Sturmtief "Elli" friert uns ein: Viel Schnee und gefährliche Glätte
Deutschland - Eine turbulente Wetterlage steht Deutschland bevor. Das Sturmtief "Elli" hat Mitteldeutschland erreicht und sorgt insbesondere in Thüringen bereits für kräftige Schneefälle. Im Norden wird es windig.
Auch in Sachsen und in Sachsen-Anhalt wird nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes schon am Vormittag mit viel Schnee gerechnet.
Unwetterartige Schneeverwehungen werden demnach eher im Norden Sachsen-Anhalts sowie im Oberharz erwartet. Die Höchsttemperaturen liegen tagsüber um die null Grad mit Minusgraden vor allem im Norden Sachsen-Anhalts.
Im Rest der Region sei es eher die Menge an Schnee, die zu Einschränkungen führen könne. Mit bis zu 15 Zentimeter Neuschnee sei in einigen Gebieten zu rechnen. Im Osten Sachsens bleibe es den Angaben nach am längsten ruhig: Dort werde der Schneefall erst gegen Mittag oder Nachmittag einsetzen, zudem in deutlich geringeren Mengen.
Im Norden von Deutschland muss hingegen mit heftigem Sturm gerechnet werden.
TAG24 berichtet im Liveticker über die aktuelle Lage.
9. Januar, 8.34 Uhr: Schnee im Norden - Polizei gibt Tipps für Autofahrer
In den kommenden Stunden ist mit starkem Schneefall in Niedersachsen und Bremen zu rechnen. Was zwar für einige schön aussieht, bringt auch Gefahren mit sich. Die Polizei Goslar gibt Tipps zum richtigen Verhalten bei dem Winterwetter.
Autofahrer sollten besonders vorsichtig unterwegs sein und Fahrten auf ein absolutes Minimum reduzieren, hieß es von den Beamten. Wer dennoch unterwegs sei, solle zwingend an Winterausrüstung wie Winterreifen, Eiskratzer, Schneebesen oder auch Decken denken.
"Die Straßenverhältnisse können sich sehr schnell verschlechtern", warnt die Polizei. Es sei unter anderem mit massiven Schneeverwehungen sowie Sturm zu rechnen. Wälder sollten nicht betreten werden.
9. Januar, 8.30 Uhr: Wie der Wetterdienst die Lage für den Norden einschätzt
Das Sturmtief "Elli" nimmt in und um Hamburg sowie in großen Teilen Schleswig-Holsteins und im Südwesten Mecklenburg-Vorpommerns langsam Fahrt auf. Der Deutsche Wetterdienst erwartet bis zum Mittag allerdings etwa fünf Zentimeter weniger Neuschnee als zunächst angenommen.
"Für Hamburg und Schleswig-Holstein sehen wir derzeit fünf bis zehn Zentimeter bis heute Nachmittag", sagte DWD-Meteorologe David Menzel der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Der meiste Schnee werde dabei am Vormittag fallen. "Er hält danach noch weiter an, wird aber nicht mehr ganz stark ausfallen. Gegen Mittag wird es mit dem Schneefall schon wieder runter gehen."
9. Januar, 7.54 Uhr: Glätte-Unfälle in Niedersachsen
In der Nacht zum Freitag ist es in Niedersachsen zu mehreren Unfällen durch Glätte gekommen.
Bislang lasse das Sturmtief "Elli" zwar noch auf sich warten, hieß es von der Polizei. Dennoch seien in der Nacht bereits einige Autos ins Rutschen gekommen.
Im Bereich Osnabrück verursachten die glatten Straßen demnach neun Unfälle, bei drei davon wurden die Beteiligten leicht und in zwei Fällen schwer verletzt.
9. Januar, 6.55 Uhr: Sturmtief bringt viel Schnee und starken Wind
Das Sturmtief "Elli" verschärft das Winterwetter in Niedersachsen und Bremen.
Seit dem frühen Morgen gibt es an der Küste Windböen und stürmische Böen mit Geschwindigkeiten zwischen 55 und 65 Kilometern pro Stunde, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Im Tagesverlauf werden an der Nordseeküste heftigere Sturmböen erwartet. Auf den Inseln bestehe die Gefahr einzelner orkanartiger Böen mit Geschwindigkeiten bis 110 Kilometern pro Stunde, hieß es.
Auch im niedersächsischen Binnenland ist es seit der Nacht ungemütlicher und windiger geworden, auch dort kommt es zu stürmischen Böen. Vielerorts schneit es.
