Gut zu wissen: Diese Gerüche mögen Katzen nicht!

Deutschland - Im Vergleich zu Menschen sind Katzen uns mit ihrer Nase meilenweit voraus. Ca. 60 Millionen Riechzellen helfen ihnen dabei, sich in ihrer Umwelt zurechtzufinden. Das bedeutet aber auch, dass Katzen umso empfindlicher sind, wenn es um ihren Spürsinn geht.

Erfahrt hier, welche Gerüche Katzen überhaupt nicht leiden können.

1. Parfums, Duftkerzen und Haushaltsreiniger

Intensive Parfums und Raumdüfte finden Katzen alles andere als anziehend.
Intensive Parfums und Raumdüfte finden Katzen alles andere als anziehend.  © Unsplash/Charisse Kenion

Besonders intensive Gerüche sind es, die den feinen Katzennasen zusetzen.

Dazu gehören allen voran Parfums, Haushaltsreiniger und konzentrierte Essenzen, die man beispielsweise für Aroma Diffuser verwendet.

Während man als Mensch die Aromen in der Luft als durchaus angenehm und wohltuend empfindet, nehmen Stubentiger diese um ein Vielfaches intensiver wahr.

Hier sollte also das Credo gelten: Weniger ist mehr.

Was Haushaltsreiniger angeht, so lohnt es sich nach einem milden Produkt zu suchen, das möglichst wenig riecht.

Alternativ empfiehlt es sich, die Katze während der Reinigungsaktion in einem anderen Raum unterzubringen, bis sich die Gerüche vom Putzen verflüchtigt haben.

2. Zitrusdüfte und Essig

Auch der Geruch von Essig und Zitrusfrüchten ist für Katzen alles andere als prickelnd.
Auch der Geruch von Essig und Zitrusfrüchten ist für Katzen alles andere als prickelnd.  © Unsplash/freestocks

Bleibt man beim Thema Reinigungsmittel, greifen viele vermehrt zu umweltfreundlichen Essig- und Zitronenreinigern.

Doch auch hierbei gilt, dass Katzen den Geruch als äußerst unangenehm empfinden.

Orangen, Zitronen und Essig, aber auch Zwiebeln werden von Katzen in der Regel sehr gemieden.

Diese Abneigung kann man sich jedoch zunutze machen, um den Stubentiger von bestimmten Oberflächen oder einzelnen Räumen fernzuhalten.

Nutzt Ihr hingegen Zitrusfrüchte und Essig als Reinigungsmittel, solltet Ihr nach der Putzaktion gut durchlüften, um die sensible Nase der Katze nicht unnötig zu reizen.

3. Erkältungsmittel mit Teebaumöl und Eukalyptus

Ätherische Öle, wie sie auch in Erkältungscremes enthalten sind, wirken auf Katzen abschreckend.
Ätherische Öle, wie sie auch in Erkältungscremes enthalten sind, wirken auf Katzen abschreckend.  © Unsplash/Christin Hume

Ist man erkältet, wird häufig zu Hustenbalsam oder einer Erkältungssalbe gegriffen.

Diese enthalten typischerweise ätherische Öle wie Teebaum-, Pfefferminz- oder Eukalyptusöl.

Reibt man sich mit diesen Mitteln ein, braucht man sich anschließend nicht zu wundern, wenn die Katze einen großen Bogen um einen macht.

Neben dem intensiven Geruch, den die Katzen nicht ausstehen können, sind diese Öle aber auch giftig.

Es empfiehlt sich also doppelt, die Fellnase von diesen Hausmittelchen fernzuhalten.

4. Zigarettenrauch

Katzen leiden sehr unter Zigarettenrauch..
Katzen leiden sehr unter Zigarettenrauch..  © Unsplash/Sara Kurfeß

Jeder sollte inzwischen wissen, dass Rauchen absolut ungesund ist. Wird jedoch innerhalb der Wohnung geraucht, leiden nicht nur Familienangehörige, sondern auch Haustiere wie Hunde und Katzen.

Der beißende Zigarettenqualm ist für die sensiblen Nasen der Tiere nicht nur pures Gift, sondern macht ihnen auch sonst sehr zu schaffen.

Was viele nicht wissen ist, dass auch bei Katzen das regelmäßige Passivrauchen zu Nasenkrebs und Lungenkrebs führen kann.

Solltet also auch Ihr Rauchen, dann zündet Eure Zigarette immer nur draußen mit verschlossener Tür an. Denn selbst bei Rauchen am geöffneten Fenster landet der Zigarettenrauch erneut in der Wohnung.

5. Typische Düfte aus der Küche

Vor allem Knoblauch- und Zwiebelgerüche verscheuchen Katzen meist schnell aus der Küche.
Vor allem Knoblauch- und Zwiebelgerüche verscheuchen Katzen meist schnell aus der Küche.  © Unsplash/James Kern

Was Gerüche aus der Küche angeht, reagiert jede Katze wohl ein bisschen anderes darauf.

