Hochrechnung zur Sachsen-Anhalt-Wahl: AfD mit riesigem Vorsprung - CDU unter 20 Prozent

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Magdeburg - Sachsen-Anhalt hat gewählt! Die Wahllokale sind seit 18 Uhr geschlossen. Jetzt werden in den insgeamt 41 Wahlkreisen die Stimmen ausgezählt.

Sachsen-Anhalt hat gewählt. Die AfD unter Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) liegt haushoch vorn.
Sachsen-Anhalt hat gewählt. Die AfD unter Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) liegt haushoch vorn.  © Michael Kappeler/dpa

Die erste Hochrechnung sieht die AfD bei 44,5 Prozent (+23,7). Die CDU kommt auf 18,5 Prozent (-18,6).

Dahinter folgen die Linke mit 9,4 Prozent (-1,6), die Grünen mit 8,9 Prozent (+3,0), die SPD mit 8,2 Prozent (-0,2) und das mit BSW 5,0 Prozent (+5,0). Die FDP erzielt 2,1 Prozent (-4,3).

Damit bleibt die Frage nach der künftigen Regierungsbildung spannend. Das derzeitige Bündnis aus CDU, SPD und FDP ist der Hochrechnung zufolge nicht mehr möglich.

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Alle Entwicklungen rund um die Wahl in Sachsen-Anhalt lest Ihr im TAG24-Liveticker.

6. September, 18.50 Uhr: Sven Schulze räumt Niederlage ein

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (47, CDU) hat die Niederlage seiner Partei eingeräumt. Zugleich gratulierte er der AfD zum Wahlsieg.

"Wir leben in einer Demokratie. Ich möchte dem Wahlsieger gratulieren", so Schulze. Die AfD sei nun stärkste Kraft im Landtag. "Es ist für uns auch eine Niederlage."

Sven Schulze (47, CDU) hat sich zum Wahlausgang geäußert.
Sven Schulze (47, CDU) hat sich zum Wahlausgang geäußert.  © Kay Nietfeld/dpa

6. September, 18.36 Uhr: AfD mit riesigem Vorsprung bei Hochrechnung - CDU unter 20 Prozent

Die erste ARD-Hochrechnung zur Landtagswahl ist da.

Die Werte lauten: AfD 44,5 Prozent, CDU 18,5 Prozent, Linke 9,4 Prozent, Grüne 8,9 Prozent, SPD 8,2 Prozent, BSW 5,0 Prozent.

Die FDP schafft es der Hochrechnung zufolge mit 2,1 Prozent nicht in den Landtag.

6. September, 18.25 Uhr: SPD-General sieht "enorme Anstrengung"

Tim Klüssendorf (35), Generalsekretär der SPD, lobt das Abschneiden seiner Partei im ZDF.

Mit einer "enormen Kraftanstrengung" der ganzen Partei, aber vor allem der Genossen in Sachsen-Anhalt, sei es gelungen, ein "stabiles Ergebnis" zu erzielen, das für den Einzug in den Landtag reiche.

Jetzt stehe eine "sehr, sehr schwierige Regierungsbildung" bevor.

SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf (35) sieht eine "enorme Anstrengung".
SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf (35) sieht eine "enorme Anstrengung".  © Kay Nietfeld/dpa

6. September, 18.25 Uhr: CDU-Generalsekretärin Hoppermann betont Brandmauer zur AfD

CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann (44) will weiterhin keine Zusammenarbeit mit der AfD.

Im Ersten erklärte sie: "Wir arbeiten nicht mit Extremen und vor allem mit Rechtsextremen zusammen"

6. September, 18.22 Uhr: Linken-Kandidatin spricht von "schwarzem Tag für Sachsen-Anhalt"

Das starke AfD-Ergebnis bezeichnet die Linken-Spitzenkandidatin Eva von Angern (49) als "schwarzen Tag für Sachsen-Anhalt".

Sie fürchte erhebliche Folgen für das Land und seine Bevölkerung. Auf die Frage, ob ihre Partei einen CDU-Regierungschef wählen würde, erklärte die 49-Jährige: "Wir standen schon vor dem Wahltag dazu bereit." Man wolle die Demokratie verteidigen.

6. September, 18.16 Uhr: Sitzverteilung laut Prognose

Den Prognosen zufolge erhält die AfD 39 bis 41 Sitze im Landtag (2021: 23), die CDU 16 bis 17 (40).

Die Linke kommt auf 8 bis 9 Mandate (12), die SPD auf 7 bis 8 (9) und die Grünen auf 8 (6). Das BSW erhält laut ARD-Prognose 5 Mandate.

6. September, 18.11 Uhr: Jubel bei Siegmund - "Wir haben Geschichte geschrieben"

AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) bejubelt das starke Ergebnis seiner Partei.

Auf die Frage, ob er nun Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt werde, sagte er im Ersten: "Diese Frage lässt sich jetzt um 18 Uhr nicht beantworten."

Weiter erklärte er: "Wir haben genau das geschafft, was wir schaffen wollten. Wir haben in diesem Land Geschichte geschrieben." Die Menschen hätten ein "ganz klares politisches Zeichen" gesetzt. "Es kann so nicht weitergehen. Wir brauchen eine grundsätzliche politische Wende in diesem Land."