8. Januar, 22.30 Uhr: Parks und Schlösser in Brandenburg und Berlin schließen
Die Parkanlagen und Schlösser der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg bleiben am Freitag vorsorglich geschlossen.
Grund sei Sturmtief "Elli" und die damit einhergehende Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes, wie die Stiftung am Abend mitteilte. Die vorhergesagte Schneelast erhöht demnach die Gefahr von Astbruch.
Auch Einschränkungen auf den Wegen und Straßen seien wahrscheinlich.
8. Januar, 20.11 Uhr: Busverkehr in Oldenburg wird Freitagfrüh eingestellt
Angesichts der Warnung vor starkem Schneefall wird der Busverkehr in Oldenburg am frühen Freitagmorgen eingestellt.
Aus sicherheitsrelevanten Gründen werde der Verkehr aller Buslinien ruhen, teilte die VWG mit. Das gelte bis auf weiteres.
8. Januar, 19.58 Uhr: Einschränkungen im Nahverkehr im Vogtland
Wegen der winterlichen Temperaturen kommt es im Bus- und Bahnverkehr im Vogtland zu Einschränkungen. "Um ungeplante Zugausfälle zu vermeiden, führt die Vogtlandbahn bis auf weiteres einen betriebsbedingten Winterfahrplan ein", teilte die Länderbahn mit. Die der eingesetzten Triebwagen seien bei frostigen Temperaturen anfälliger für Störungen, hieß es.
Alle Regionalbahnen der Linie 5, die zwischen Mehlteuer/Plauen und Falkenstein fahren, entfielen ab Freitag (9. Januar) bis auf weiteres, hieß es. Die Bahnen würden durch Busse ersetzt. Auf der Linie 2 werde ab Montag (12. Januar) nach dem Wochenendfahrplan gefahren. Davon ausgenommen seien die Schülerzüge, hieß es. Ausgefallene Züge würden auch hier durch Busse ersetzt. Die Fahrzeiten verlängerten sich auf beiden Linien jeweils um eine Viertelstunde.
8. Januar, 19.05 Uhr: Lawinengefahr in Bayern steigt
Noch ist die Lawinengefahr vielerorts gering - doch das könnte sich schnell ändern: Noch in der Nacht werden laut bayerischem Lawinenwarndienst bis zu zehn Zentimeter Neuschnee erwartet, in Hochlagen der Allgäuer Alpen auch bis 15 Zentimeter.
Hinzu kommt starker Wind, teils mit Orkanböen bis 120 Stundenkilometern. Windverfrachtungen lassen dort, wo der Schnee liegen bleibt, die Lawinengefahr steigen.
8. Januar, 17.31 Uhr: Schulen in Teilen Schleswig-Holsteins Freitag geschlossen
Wegen des erwarteten Sturmtiefs "Elli" bleiben die Schulen in Teilen Schleswig-Holsteins am Freitag geschlossen.
Das betrifft allgemein- und berufsbildende Schulen in den Kreisen Dithmarschen, Herzogtum Lauenburg, Nordfriesland, Pinneberg, Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Flensburg, Segeberg, Steinburg und Stormarn, wie das Bildungsministerium mitteilte. Landesweit findet an den Förderzentren kein Unterricht statt.
8. Januar, 17.10 Uhr: Schnee legt mancherorts die Müllabfuhr lahm
Wegen des Schnees werden gegenwärtig viele Mülltonnen gerade in höheren Lagen in Hessen nicht geleert.
"Die können dann mehrere Tage am Straßenrand stehen", sagte Peter Hohenstatt vom Entsorgungsunternehmen Knettenbrech + Gurdulic in Wiesbaden. In Dörfern etwa weiter oben im Taunus würden heute Seiten- und Nebenstraßen oft nicht mehr geräumt. Die Fahrer wägten dann das Risiko ab. "Wir versuchen später nachzufahren, wenn es das Wetter erlaubt", fügte Hohenstatt hinzu. "Alle ein, zwei Tage fahren die Jungs wieder hin und gucken, ob die Abfuhr wieder geht."
Auch die Abfallentsorgung im Landkreis Kassel steht nach Angaben der Kreisverwaltung wegen des Winterwetters vor großen Herausforderungen. "Die jüngste Vergangenheit hat gezeigt, wie gefährlich die winterlichen Bedingungen sind: Vier Mülllader erlitten bei der Leerung von Abfallbehältern auf glatten Wegen Knochenbrüche und Prellungen", teilte der Landkreis mit.
8. Januar, 16.51 Uhr: Kein Präsenzunterricht an mehreren Schulen in Bayern
Wegen Glättegefahr entfällt an mehreren Schulen in der Oberpfalz am Freitag der Präsenzunterricht.
Betroffen seien alle Schulen in den Landkreisen Neumarkt in der Oberpfalz und Neustadt an der Waldnaab sowie in Weiden in der Oberpfalz, hieß es in kurzen Mitteilungen auf einem Meldeportal des bayerischen Kultusministeriums. Als Grund wurde die "akute Glatteisgefahr" genannt.
In den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land werde der Unterricht in den Schulen trotz einer Unwetter-Vorabinformation des Deutschen Wetterdienstes (DWD) nicht flächendeckend entfallen, teilten die Landratsämter mit. Hinsichtlich der genauen Entwicklung beim Wetter gebe es laut DWD "noch Unsicherheiten", hieß es in der gemeinsamen Mitteilung. Die zuständige Koordinierungsgruppe habe "daher entschieden, den Schulunterricht am morgigen Freitag stattfinden zu lassen".
8. Januar, 16.43 Uhr: Eltern in Berlin und Brandenburg dürfen über Schulbesuch entscheiden
Wegen der erwarteten Wetter-Extreme mit starken Schneefällen und Glätte steht es den Eltern in Berlin und Brandenburg frei, ihre Kinder zur Schule zu schicken.
Das teilten die Bildungsverwaltungen in der Hauptstadt und in Potsdam mit. Die Präsenzpflicht sei ausgesetzt, hieß es in Berlin aus dem Ressort von Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU). "Eltern und Erziehungsberechtigte haben damit die Möglichkeit, auch kurzfristig zu entscheiden, ob ihre Kinder am 9. Januar am Präsenzunterricht teilnehmen oder in Anbetracht der Wetterlage vorsorglich zu Hause bleiben", hieß es. Die Bildungsverwaltung geht derzeit davon aus, dass der Schulbetrieb am Montag wieder regulär erfolgen kann.
8. Januar, 16.17 Uhr: Schulausfall in ganz Niedersachsen wegen des Winterwetters
Wegen des Winterwetters bleiben die Schulen in ganz Niedersachsen am Freitag für den regulären Schulbetrieb geschlossen.
Während es an einigen Schulen Distanzunterricht geben soll, fällt der Unterricht an anderen aus, wie aus einer Übersicht der Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen und Mitteilungen der Landkreise und Städte hervorgeht.
8. Januar, 15.53 Uhr: Riskanter Wetter-Mix in Hessen
Hessen steht ein heikler Wetterabend bevor – und eine Nacht, die es in sich hat.
Was tagsüber noch vergleichsweise harmlos mit leichten Schneefällen begonnen hat, kann sich laut Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in den nächsten Stunden zu einer gefährlichen Mischung aus Schnee, Regen, Eis und Glätte entwickeln.
8. Januar, 15.51 Uhr: ÖPNV in Leipzig und Dresden auf Wintersturm vorbereitet
Die Verkehrsbetriebe in Leipzig und Dresden sehen sich für den vorhergesagten Wintersturm gerüstet.
Es werde alles darangesetzt, das Angebot wie geplant einzuhalten, teilten die beiden Verkehrsbetriebe auf Anfrage mit. Man habe ausreichend Streusalz, Mitarbeiter und Räumfahrzeuge im Einsatz.
8. Januar, 15.42 Uhr: Wetter in MV laut Experte "markant, aber nicht dramatisch"
Mecklenburg-Vorpommern dürfte nach aktuellen Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Freitag weitgehend von Unwetter verschont bleiben.
"Markant, aber nicht dramatisch" werde das Wetter voraussichtlich auch im am stärksten von Schneefall betroffenen Südwesten des Bundeslandes, sagte ein Sprecher des DWD.
8. Januar, 15.33 Uhr: Jägerschaft ruft Notzeit für Wildtiere aus
Wegen des anhaltenden Winterwetters in Ostfriesland hat der Kreisjägermeister im Landkreis Aurich eine sogenannte Notzeit für Wildtiere ausgerufen.
Die Maßnahme nach dem niedersächsischen Jagdgesetz diene dem Schutz des Wildes in einer witterungsbedingt angespannten Versorgungslage, teilte die Landkreisverwaltung mit. Die bevorstehende Witterung mit erwartetem Neuschnee, anhaltendem Frost und einer einfrierenden Schneedecke erschwere den Zugang der Tiere zu Pflanzen und Trieben weiter. "Dadurch entsteht eine akute Versorgungsknappheit, die das Überleben vieler Wildtiere gefährdet."
Eine ausgerufene Notzeit erlaubt nach dem Jagdgesetz, Wildtiere in Not mit artgerechtem Futter zu versorgen. Außerhalb dieser Notzeit ist das Füttern von Wild in der Regel verboten. Außerdem ist die Jagd, insbesondere Gesellschaftsjagden, dann untersagt.
8. Januar, 15.29 Uhr: Sturmtief gefährdet Bundesliga-Spiele
Vom Sturmtief Elli ist auch der kommende Bundesliga-Spieltag betroffen.
So ist wegen des Wintereinbruchs und weiteren vorhergesagten starken Schneefällen in Hamburg und im gesamten Norden etwa das Bundesliga-Spiel des FC St. Pauli gegen RB Leipzig gefährdet.
Fans von Union Berlin helfen dem Club derweil beim Beseitigen der befürchteten Schnee- und Eismassen vor dem Bundesligaspiel gegen den FSV Mainz 05. Man tue alles dafür, um das Spiel stattfinden zu lassen, wie Unions Geschäftsführer Kommunikation, Christian Arbeit, erklärte.
Bei Werder Bremen sind vor dem Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim zusätzliche 50 Mitarbeiter im Einsatz, um die Bereiche rund um das Weserstadion vom Schnee zu befreien und notfalls sogar während der Partie zu räumen. Bremens Mediendirektor Christoph Pieper erklärte: "Was passiert, wenn zwei Meter Schnee fallen, wage ich nicht zu beurteilen." Derzeit gehe man aber davon aus, dass das Spiel stattfinden könne.
8. Januar, 15.19 Uhr: Schulen in Rheinland-Pfalz können selbst über Ausfall von Präsenzunterricht entscheiden
Die rheinland-pfälzischen Schulen können bei extremem Winterwetter in Abstimmung mit den zuständigen Trägern vor Ort eigenständig entscheiden, ob der Präsenzunterricht nicht stattfindet.
Eine solche Entscheidung soll nach Angaben des Bildungsministeriums den Eltern dann über die verabredeten Kommunikationswege weitergegeben werden. Grundsätzlich sollte in diesen Fällen, wenn es möglich und zumutbar ist, eine Notbetreuung gewährleistet werden, hieß es. Die Schulen können laut Ministerium zudem selbstständig entscheiden, in welcher Form sie ein Angebot für digitalen Unterricht und Hausarbeit bereitstellen.
Falls die Schulen geöffnet sind, die Eltern aber wegen der Wetterlage die Kinder nicht in die Schule schicken, oder die Schülerinnen und Schüler wegen der Beeinträchtigungen die Schule nicht erreichen können, werde eine großzügige Entschuldigungspraxis angewendet, teilte das Bildungsministerium mit. Es werde dann davon abgesehen, den Tag als Fehltag zu werten.
8. Januar, 15.16 Uhr: Minus 27,8 Grad in Sachsen gemessen
Nach Angaben des MDR-Wetterstudios wurde im sächsischen Kühnhaide, einem Ortsteil von Marienberg (Erzgebirgskreis), am frühen Donnerstagmorgen eine Temperatur von minus 27,8 Grad gemessen.
Es sei sachsenweit die bisher kälteste Nacht dieses Winters gewesen.
8. Januar, 15.01 Uhr: VW stoppt Produktion wegen Sturmtief
Wegen des erwarteten Sturmtiefs Elli lässt VW am Freitag in Emden die Produktion ruhen.
Beide Schichten würden entfallen, die Bänder für einen Tag stillstehen, bestätigte ein Sprecher auf Anfrage. Zuvor hatte die "Nordwest-Zeitung" berichtet. Ein eigentlich für Ende Januar in Emden geplanter Ruhetag sei auf diesen Freitag vorgezogen worden.
8. Januar, 14.48 Uhr: Warnung vor Sturmflut an der Ostsee
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat wegen des erwarteten Oststurms eine Sturmflutwarnung für die Lübecker und die Kieler Bucht herausgegeben.
Sie gilt ab Freitagabend. In der Kieler Bucht und in Flensburg werden bis etwa 1,20 Meter über dem Normalwert erwartet, in der Lübecker Bucht sind es bis zu 1,0 Meter.
8. Januar, 14.22 Uhr: Notaufnahmen mit mehr Patienten wegen Eis und Schnee
Wegen des vielen Schnees und Eises auf den Straßen und Gehwegen in Hamburg sind in dieser Woche viele Menschen gestürzt und haben sich verletzt.
"In den vergangenen Tagen gab es deutlich mehr Patientinnen und Patienten, die nach Stürzen in eine unserer sieben Notaufnahmen in Hamburg gekommen sind", sagte ein Sprecher der Asklepios-Kliniken der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg.
Die Pflegekräfte in den Notaufnahmen, das OP-Personal, die Röntgenspezialisten und die Unfallchirurgen seien rund um die Uhr im Dauereinsatz und derzeit stark gefordert. "In der Klinik in St. Georg zum Beispiel gab es etwa die doppelte Anzahl an Unfallverletzungen wie sonst üblich." Allein am Wochenende seien dort mehr als 20 Frakturen behandelt und operiert worden. Das seien vor allem die üblichen Abstützverletzungen an Handgelenken oder Ellenbogen gewesen, aber auch Oberschenkelhalsfrakturen. Das höhere Aufkommen sei bislang gut kompensiert worden.
8. Januar, 14.20 Uhr: Kein Schulbusverkehr am Freitag in zwei Landkreisen
Wegen des angekündigten Schnee- und Sturmwetters haben die Landkreise Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim den Schulbusverkehr für Freitag abgesagt.
Der Landkreis Ludwigslust-Parchim riet den Menschen überdies, nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben und unnötige Autofahrten zu vermeiden. Der Wochenendeinkauf sollte demnach schon am Donnerstag erledigt werden. Weiter heißt es auf der Facebook-Seite des Landkreises: "Achtet auf Äste & Dachlawinen."
8. Januar, 14.17 Uhr: Witterungsbedingte Einschränkungen am Flughafen Hamburg
Eis und Schnee führen am Flughafen Hamburg zu Einschränkungen im Luftverkehr.
Da auch andere Airports und Drehkreuze von Extremwetter betroffen seien, sei einiges durcheinandergewirbelt worden, sagte eine Sprecherin. Es komme zu teils deutlichen Verspätungen. Die Abflug- und Ankunftstafel des Flughafens zeigte für den Nachmittag aber nur gut eine Handvoll gestrichener Flüge an.
Der Winterdienst am Flughafen sei seit Jahresbeginn bereits im Dauereinsatz, sagte die Sprecherin. Ab einer Schneehöhe von zwei Millimetern müssten die Start- und Landebahnen geräumt werden. Je nach Lage könne dies rund eine halbe Stunde in Anspruch nehmen - bis zu zehnmal am Tag. Des Weiteren führe auch die Enteisung der Maschinen zu Verzögerungen. Sie dauere rund 45 Minuten pro Flugzeug.
8. Januar, 13.17 Uhr: 86-Jähriger nach Schneepflug-Unfall gestorben
Der von einem Schneepflug erfasste Fußgänger in Villingendorf (Kreis Rottweil) ist noch am Abend des Unfalltags im Krankenhaus gestorben.
Der 60-jährige Fahrer hatte mit seinem Schneepflug einen Gemeindeparkplatz geräumt und wollte anschließend auf die Straße einbiegen, wie die Polizei mitteilte. Dabei erwischte er den 86-jährigen Fußgänger, der auf dem Gehweg unterwegs war.
Zunächst galt der Fußgänger als schwer verletzt, verstarb dann am Abend im Krankenhaus. Die Staatsanwaltschaft hat einen Sachverständigen zur Klärung des Unfalls beauftragt.
8. Januar, 13.07 Uhr: Hier gilt Unwetterwarnung wegen Schneeverwehungen
Ein Schneesturm wird laut DWD nicht erwartet.
Von einem Blizzard könne erst gesprochen werden, wenn im sogenannten Mittelwind Windstärken von bis zu 55 Kilometern pro Stunde gemessen werden, sagte Wetter-Experte David Menzel. Das entspreche auf der Beaufortskala (Bft) der Windstärke 7. "Wir werden morgen eher die 5 bis 6 erreichen. Insofern ist es auch kein Schneesturm per Definition."
Für heute ist zunächst das Schwierigste geschafft, so der Meteorologe weiter. "Im weiteren Verlauf wird noch ein bisschen Schnee fallen und es kann sein, dass es am Nachmittag leicht weiter schneit. Am Abend wird es weniger." Am Vormittag hatte es in und um Hamburg etwa sechs Zentimeter Neuschnee gegeben.
8. Januar, 12.44 Uhr: Nordwest-Flughäfen und BER treffen Vorbereitungen, auch ostdeutsche Airports rüsten sich
Wegen des erwarteten Sturmtiefs "Elli" mit viel Schnee bereiten sich die Flughäfen in Hannover und Bremen auf Wetterprobleme vor.
An beiden Airports steht der Winterdienst in Bereitschaft, um Start- und Landebahnen zu räumen. "Ob es zum Wochenende Auswirkungen auf den Flugbetrieb gibt, können wir aktuell noch nicht sagen", sagte eine Sprecherin des Flughafens Hannover. Das hänge nicht nur von der Wetterlage vor Ort ab, sondern auch von der Situation an den anderen Flughäfen.
In Bremen stehen nach Angaben des Flughafens 19 Räumfahrzeuge bereit. "Die Fahrzeuge und Geräte befinden sich in Bereitschaft. Entsprechende feste und flüssige Flächenenteisungsmittel sind bevorratet", sagte ein Sprecher. Priorität habe dabei das Räumen der Haupt-Start- und Landebahn.
Der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) hat nach Angaben der Betreibergesellschaft Vorkehrungen für den starken Schneefall ab Freitag getroffen, rechnet aber dennoch mit Behinderungen im Flugverkehr. "Von dem massiven Wintereinbruch sind mehrere Flughäfen betroffen, Abflüge verzögern sich, Flugpläne geraten durcheinander, es kann zu starken Verspätungen und auch zu Flugstreichungen durch die Airlines kommen", teilte eine Sprecherin mit.
Die ostdeutschen Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden sind nach eigenen Angaben auf die angekündigte winterliche Wetterlage mit Frost, Schnee und möglichen Sturmböen vorbereitet. Das sagte der Sprecher der Mitteldeutschen Flughafen AG, Uwe Schuhart, auf Anfrage. "Grundsätzlich ist es so, dass die Winterdienste an den Flughäfen permanent in Kontakt mit Wetterinformationsdiensten stehen." Man warte nicht ab, "sondern weiß, was da kommen könnte und ist dementsprechend vorbereitet".
8. Januar, 11.55 Uhr: CDU sagt Klausurtagung wegen Wetterwarnungen ab
Der CDU-Vorstand hat seine Klausurtagung in Mainz angesichts der erwarteten heftigen Schneefälle und Glatteisgefahr in weiten Teilen Deutschlands kurzfristig abgesagt.
"Aufgrund der eindringlichen Wetterwarnungen und der damit verbundenen Gefahrenlage sowie den angekündigten Zug- und Flugausfällen sehen wir uns leider gezwungen, unsere Jahresauftaktklausur am kommenden Freitag und Samstag abzusagen", teilte eine Parteisprecherin mit.
Zu der Klausurtagung am Freitag und Samstag in einem Mainzer Hotel waren 350 Teilnehmer sowie rund 100 Medienvertreter erwartet worden.
8. Januar, 11.48 Uhr: Hochwasser erwartet
Wegen vorhergesagter Niederschläge wird ein Anstieg der Wasserstände an Flüssen im Saarland erwartet.
Das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz rechnet mit einem stärkeren Anstieg an den Pegeln im Einzugsgebiet der Saar ab der Nacht zum Freitag. Die Scheitel würden in der Nacht zum Samstag erwartet, teilte das Amt in Saarbrücken mit.
"Es bildet sich ein kleines Hochwasser aus."
8. Januar, 11.46 Uhr: Schulen in großen Teilen Niedersachsens dicht
Wegen des Winterwetters bleiben die Schulen in weiten Teilen Niedersachsens am Donnerstag und Freitag geschlossen.
Mehr als die Hälfte der Landkreise und Städte teilte mit, dass der Unterricht ausfällt oder als Distanzunterricht stattfindet.
Schulausfälle am Donnerstag, 8. Januar
- Landkreis Aurich
- Landkreis Cloppenburg
- Landkreis Wittmund
- Landkreis Leer
- Stadt Emden
- Stadt Wilhelmshaven
- Landkreis Grafschaft Bentheim
- Landkreis Emsland
- Landkreis Friesland
- Landkreis Vechta
- Landkreis Schaumburg
- Landkreis Ammerland
- Freie Waldorfschule Oldenburg
- Stadt Dannenberg (Elbe)
Schulausfälle am Freitag, 9. Januar
- Bundesland Bremen
- Landkreis Aurich
- Landkreis Cloppenburg
- Landkreis Wittmund
- Landkreis Leer
- Landkreis Lüchow-Dannenberg
- Stadt Emden
- Stadt Wilhelmshaven
- Landkreis Grafschaft Bentheim
- Landkreis Emsland
- Landkreis Friesland
- Landkreis Vechta
- Landkreis Ammerland
- Stadt Oldenburg
- Landkreis Oldenburg
- Landkreis Wesermarsch
- Landkreis Celle
- Landkreis Helmstedt
- Landkreis Cuxhaven
- Landkreis Rotenburg (Wümme)
- Landkreis Harburg
- Landkreis Stade
- Landkreis Uelzen
- Landkreis Peine
- Landkreis Goslar
8. Januar, 11.39 Uhr: Wetter-Experte klärt, ob ein Schneesturm droht
Der Deutsche Wetterdienst hat eine amtliche Unwetterwarnung der Stufe 3 für die Region in und um Hamburg, den Norden Niedersachsens sowie den Süden und Westen Schleswig-Holsteins herausgegeben.
Von Freitagfrüh bis Samstagfrüh würden bei den vorherrschenden Windverhältnissen aufgrund der Neuschneemenge starke Schneeverwehungen auftreten, heißt es.
Folgende Landkreise könnten betroffen sein:
In Niedersachsen
- Kreis Aurich (Küste)
- Kreis Aurich (Binnenland)
- Kreis Wittmund (Küste)
- Kreis Wittmund (Binnenland)
- Kreis Friesland (Küste)
- Kreis Friesland (Binnenland)
- Stadt Wilhelmshaven
- Kreis Wesermarsch (Küste)
- Kreis Wesermarsch (Binnenland)
- Stadt Bremerhaven
- Kreis Cuxhaven (Küste)
- Kreis Cuxhaven (Binnenland)
- Kreis Osterholz
- Kreis Stade
- Kreis Rotenburg (Wümme)
- Kreis Harburg
- Kreis Lüneburg
- Kreis Uelzen
In Schleswig-Holstein
- Kreis Herzogtum Lauenburg
- Kreis Stormarn
- Hansestadt Lübeck
- Kreis Segeberg
- Kreis Pinneberg (ohne Helgoland)
- Kreis Steinburg
- Kreis Rendsburg-Eckernförde (Küste)
- Kreis Rendsburg-Eckernförde (Binnenland)
- Kreis Dithmarschen (Küste)
- Kreis Dithmarschen (Binnenland)
- Kreis Nordfriesland (Küste)
- Kreis Nordfriesland (Binnenland)
- Kreis Schleswig-Holstein (Küste)
- Kreis Schleswig-Holstein (Binnenland)
- Stadt Flensburg
8. Januar, 11.10 Uhr: Sturmtief wirbelt Fährfahrplan durcheinander
Sturmtief "Elli" mit vorhergesagtem starken Ostwind und Niedrigwasserstand wirbelt am Freitag den Fährfahrplan zu den nordfriesischen Inseln Amrum und Föhr sowie auf die Halligen durcheinander.
So fallen alle Verbindungen von und zu den Halligen aus, wie die Wyker Dampfschiffs-Reederei auf ihren Internetseiten mitteilte.
Des Weiteren wurden den Angaben zufolge für Freitagvormittag bis kurz nach 12 Uhr alle Verbindungen zwischen den Inseln und Dagebüll gestrichen. Am Freitagmittag wird es dafür zusätzliche Verbindungen geben. Es wird darum gebeten, von den ausgefallenen Verbindungen selbstständig auf freie Kapazitäten umzubuchen. Weitere Änderungen aufgrund der tatsächlichen Wetterverhältnisse bleiben demnach vorbehalten.
8. Januar, 10.20 Uhr: Schulen in Hamburg und Bremen am Freitag geschlossen
Hamburgs und Bremens Schulen bleiben wegen der erwarteten schweren Schneefälle am Freitag geschlossen. Das teilten die zuständigen Behörden mit.
Die Kinder sollen zu Hause unterrichtet werden.
8. Januar, 9.46 Uhr: Müll wird nicht überall abgeholt
In Niedersachsen wird in vielen Regionen aufgrund des Wetters der Müll nicht abgeholt, weil Fahrzeuge der Entsorgungsbetriebe wegen glatter Straßen nicht überall durchkommen.
Auch in Hamburg behindern Schnee und Glätte die Müllabfuhr. "Es kommt teilweise zu Einschränkungen in den Nebenstraßen, da diese nicht gefahrlos befahrbar sind und Sicherheit für uns an erster Stelle steht", teilte eine Sprecherin der Stadtreinigung (SRH) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.
8. Januar, 9.22 Uhr: 40-Tonner mit Paketen kippt auf glatter Straße um
Auf glatter Straße ist in Neustadt an der Aisch ein 40-Tonner umgekippt.
Der mit Paketen beladene Lastwagen mit Anhänger geriet mitten in der Nacht auf der Bundesstraße 8 ins Rutschen, überfuhr die Verkehrsinsel eines Kreisverkehrs und kippte nach links um, wie die Polizei mitteilte. Der Fahrer wurde leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht.
Die Straße war für mehrere Stunden gesperrt, angesichts der Uhrzeit hielten sich die Verkehrsbehinderungen allerdings in Grenzen.
8. Januar, 7.47 Uhr: Windstärken im Überblick
Für die Nacht zum Freitag wird im Norden sowie im Westen und Südwesten deutlich auffrischender Wind vorhergesagt.
Dabei sind bis in die norddeutsche Tiefebene sowie in tieferen Lagen des Westens und Südwestens Böen um 55 km/h (Beaufort-Skala/Bft 7), an den Küsten, im unmittelbar angrenzenden Binnenland, in höheren Lagen der Mittelgebirge und der Alpen sowie im äußersten Westen und Südwesten Sturmböen zwischen 70 und 85 km/h (Bft 8, 9), in exponierten Lagen schwere Sturmböen um 90 km/h (Bft 10) möglich.
Auf Helgoland sowie im Hochschwarzwald können sogar Orkanböen zwischen 105 und 130 km/h (Bft 11 bis 12) auftreten. Auch für Freitag wird anhaltender und teils noch verstärkender Wind prognostiziert.
8. Januar, 7.27 Uhr: Diese Schneemengen werden erwartet
Am Donnerstagabend und in der Nacht zum Freitag kommen von Südwesten her Schneefälle auf, die rasch nordostwärts ziehen und später im Westen und Süden in Regen übergehen.
Dabei gibt es vom Nordwesten über die mittleren Landesteile bis nach Bayern verbreitet Neuschneemengen zwischen drei und zehn Zentimetern, in Staulagen bis 15 Zentimeter innerhalb von neun bis zwölf Stunden.
Am Freitag werden tagsüber im Norden und Osten weitere Schneefälle erwartet, später auch in den westlichen Mittelgebirgen. Dabei können nochmals drei bis zehn Zentimeter, lokal bis 15 Zentimeter Neuschnee vom Himmel fallen. Vereinzelt sind auch unwetterartige Mengen bis 20 Zentimeter in zwölf Stunden nicht ausgeschlossen.
8. Januar, 6.55 Uhr: Schulausfall in Niedersachsen
Bereits am Donnerstag soll wegen des Wetters in einigen Regionen Niedersachsens der reguläre Unterricht an Schulen ausfallen.
Stattdessen wird meist auf Distanzunterricht umgestellt. Betroffen sind Einrichtungen unter anderem in Wilhelmshaven, Emden und im Landkreis Aurich. Es wird nicht ausgeschlossen, dass am Freitag weitere Schulen auch in anderen Bundesländern dazukommen.
8. Januar, 6.34 Uhr: Deutsche Bahn meldet Behinderungen und Zugausfälle
Die Witterung macht der Deutschen Bahn zu schaffen. Es kommt bereits zu Behinderungen.
Vorsorglich ist die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf einzelnen Schnellfahrstrecken reduziert worden. Derzeit sind vor allem folgende Strecken des Fernverkehrs durch Zugausfälle betroffen: Hamburg/Westerland/Kiel - Kopenhagen, Hamburg - Binz/Stralsund/Rostock, Berlin - Norddeich/Emden, Hannover - Ruhrgebiet.
Regional melden auch die Nahverkehrsunternehmen Probleme - so etwa im Raum Emden (Niedersachsen) wegen Schneefalls und in Hamburg beziehungsweise Schleswig-Holstein wegen vereister Fahrzeuge, wodurch teils nur ein eingeschränktes Platzangebot zur Verfügung steht.
Laut Deutscher Bahn besteht für Fernverkehrs-Fahrkarten eine Kulanzregelung. Alle Fahrgäste, die bis einschließlich 7. Januar ein Ticket für eine Reise im Zeitraum vom 8. bis 10. Januar haben und diese aufgrund der Winterwitterung verschieben möchten, können ihr Ticket zu einem späteren Zeitpunkt nutzen. Die Zugbindung ist aufgehoben.
8. Januar, 6.20 Uhr: Kliniken stellen sich auf erhöhte Unfallgefahr ein
Mit der eintretenden Glätte steigt auch die Unfallgefahr.
In Potsdam sagte der Leitende Oberarzt der dortigen Zentralen Notaufnahme im Klinikum Ernst von Bergmann, Bernhard Fleischer: "Die derzeitigen Witterungsbedingungen stellen eine besondere Herausforderung dar und bergen ein erhöhtes Risiko für Stürze und Unfälle." Die Notaufnahme sei vorbereitet.
Bereits in den vergangenen Tagen führte Glatteis zu einer erhöhten Zahl von Verletzten.
Titelfoto: Moritz Frankenberg/dpa
