Anschlagsopfer von Magdeburg bekommen jetzt noch mehr Geld

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Von Christopher Kissmann

Magdeburg - Knapp eineinhalb Jahre nach dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt können Betroffene nach Spenden und staatlichen Geldern weitere Ausgleichszahlungen erhalten.

Betroffenen des Magdeburg-Anschlags stehen jetzt noch mehr Gelder zu.
Betroffenen des Magdeburg-Anschlags stehen jetzt noch mehr Gelder zu.  © Hendrik Schmidt/dpa

Insgesamt stehen nun 7,5 Millionen Euro dafür zur Verfügung, teilte eine Sprecherin der R+V-Versicherung auf Anfrage mit.

Die Versicherung hatte den Mietwagen des Täters versichert, wie zunächst die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtete.

Am 20. Dezember 2024 war der Mann von einer Straße durch eine Lücke in Betonabsperrungen auf einen Fußweg auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt eingefahren. Sechs Menschen wurden getötet, mehr als 300 teils schwerst verletzt.

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Die Haftung für die Personenschäden aller Betroffenen sei nach dem Straßenverkehrsgesetz auf insgesamt 5 Millionen Euro begrenzt, hieß es von der Versicherung. Zusätzlich habe die Verkehrsopferhilfe einen Betrag von 2,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Mit den Geldern sollen vorrangig direkte Opfer entschädigt werden, für die kein Geld von anderen Stellen kommt, etwa von Trägern der Sozialversicherung oder aus Härtefallfonds.

Hilfe für Opfer aus Hilfefonds und Spenden

Die Entschädigung stammt von der R+V-Versicherung, die den Todeswagen versicherte. (Symbolbild)
Die Entschädigung stammt von der R+V-Versicherung, die den Todeswagen versicherte. (Symbolbild)  © Andreas Arnold/dpa

Vor diesem Hintergrund seien sämtliche, nicht anderweitig gedeckte, persönliche Ansprüche der Betroffenen bewertet worden, hieß es. Dabei ist die R+V-Versicherung auf einen Betrag von rund neun Millionen Euro gekommen.

Weil so viel Geld nicht zur Verfügung steht, sollen die Betroffenen eine Zahlung von rund 80 Prozent des jeweils kalkulierten Anspruchs erhalten.

Die Bundesregierung hatte im vergangenen Jahr bis zu 25 Millionen Euro für die Unterstützung bereitgestellt. Zudem gibt es einen Opferhilfefonds des Landes Sachsen-Anhalt. Schnelle Hilfe stand für die Betroffenen auch aus Spendengeldern bereit. Auf einem Spendenkonto der Stadt waren mehr als 1,5 Millionen Euro eingegangen.

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Wenn dauerhafte gesundheitliche Schädigungen festgestellt werden, die durch das Attentat entstanden sind, kann es auch monatliche Entschädigungszahlungen geben.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa

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