Manche Stubentiger meiden die Küche freiwillig, sobald das Schnippeln und Brutzeln beginnt. Andere hingegen bleiben interessiert neben Herrchen oder Frauchen sitzen und nehmen die vielfältigen Aromen in der Nase einfach in Kauf.

Man sollte als Halter Rücksicht zeigen und der Katze die Möglichkeit geben, sich der unangenehmen Geruchssituation zu entziehen.

Vor allem Knoblauch und Zwiebeln stellen hierbei Zutaten dar, die alle Katzen mit Abneigung erfüllt. Dieser Geruch ist sogar giftig für Katzen und sollte damit auch immer gut vor den Vierbeinern verwahrt werden.

6. Bestimmte Pflanzengerüche

Lavendel oder die "Verpiss-Dich-Pflanze" sorgen dafür, dass sich Katzen von bestimmten Bereichen im Garten fernhalten.
Lavendel oder die "Verpiss-Dich-Pflanze" sorgen dafür, dass sich Katzen von bestimmten Bereichen im Garten fernhalten.  © Unsplash/Emiel Molenaar

Neben Parfums, Zitronen oder Knoblauch gibt es auch einige Pflanzen, bei denen Katzen schnell das Weite suchen.

Dazu gehören Lavendel, die Italienische Strohblume bzw. Currypflanze und der Harfenstrauch - auch "Verpiss-Dich-Pflanze" genannt. Aber auch der Zitronenstrauch, Storchschnabel oder die Weinraute sind unter Katzen unbeliebt.

Sie alle beinhalten ätherische Duftstoffe, die für Hunde und Katzen in der Regel sehr unangenehm riechen.

Einige Leute benutzen diese Pflanzen folglich absichtlich, um Katzen von bestimmten Bereichen wie Blumenbeeten oder Terrassen fernzuhalten.

Menschen wiederum haben mit den hier genannten Pflanzen kein Problem und empfinden den Geruch sogar als angenehm.

7. Fremde Gerüche

Diese Katze wirkt alles andere als glücklich.
Diese Katze wirkt alles andere als glücklich.  © Unsplash/FuYong Hua

Katzen haben ihr eigenes Revier und mögen es ganz und gar nicht, wenn es darin nach fremden Tieren oder Menschen riecht.

In der Folge versuchen Katzen den fremden Geruch zu überdecken, indem sie sich an Möbeln reiben oder im Zweifel aus Protest auch ihr Geschäft außerhalb des Katzenklos verrichten.

Wird das Revierverhalten der Katze zu dominant, sind die Halter dazu angehalten, ihren Stubentiger seine Grenzen aufzuzeigen und unerwünschte Reaktionen auf fremde Gerüche katzengerecht zu unterbinden.

Natürliche Gerüche zur Katzenabwehr

Mitunter sollen Katzen bewusst durch Gerüche von bestimmten Bereichen ferngehalten werden.
Mitunter sollen Katzen bewusst durch Gerüche von bestimmten Bereichen ferngehalten werden.  © Unsplash/Sergio Locatelli

Immer wieder sind Menschen oder sogar Katzenhalter selbst auf der Suche nach harmlosen Mitteln, um Katzen von kritischen Bereichen in der Wohnung oder dem Garten fernzuhalten.

Dazu gehören beispielsweise Blumenbeete, Sandkästen, das Kinderzimmer oder einzelne Möbelstücke.

Auf diese Weise will man verhindern, dass das Tier sein Geschäft an ungebetenen Orten verrichtet oder - z.B. im Falle einer Tierhaarallergie bei Kindern - für eine allergische Reaktion sorgt.

Im Garten lohnt es sich neben dem Einpflanzen von Knoblauch oder Lavendel beispielsweise alten Kaffeesatz auszubringen oder die Beete zu mulchen.

Durch das Verteilen von Rasenschnitt, Rindenmulch oder zerkleinertem Herbstlaub meiden Katzen erfahrungsgemäß die behandelte Fläche, da ihnen der Geruch unangenehm erscheint.

Möchte man hingegen Katzen von Räumen oder Möbeln fernhalten, empfiehlt es sich, Zitronensaft, Zwiebelwasser oder Essig zu verwenden. Am besten man füllt die Stoffe verdünnt mit Wasser in eine Sprühflasche und gibt einige Spritzer auf die Bereiche, die die Katze meiden soll.

Vorsicht jedoch beim Besprühen von empfindlichen Oberflächen! Die Säuren können sonst unschöne Flecken hinterlassen.

Die feine Nase von Katzen ist besonders sensibel gegenüber intensiven Gerüchen.
Die feine Nase von Katzen ist besonders sensibel gegenüber intensiven Gerüchen.  © Unsplash/Kevin Knezic

Möchte man seiner Katze einen Gefallen tun, sollte man sie nur möglichst wenig starken Gerüchen aussetzen. Auch dann, wenn die feinen Aromen auf uns besonders angenehm wirken.

Diese Rücksichtnahme werden die meisten Katzen sicherlich zu schätzen wissen, auch wenn sie es einem nicht immer zeigen werden.

Titelfoto: Unsplash/Kevin Knezic

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