Omas Szegediner Gulasch - Ein einfaches Rezept aus der guten alten Zeit
Es gibt Gerichte, die schmecken nach Zuhause. Szegediner Gulasch gehört dazu. Deftig, leicht säuerlich, wunderbar sämig - und am nächsten Tag sogar noch besser. Omas Szegediner Gulasch Rezept orientiert sich an klassischer Hausmannskost, wie sie früher gekocht wurde: ohne Fixprodukte, dafür mit Zeit, Erfahrung und einfachen Zutaten.
Viele weitere traditionelle Köstlichkeiten gibt's z. B. unter "Omas Rezepte" sowie "Rezepte mit Fleisch".
Omas Szegediner Gulasch Rezept
Omas Szegediner Gulasch schmeckt aufgewärmt am nächsten Tag sogar noch besser als frisch gekocht. Denn beim Abkühlen verbinden sich Paprika, Sauerkraut und Fleischsaft besonders intensiv. Der Gulasch lässt sich problemlos zwei bis drei Tage im Kühlschrank aufbewahren und auch einfrieren.
Vorbereitungszeit
20 Min.
Kochzeit/Backzeit
2 Std.
Gesamtzeit
140 Min.
Menge
4 Portion(en)
Zutaten
- 800 g Schweinefleisch (z. B. Schulter, Nacken)
- 800 ml Gemüsebrühe
- 350 g Sauerkraut
- 2 EL Schmand oder Crème fraîche (wahlweise saure Sahne)
- 2 große Zwiebeln
- 2 EL Schmalz oder Pflanzenöl (z. B. Sonnenblumenöl, Rapsöl)
- 2 EL Tomatenmark
- 2 EL Paprikapulver, edelsüß
- 2 Lorbeerblätter
- 1 TL Kümmel
- Salz
- Pfeffer
Zubereitung
Zuerst die Zwiebeln schälen und in kleine Stücke hacken. Das Schweinefleisch in mundgerechte Würfel schneiden und leicht salzen. Bei Bedarf: Das Sauerkraut abspülen, leicht ausdrücken und grob zerkleinern.
Das Schmalz bzw. Pflanzenöl in einem Schmortopf erhitzen und darin die Zwiebeln glasig dünsten. Anschließend das Fleisch dazugeben und für etwa drei bis fünf Minuten von allen Seiten scharf anbraten. Tipp: Ist der Topf zu klein, sollte das Fleisch portionsweise angebraten werden.
Nun das Tomatenmark einrühren und kurz mitrösten. Das Paprikapulver, den Kümmel und die Lorbeerblätter hinzufügen, dann salzen und pfeffern. Mit der Gemüsebrühe auffüllen, alles verrühren und auf mittlerer Stufe für etwa 60 Minuten zugedeckt schmoren lassen. Gelegentlich umrühren.
Jetzt das Sauerkraut dazugeben und den Gulasch für weitere 45 bis 60 Minuten weich garen lassen.
Zum Schluss wird in Omas Szegediner Gulasch der Schmand (oder die Crème fraîche bzw. saure Sahne) eingerührt. Alles nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Tipp: Wer es noch aromatischer möchte, kann dem Szegediner Gulasch etwas Bauchspeck hinzufügen. Dazu werden im zweiten Schritt etwa 40 Gramm davon zuerst im Schmortopf zerlassen und anschließend darin die Zwiebel angeschwitzt.
Omas Tipps für leckeren Szegediner Gulasch
#1 Paprika verbrennt: Paprikapulver ist sehr empfindlich gegenüber Hitze. Bleibt der Topf zu heiß, wird der Paprika schnell bitter und ruiniert den Geschmack des ganzen Gerichts. ➤ Oma zieht den Topf deshalb immer kurz vom Herd, bevor sie das Paprikapulver einrührt, und gibt erst danach etwas Flüssigkeit dazu. So bleibt das Aroma mild, rund und angenehm würzig.
#2 Zu mageres Fleisch: Für guten Szegediner Gulasch ist das richtige Fleisch entscheidend. Zu mageres Fleisch, etwa reines Muskelfleisch, wird beim langen Schmoren schnell trocken und zäh. ➤ Oma greift lieber zu gut durchwachsenem Schweinefleisch (z. B. Schulter oder Nacken). Das enthaltene Fett sorgt dafür, dass der Gulasch saftig bleibt und eine schöne, sämige Sauce entsteht.
#3 Sauerkraut nicht probiert: Sauerkraut kann je nach Hersteller oder eigener Herstellung sehr unterschiedlich sauer sein. Wird es ungeprüft direkt in den Topf gegeben, kann der Gulasch schnell zu sauer werden. ➤ Oma probiert das Sauerkraut immer vorher und spült es bei Bedarf kurz mit Wasser ab. So bleibt die feine Balance zwischen Säure und Würze erhalten.
#4 Zu wenig Zeit: Echter Szegediner Gulasch lässt sich nicht hetzen. Kurze Garzeiten führen dazu, dass das Fleisch zäh bleibt und sich die Aromen nicht richtig verbinden. ➤ Oma weiß: Gulasch braucht Geduld. Langsames Schmoren bei niedriger Hitze macht das Fleisch butterzart und sorgt dafür, dass sich Fleisch, Gewürze und Sauerkraut zu einem harmonischen Ganzen vereinen.
FAQ: Häufige Fragen zu Szegediner Gulasch
Was ist der Unterschied zwischen Szegediner Gulasch und normalem Gulasch?
Szegediner Gulasch enthält Sauerkraut und hat dadurch eine leicht säuerliche Note, während klassisches Gulasch ohne Sauerkraut zubereitet wird.
Kann man Szegediner Gulasch mit Rindfleisch kochen?
Ja, klassisch wird allerdings Schwein verwendet. Rindfleisch ist zwar ebenfalls möglich, benötigt aber eine längere Garzeit.
Welche Beilagen passen zu Omas Szegediner Gulasch Rezept?
Zum Gulasch werden üblicherweise Salzkartoffeln, Semmelknödel, Böhmische Knödel oder frisches Bauernbrot serviert. Die Beilage sollte die Soße aufnehmen, nicht überdecken.
Omas Szegediner Gulasch Rezept ist kein Trendgericht, sondern ein Klassiker, der zeigt, wie gut einfache Zutaten schmecken können, wenn man ihnen Zeit gibt. Wer dieses Rezept kocht, bekommt zwar kein schnelles Essen - aber ein Stück Tradition.
TAG24 wünscht guten Appetit!
Titelfoto: 123RF/phbcz