Große Freude bei AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) über das Abschneiden seiner Partei.
Große Freude bei AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) über das Abschneiden seiner Partei.  © Michael Kappeler/dpa

6. September, 18 Uhr: AfD siegt haushoch, reicht es für Alleinregierung?

Nach der Schließung der Wahllokale hat die ARD ihre Prognose der Wahlnachbefragung veröffentlicht.

So kommt die AfD auf 44,5 Prozent, die CDU auf 18,5 Prozent, die Linke auf 9,5 Prozent.

Auch die SPD mit 8,0 Prozent und die Grünen mit 9,0 Prozent würden der Prognose zufolge in den Landtag einziehen. Knapp schaffen würde es das BSW mit 5,0 Prozent. Die FDP wäre mit 2,0 Prozent hingegen draußen.

In Kürze sollen die ersten Hochrechnungen folgen. Noch ist unklar, ob es für eine AfD-Alleinregierung reicht.

Die Prognosen sehen die AfD unter Kandidat Ulrich Siegmund (35, r.) bei 44,5 Prozent, die CDU unter Kandidat Sven Schulze (47) bei 18,5 Prozent.
Die Prognosen sehen die AfD unter Kandidat Ulrich Siegmund (35, r.) bei 44,5 Prozent, die CDU unter Kandidat Sven Schulze (47) bei 18,5 Prozent.  © Hendrik Schmidt/dpa

6. September, 17.28 Uhr: Demo am Magdeburger Hauptbahnhof gegen Faschismus

Am Magdeburger Hauptbahnhof haben Menschen am Nachmittag unter dem Motto "Kein Morgen den Faschisten!" demonstriert.

Parallel gab es weitere Kundgebungen und Veranstaltungen in der Stadt, wie etwa auf dem Domplatz.

Nach Schließung der Wahllokale sind auch Demos in anderen Städten des Landes geplant – unter anderem in Dessau-Roßlau und Halle.

Linke Demonstranten versammelten sich am Nachmittag am Magdeburger Hauptbahnhof.
Linke Demonstranten versammelten sich am Nachmittag am Magdeburger Hauptbahnhof.  © NEWS5/Eric Deyerler

6. September, 17.10 Uhr: Auszählung der Briefwahl wird vorbereitet

Die per Briefwahl abgegebenen Stimmen werden nun zur Auszählung vorbereitet.

Dafür wurden die versiegelten Urnen mit den Briefwahlunterlagen geöffnet und die Briefe auf die Tische gekippt. Die Auszählung läuft unter Aufsicht.

Die Vorbereitungen zur Auszählung der Briefwahlstimmen sind gestartet.
Die Vorbereitungen zur Auszählung der Briefwahlstimmen sind gestartet.  © Heiko Rebsch/dpa

6. September, 16.44 Uhr: Wahlbeteiligung auf Rekordkurs

Auch am späteren Nachmittag ist die Wahlbeteiligung weiterhin deutlich höher als vor fünf Jahren.

Nach Angaben der Landeswahlleitung lag die Beteiligung um 16 Uhr bei 65,3 Prozent. Ein solch hoher Wert wurde zu dieser Zeit noch nie gemessen.

Bei der Landtagswahl 2021 lag die Beteiligung um 16 Uhr bei 41 Prozent.

Die Wahlbeteiligung befindet sich auf Rekordkurs.
Die Wahlbeteiligung befindet sich auf Rekordkurs.  © Kay Nietfeld/dpa

6. September, 16.25 Uhr - Bischof Feige: "Dem nationalistischen Ungeist widerstehen"

Der Magdeburger Bischof Gerhard Feige hat sich bei einer Wallfahrt auf die Huysburg im Harz am Wahlsonntag gegen die AfD ausgesprochen.

"Gegenwärtig heißt das wohl in besonderer Weise, dem nationalistischen und fremdenfeindlichen Ungeist zu widerstehen", sagte der Geistliche. Vor der Wallfahrt, an der rund 3000 Menschen teilnahmen, wurde darauf hingewiesen, trotzdem vom Wahlrecht Gebrauch zu machen - egal, ob über die Briefwahl oder an der Urne vor der Wallfahrt oder danach. 

Die Wallfahrt findet unter dem Motto "Du sollst ein Segen sein" statt, am Nachmittag ist ein Picknick und eine Andacht mit Musik, Segen und Sendung geplant.

Bischof Gerhard Feige.
Bischof Gerhard Feige.  © Matthias Bein/dpa

6. September, 14.47 Uhr: Jeder Zweite hat schon gewählt

Am frühen Sonntagnachmittag haben bereits 54,4 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, teilte Landeswahlleiterin Christa Dieckmann mit.

Um 14 Uhr war die Wahlbeteiligung somit fast doppelt so hoch wie bei der letzten Landtagswahl in 2021. Da hatten zu diesem Zeitpunkt nur 27,1 Prozent der Bürger gewählt. Die Datenbasis ist eine stichprobenartige Rückmeldung aus repräsentativen Urnenwahlbezirken, hieß es.

Insgesamt sind rund 1,7 Millionen Menschen wahlberechtigt. Bis 18 Uhr stehen 2130 Wahllokale offen.

Titelfoto: Montage: Hendrik Schmidt/dpa, Grafik/dpa

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