen drei gestrichene Abflüge. Für den Rest des Vormittags sind noch zwei weitere Abflüge gestrichen", sagte eine Sprecherin am Freitag um 9.30 Uhr. "Die abfliegenden Maschinen heute Morgen hatten alle leichten Verspätungen" von rund 30 bis 60 Minuten.

Der Flugverkehr laufe aber noch. "Der Winterdienst ist seit den frühen Morgenstunden kontinuierlich im Einsatz, um den Flugbetrieb aufrechtzuerhalten."

9. Januar, 10 Uhr: Bahn stellt Fernverkehr im Norden ein

Wegen des Wintersturms "Elli" hat die Deutsche Bahn ihren Fernverkehr in Norddeutschland am Freitag vorübergehend eingestellt.

Das teilte der Konzern in Berlin mit. Aufgrund der Witterungsbedingungen sei der gesamte Schienenverkehr im Großraum Hannover "bis mindestens heute Mittag" unterbrochen worden. Damit sei eines der bundesweit wichtigsten Drehkreuze betroffen "und der Fernverkehr im Norden Deutschlands nicht mehr möglich".

Auswirkungen gab es demnach auch auf Verbindungen zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen sowie Berlin und Hamburg. Die Züge würden an geeigneten Bahnhöfen zurückgehalten, erklärte die Bahn. "Dies ist notwendig, um Fahrgäste, Mitarbeitende und Fahrzeuge zu schützen."

Wegen des Wintersturms "Elli" hat die Deutsche Bahn ihren Fernverkehr in Norddeutschland am Freitag vorübergehend eingestellt.
Wegen des Wintersturms "Elli" hat die Deutsche Bahn ihren Fernverkehr in Norddeutschland am Freitag vorübergehend eingestellt.  © RALF HIRSCHBERGER / AFP

9. Januar, 9.08 Uhr: Websites von Verkehrsbetrieben mit Problemen

Sturmtief "Elli" sorgt für Verunsicherung bei Bus- und Bahnreisenden.

Zahlreiche Verbindungen fallen aus oder werden umgeleitet. Verkehrsbetriebe empfehlen, sich vor der Abfahrt über die eigene Verbindung zu informieren. Die Websites brechen jedoch unter den zahlreichen Anfragen von Reisenden teilweise zusammen.

Probleme gab es etwa bei der Fahrplanauskunft der Üstra, die für Busse und Stadtbahnen in und um Hannover verantwortlich ist. Auch bei der BSAG in Bremen oder auch dem Flughafen Hannover kam es zeitweise zu Problemen.

9. Januar, 8.34 Uhr: Schnee im Norden - Polizei gibt Tipps für Autofahrer

In den kommenden Stunden ist mit starkem Schneefall in Niedersachsen und Bremen zu rechnen. Was zwar für einige schön aussieht, bringt auch Gefahren mit sich. Die Polizei Goslar gibt Tipps zum richtigen Verhalten bei dem Winterwetter.

Autofahrer sollten besonders vorsichtig unterwegs sein und Fahrten auf ein absolutes Minimum reduzieren, hieß es von den Beamten. Wer dennoch unterwegs sei, solle zwingend an Winterausrüstung wie Winterreifen, Eiskratzer, Schneebesen oder auch Decken denken.

"Die Straßenverhältnisse können sich sehr schnell verschlechtern", warnt die Polizei. Es sei unter anderem mit massiven Schneeverwehungen sowie Sturm zu rechnen. Wälder sollten nicht betreten werden.

Ein Einsatzfahrzeug der Polizei am frühen Morgen im dichten Schneefall.
Ein Einsatzfahrzeug der Polizei am frühen Morgen im dichten Schneefall.  © Moritz Frankenberg/dpa

9. Januar, 8.30 Uhr: Wie der Wetterdienst die Lage für den Norden einschätzt

Das Sturmtief "Elli" nimmt in und um Hamburg sowie in großen Teilen Schleswig-Holsteins und im Südwesten Mecklenburg-Vorpommerns langsam Fahrt auf. Der Deutsche Wetterdienst erwartet bis zum Mittag allerdings etwa fünf Zentimeter weniger Neuschnee als zunächst angenommen.

"Für Hamburg und Schleswig-Holstein sehen wir derzeit fünf bis zehn Zentimeter bis heute Nachmittag", sagte DWD-Meteorologe David Menzel der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Der meiste Schnee werde dabei am Vormittag fallen. "Er hält danach noch weiter an, wird aber nicht mehr ganz stark ausfallen. Gegen Mittag wird es mit dem Schneefall schon wieder runter gehen."

9. Januar, 7.54 Uhr: Glätte-Unfälle in Niedersachsen

In der Nacht zum Freitag ist es in Niedersachsen zu mehreren Unfällen durch Glätte gekommen.

Bislang lasse das Sturmtief "Elli" zwar noch auf sich warten, hieß es von der Polizei. Dennoch seien in der Nacht bereits einige Autos ins Rutschen gekommen.

Im Bereich Osnabrück verursachten die glatten Straßen demnach neun Unfälle, bei drei davon wurden die Beteiligten leicht und in zwei Fällen schwer verletzt.

Eine Frau und ein Kind gehen am frühen Morgen im Schneegestöber durch verschneite Straßen.
Eine Frau und ein Kind gehen am frühen Morgen im Schneegestöber durch verschneite Straßen.  © Matthias Bein/dpa

9. Januar, 6.55 Uhr: Sturmtief bringt viel Schnee und starken Wind

Das Sturmtief "Elli" verschärft das Winterwetter in Niedersachsen und Bremen.

Seit dem frühen Morgen gibt es an der Küste Windböen und stürmische Böen mit Geschwindigkeiten zwischen 55 und 65 Kilometern pro Stunde, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Im Tagesverlauf werden an der Nordseeküste heftigere Sturmböen erwartet. Auf den Inseln bestehe die Gefahr einzelner orkanartiger Böen mit Geschwindigkeiten bis 110 Kilometern pro Stunde, hieß es.

Auch im niedersächsischen Binnenland ist es seit der Nacht ungemütlicher und windiger geworden, auch dort kommt es zu stürmischen Böen. Vielerorts schneit es.

Eine Straßenbahn hält am frühen Morgen im dichten Schneefall an einer Haltestelle im Zentrum von Hannover.
Eine Straßenbahn hält am frühen Morgen im dichten Schneefall an einer Haltestelle im Zentrum von Hannover.  © Moritz Frankenberg/dpa

8. Januar, 22.30 Uhr: Parks und Schlösser in Brandenburg und Berlin schließen

Die Parkanlagen und Schlösser der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg bleiben am Freitag vorsorglich geschlossen.

Grund sei Sturmtief "Elli" und die damit einhergehende Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes, wie die Stiftung am Abend mitteilte. Die vorhergesagte Schneelast erhöht demnach die Gefahr von Astbruch.

Auch Einschränkungen auf den Wegen und Straßen seien wahrscheinlich.

Titelfoto: RALF HIRSCHBERGER / AFP

Mehr zum Thema Unwetter Deutschland: