Holunderbeerensirup: Dieses einfache Rezept benötigt nur vier Zutaten

Schwarze Holunderbeeren haben im August und September ihre Erntezeit und können vielfältig verarbeitet werden, um sie auch außerhalb der Saison genießen zu können. Wie wäre es zum Beispiel mit einem leckeren Holundersirup? Für unser einfaches, klassisches Rezept werden nur vier Zutaten benötigt.

Holunderbeeren sind äußerst gesund und vielseitig verwendbar.
Holunderbeeren sind äußerst gesund und vielseitig verwendbar.  © 123rf/madeleinesteinbach

Die Beeren des schwarzen Holunderstrauchs sind sehr gesund, da sie viele wertvolle Vitamine und andere wichtige Inhaltsstoffe enthalten. Holunder findet daher in den verschiedensten Verarbeitungen und Extrakten in der Medizin, Pharmazie und Kosmetik Anwendung.

Bereits im Mittelalter galt der Holunderstrauch als heilig. Die guten Geister, die im Holunder wohnen sollten, würden Schutz vor Bösem und Unglück bieten, deshalb wurden die Sträucher oft in der Nähe von Wohnhäusern angepflanzt.

Aber auch in der Küche darf schwarzer Holunder nicht fehlen. Die Beeren können unter anderem zu Marmelade, Fruchtsaft und Gelee sowie zu Obstwein und Sirup verarbeitet werden.

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In nur wenigen Schritten kannst Du Dir einen aromatischen Holundersirup ganz einfach selbst herstellen.

Weitere Rezeptideen zum Kochen, Backen und Verfeinern findest Du auf der TAG24 Themenseite Rezepte.

Schwarzer Holundersirup: Rezept

Für das Holundersirup-Rezept sollten neben den Zutaten folgende Küchenutensilien bereitgestellt werden:

  • Kochtopf
  • Küchensieb
  • Schüssel
  • Küchentuch
  • Gabel, Löffel
  • Küchenwaage oder Messbecher
  • Trichter
  • Einweckflaschen oder -gläser

Als vorbereitende Maßnahme wird dringend empfohlen, die Einmachgefäße gründlich mit beispielsweise Essig auszuspülen. Das verhindert nicht nur einen Keimbefall, sondern trägt auch zu einer längeren Haltbarkeit bei.

Mit nur vier Zutaten lässt sich schnell und einfach ein Grundrezept für Holundersirup herstellen.
Mit nur vier Zutaten lässt sich schnell und einfach ein Grundrezept für Holundersirup herstellen.  © 123rf/madeleinesteinbach

Schwarzer Holundersirup | Zutaten

Die angegebenen Mengen an Zutaten ergeben etwa 750 Milliliter Sirup.

  • 1 kg schwarze Holunderbeeren
  • 750 ml Wasser
  • 750 g Zucker
  • 1 Bio-Zitrone

Vorsicht! So verlockend die Früchte am Strauch auch aussehen mögen und man sie vielleicht gern einfach so naschen möchte, Holunderbeeren sollten auf keinen Fall roh gegessen werden. Die Beeren enthalten den Giftstoff Sambunigrin, welcher unter anderem Erbrechen, Schwindel und Durchfall auslösen kann. Daher müssen Holunderbeeren vor dem Verzehr immer erhitzt werden.

Schwarzer Holundersirup | Zubereitung

1. Schritt: Zuerst werden die Beeren von ihren Stielen befreit. Das kann man mühselig per Hand machen und jede Frucht einzeln abpflücken oder indem man sich eine Gabel zu Hilfe nimmt und sie vorsichtig abstreift. Unreife Beeren sollten aussortiert werden. Anschließend alles waschen.

2. Schritt: Die Holunderbeeren werden in einen Topf gegeben und mit ausreichend Wasser bedeckt zum Kochen gebracht. Zugedeckt etwa fünf bis zehn Minuten kochen lassen, bis die Beeren weich sind.

3. Schritt: In eine Schüssel wird ein Sieb gelegt und dieses mit einem Küchentuch abgedeckt.

4. Schritt: Die gekochten Beeren werden nun in das Sieb gegossen und die Flüssigkeit in der Schüssel aufgefangen. Die Holunderbeeren können nun mit einem Löffel kräftig ausgepresst werden oder indem der Beerenbrei in dem Küchentuch ordentlich zusammengedrückt wird.

5. Schritt: Um zu wissen, welche Zuckermenge hinzugegeben werden muss, sollte der entstandene Saft abgemessen werden, denn Zucker und Saft sollte gleichen Teilen entsprechen. Bei 750 ml Beerenflüssigkeit werden dementsprechend 750 g Zucker benötigt.

6. Schritt: Der Beerensaft und der Zucker werden zurück in den Topf gegeben, unter ständigem Rühren zum Kochen gebracht und für etwa zehn Minuten köcheln gelassen.

7. Schritt: Nun wird noch die Zitrone ausgepresst und der Saft mit in den Topf gegeben.

8. Schritt: Den noch heißen Holundersirup durch einen Trichter in die bereitgestellten Flaschen oder Gläser füllen und luftdicht verschließen. Bei Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Schwarzer Holundersirup: Tipps und Anwendungsmöglichkeiten

Schwarzer Holundersirup als Saft zubereitet ist heiß und kalt ein Genuss.
Schwarzer Holundersirup als Saft zubereitet ist heiß und kalt ein Genuss.  © 123rf/rostislavsedlacek

1. Tipp: Für eine besondere Geschmacksnote können dem Holundersirup im sechsten Schritt noch etwas Zimt und ein paar Nelken hinzugegeben werden. Diese mit kochen lassen und vor dem Abfüllen wieder entfernen.

2. Tipp: Der Holundersirup kann auch ideal mit anderen Obstsorten wie Apfel, Birne oder Brombeeren kombiniert werden. Einfach die entsprechende Menge Holunderbeeren mit den gewünschten, gesäuberten Früchten ersetzen und im zweiten Schritt mitkochen. Danach wie gehabt im Rezept fortfahren.

3. Tipp: Schick verpackt oder in einer dekorativen Flasche eignet sich schwarzer Holundersirup auch ideal als kleines Mitbringsel.

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4. Tipp: Um die Haltbarkeit optimal zu steigern, sollte der fertige Holundersirup kühl und dunkel gelagert werden. So hält er sich für einige Monate.

Holundersirup ist zudem vielseitig einsetzbar und kann zu weiteren köstlichen Sachen verarbeitet werden.

  • Holunderbeerensaft: Einfach einen Schuss Sirup in ein Glas geben und mit Leitungs- oder Mineralwasser auffüllen, umrühren, fertig.
  • Holunderbeerenlikör: Hierfür werden 3/4 Liter Holunderbeerensaft, eine aufgeschnittene Vanillestange und 250 Gramm Rohrzucker in einem Topf zum Kochen gebracht, anschließend abkühlen lassen. Nun wird 1 Liter Rum hinzugegeben und das Gemisch für etwa vier Wochen in einem sauberen Gefäß ziehen gelassen. Nach Ablauf der Zeit wird die Vanillestange wieder entfernt und der Holunderlikör in saubere Flaschen abgefüllt.
  • Dessertsoße: Holundersirup verfeinert beispielsweise Eisbecher, Pfannkuchen, Naturjoghurts, Muffins und Gebäck.
  • Holundersoße: Auch beim Kochen von deftigen Speisen kann schwarzer Holundersirup verwendet werden. Beispielsweise können die Soßen von Wildgerichten damit geschmacklich verfeinert werden.

TAG24 wünscht gutes Gelingen beim Nachkochen und einen guten Appetit!

Titelfoto: 123rf/madeleinesteinbach

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