Taucha - Nachdem der Blitzer des sächsischen Feuerwehrmanns Ray Lange (55) in den vergangenen Wochen für Aufsehen gesorgt hatte, zog Tauchas Bürgermeister Tobias Meier (FDP) nun entsprechende Konsequenzen.
Ein einmonatiges Fahrverbot sowie sage und schreibe 369 Euro sollte Feuerwehrmann Ray Lange (55) ein Blitzer während einer Einsatzfahrt kosten.
Nachdem der 55-Jährige vor wenigen Wochen vor dem Eilenburger Amtsgericht freigesprochen worden war, wurde der Fall zumindest gerichtlich abgeschlossen.
Doch nicht für Tauchas Stadtverwaltung. Im Zusammenhang mit dem Blitzer-Gate kündigte der Bürgermeister der nordsächsischen Stadt nun Konsequenzen innerhalb der Verwaltung an.
Um das Vertrauen in die Stadtverwaltung aufrechtzuerhalten, müssten einzelne Fachverfahren und interne Abläufe verbessert werden, so der FDP-Politiker gegenüber dem Stadtanzeiger.
Neubesetzung und Umstrukturierung in Taucha
Wie unter anderem "Taucha kompakt" berichtet, bedeute dies, dass zum einen die größten Fachbereiche der Stadt neu aufgestellt werden.
So gehe der Fachbereich "Öffentliche Sicherheit und Soziales" in den neuen Bereich "Bürgerdienste" über.
Abgesehen davon soll aber auch die Leitung dessen neu besetzt werden. Der bisherige Fachdienstleiter Jens Rühling, der ohnehin zum 30. Juni 2027 in den Ruhestand getreten wäre, soll im Zuge der organisatorischen Veränderungen schon zum Jahresbeginn von seinen Dienstaufgaben befreit werden. Nichtsdestotrotz erhalte Rühling noch bis zu seinem Ausscheiden weiterhin seine Bezüge.
Zu Beginn des Blitzer-Dramas hatte Bürgermeister Meier noch gegenüber mehreren Medien beteuert, dass die Feuerwehr bei Einsätzen zwar Sonderrechte habe, dies jedoch nicht bedeute, dass alle Regeln außer Kraft gesetzt seien.