Geld sparen beim Duschen: So sparst du Wasser und Energie

Die allmorgendliche Dusche umfasst wenige Minuten am Tag, die so normal sind, dass wir darüber gar nicht mehr nachdenken. Wenn wir das regelmäßig täten, wäre uns wahrscheinlich eher bewusst, wie viel Wasser und Energie wir in dieser kurzen Zeit eigentlich verbrauchen, aber auch wie viel Geld wir beim Duschen tatsächlich sparen können.

Wenn man auf Duschdauer, Wasserverbrauch und Wassertemperatur achtet, kann man beim Duschen Geld sparen.
Wenn man auf Duschdauer, Wasserverbrauch und Wassertemperatur achtet, kann man beim Duschen Geld sparen.  © 123RF/Gudella

In Zeiten von Inflation, Ressourcenknappheit und einem größer werdenden Bewusstsein für Nachhaltigkeit zählt für viele vor allem eines: Geld sparen!

Beim Duschen ist das sehr gut möglich. Wo sollte das auch besser klappen als dort, wo wir regelmäßig Zeit verbringen und auch einiges an Ressourcen verbrauchen?

Erfreulicherweise gibt es eine Reihe von Methoden, die uns erlauben, ganz einfach beim Duschen zu sparen.

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Von der Duschdauer bis zur Wassertemperatur gibt es einige Punkte, bei denen es noch großes Sparpotenzial gibt.

Weitere Tipps und Tricks zum Sparen im Alltag und Haushalt findest Du übrigens im Ratgeber "Sparen".

So kann man beim Duschen Geld sparen

Selbst beim Duschen, einer scheinbar simplen Tätigkeit, gibt es einiges zu beachten, wenn man dabei sparen möchte. Das fängt an bei der Länge der Duschzeit, geht weiter über den jeweiligen Wasserverbrauch bis hin zur Wassertemperatur.

Wenn diese Aspekte beachtet werden, können Wasser sowie Energie und Gas gespart werden. Wie genau Du langfristig beim Duschen Geld sparen kannst, erfährst Du in den folgenden Abschnitten.

Wasser sparen beim Duschen

Duschdauer reduzieren

Die allererste Maßnahme, die man sich prinzipiell angewöhnen sollte, scheint sehr banal, wird aber der Vollständigkeit halber und aufgrund seiner Wichtigkeit hier mit aufgeführt: Man sollte den Wasserhahn beim Einshampoonieren abschalten!

Pro Minute strömen circa 12 bis 14 Liter Wasser aus einem durchschnittlichen Duschkopf. Wenn man bedenkt, dass eine zehn-minütige Dusche bereits eine Badewanne füllt, wird die Dringlichkeit zum zwischenzeitlichen Abschalten schnell bewusst.

Eine weitere Maßnahme, die die eigenen Duschgewohnheiten betrifft, ist daher anzupassen: Wie lange dusche ich? Im Durchschnitt duschen Deutsche sechs Minuten, einige dabei so kurz wie zwei Minuten, andere bis mehr als elf Minuten.

Dabei kann man, wenn man seine Duschzeit von zehn auf fünf Minuten reduziert, seinen Verbrauch von 120 Liter auf 60 Liter senken und 0,50 Cent sparen - eine Zahl, die bedeutend wird, wenn man sie auf das Jahr hochrechnet.

Wenn man es ganz ernst nehmen möchte, kann man sich sogar einen Wecker stellen, um nicht aus Versehen zu lange zu duschen.

Geht ja schnell: Beim Haare Einshampoonieren wird gern mal das Wasser laufen gelassen. Dabei werden aber mehrere Liter Wasser verschwendet, was langfristig ins Geld gehen kann.
Geht ja schnell: Beim Haare Einshampoonieren wird gern mal das Wasser laufen gelassen. Dabei werden aber mehrere Liter Wasser verschwendet, was langfristig ins Geld gehen kann.  © 123RF/tkasperova

Tägliches Duschen vermeiden

Nicht weniger bedeutend ist, wie oft man duscht. Für viele ist eine tägliche Dusche selbstverständlich und oft unverzichtbar. Aus hygienischen Gründen ist dies in der Regel jedoch häufig nicht notwendig. Im Gegenteil - eine tägliche Dusche kann die Haut unnötig beanspruchen.

Daher ist es vielleicht eine Überlegung wert, nach etwas Umgewöhnung weniger häufig zu duschen - für seine Haut und den Geldbeutel. Dabei muss natürlich jeder selbst wissen, wie vertretbar und umsetzbar das ist.

Wasserdruck senken

Eine Methode, weniger Wasser zu verschwenden, ist es auch, den Wasserdruck zu senken. Oft reicht es schon, den Hahn nicht ganz aufzudrehen. Das ist jedoch vielleicht nicht jedermanns Sache, da der Wasserstrahl abgeschwächt ist und man eventuell das Gefühl bekommt, das Shampoo nicht ganz auswaschen zu können. Das kann dazu führen, dass man stattdessen noch länger duscht.

Gleichzeitig gibt es aber auch gewisse Einstellungen oder Vorrichtungen, mit denen man den Wasserverbrauch reduzieren kann. Eine sinnvolle Anschaffung ist möglicherweise ein Sparduschkopf. Dieser reduziert den Wasserverbrauch pro Minute, ohne jedoch den Duschkomfort bedeutend zu reduzieren.

Das ist möglich, da dem Duschwasser Luft beigemischt wird. Mit einem Sparduschkopf kann der Wasserverbrauch von beispielsweise 14 Liter Wasser auf sieben Liter pro Minute halbiert werden, was man langfristig im Geldbeutel merkt.

Der richtige Duschkopf kann helfen Geld beim Duschen zu sparen.
Der richtige Duschkopf kann helfen Geld beim Duschen zu sparen.  © 123RF/janka3147

Tipp: Um zu testen, ob dieser notwendig ist oder ob man einen solchen nicht vielleicht sogar schon besitzt, kann man messen, wie viel Wasser pro Minute aus der Dusche strömt.

Dafür nimmt man sich einfach einen größeren Eimer und misst, wie viel Wasser sich innerhalb einer halben Minute ansammelt. Füllt sich in dieser Zeit ein ganzer Fünf-Liter-Eimer, weiß man, dass die Dusche zehn Liter pro Minute verbraucht. In diesem Fall würde sich ein Sparduschkopf anbieten. Bei einem Verbrauch von sechs bis neun Liter pro Minute ist eine Neuanschaffung nicht notwendig, da man wahrscheinlich schon einen Sparduschkopf benutzt.

Übrigens: Eine Alternative sind Durchflussbegrenzer. Diese erfüllen denselben Zweck und können auch an jedem anderen Wasseranschluss angebracht werden.

Energie sparen beim Duschen

Wassertemperatur regulieren

Bei der täglichen Dusche lässt sich jedoch nicht nur Wasser, sondern auch Energie sparen. Das Wasser muss, wenn Du nicht gerade kalt duschst, natürlich auch erst einmal erwärmt beziehungsweise warmgehalten werden. Um wohlige 38 Grad zu erhalten, wird dem kalten Wasser bis zu 70 Grad heißes Wasser hinzugemischt.

Ein Ansatz, um Energie zu sparen, ist es daher, die eingestellte maximale Wassertemperatur zu senken. Während bei Warmwasserspeichern die 60 Grad aufgrund von gesundheitsschädlichen Bakterien und Legionellen nicht unterschritten werden sollten, kann die Temperatur bei der Frischwassererwärmung ohne entsprechenden Speicher, zum Beispiel über elektrische Durchlauferhitzer oder mit einer Gastherme, getrost auf 40 Grad herunter gestellt werden.

Wenn einem das zu verbindlich ist, ist es auch ein Anfang, Zeitschaltuhren zu aktivieren, die dafür sorgen, dass das Wasser ausschließlich zu Betriebszeiten aufgewärmt ist. Dann wird keine Energie verbraucht, um es rund um die Uhr heiß zu halten.

Wer in der Dusche noch keine Einhand-Armatur benutzt und Kalt- und Warmwasser stattdessen separat einstellen muss, dem wird eine solche nahegelegt. Durch das ewige Justieren bis zur Wohlfühltemperatur wird viel Wasser und Energie verschwendet. Langfristig gesehen geht das viel schneller und günstiger.

An vielen Gasthermen oder Heizungen lässt sich die Maximaltemperatur einstellen. Das verhindert, dass das Wasser rund um die Uhr unnötig erhitzt wird, und spart Energie.
An vielen Gasthermen oder Heizungen lässt sich die Maximaltemperatur einstellen. Das verhindert, dass das Wasser rund um die Uhr unnötig erhitzt wird, und spart Energie.  © 123RF/maabaff

Kalt duschen

Ein letzter Tipp, der für viele vielleicht erst einmal nicht realistisch scheint, jedoch sehr viel Energie spart: kalt duschen. Zugegeben, entspannend ist etwas anderes, aber hat man sich überwunden und etwas daran gewöhnt, tut man sich trotzdem etwas Gutes.

Kalte Duschen sparen nicht nur Energie und aufgrund der meistens kürzeren Duschzeit auch Wasser, sondern bringen zusätzlich einige gesundheitliche Vorteile mit sich.

Fazit: Geld sparen beim Duschen ist definitiv möglich

Wo viel verbraucht wird, kann auch viel gespart werden. Gerade Familien oder Mehrpersonenhaushalte können im Jahr mehrere Hundert Euro sparen. Die Menge der dargelegten Spar-Optionen zeigt, dass es selbst für eingefleischte Kaltduscher noch möglich ist, Geld beim Duschen zu sparen.

Wer sich keine Hilfsmittel zulegen oder sich nicht an radikale Veränderungen gewöhnen möchte, kann sich allerdings immer an die Faustregel halten, nur so lange und so warm zu duschen, wie tatsächlich notwendig.

Titelfoto: 123RF/Gudella

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