Sächsisches Gastro-Urgestein (79) baut seine ausgebrannte Kneipe wieder auf

Oberschöna - Seit 60 Jahren steht Harald Böhme (79) hinter dem Tresen - dann der Schicksalsschlag: Sein "Perzbachstübel" in Langhennersdorf bei Freiberg brannte vor einem Jahr aus. Nun baut er seine Kneipe Stück für Stück wieder auf.

Im April 2025 stand Harald Böhme noch in den verbrannten Trümmern des Anbaus.  © Sven Gleisberg

Im April 2025 der Schock: Im Anbau explodierte der Akku einer Bohrmaschine. Das Feuer griff auf die Schenke über und zerstörte, die sich Böhme vor rund 10 Jahren aufgebaut hatte. Doch statt sich unterkriegen zulassen, zeigt er Tatendrang.

Sein Ziel: Das "Perzbachstübel" wieder so herzurichten, "wie es die Leute gern hatten". Gemütlich und urig.

Noch gleicht das Innere einer Baustelle. Bisher wurden die rustikalen Holzbalken sandgestrahlt und die Toilettenräume neu eingebaut und gefliest. "Der Elektriker war auch schon da", berichtet Böhme.

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Vor ihm liegt noch viel Arbeit, jedoch bleibt Böhme optimistisch: "Wenn ich mich körperlich nicht fit fühlen würde, würde ich das nicht machen."

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Nach dem Brand im April 2025 war das Innere des "Perzbachstübels" völlig verkokelt.  © Erik Frank Hoffmann
Voller Tatendrang baut Harald Böhme (79) seine Wirtschaft wieder auf.  © Ralph Kunz
Seit etwa zehn Jahren betreibt Harald Böhme das "Perzbachstübel" in Langhennersdorf.  © Sven Gleisberg

Große Resonanz auf Spendenaktion

Jack Obendorf (27) zeigt die Spendenkampagne auf seinem Handy.  © Ralph Kunz

Stück für Stück geht es voran: "Wir bauen so, wie wir Geld haben." Hilfe kommt dabei von allen Seiten. Sein Neffe Jack Obendorf (27) startete eine Spendenaktion.

"Selber hätten wir das nicht gemacht", sagt Böhme, der dankbar für die Beteiligung ist.

"Ich bin erstaunt, welche Resonanz das ausgelöst hat." Wer sich nicht mit Geld beteiligt, stellt Baumaterial oder packt mit an.

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Böhme hofft, dass mithilfe der Spendenaktion schneller fertig wird, und so bald wie möglich das "Perzbachstübel" wieder aufmachen kann.

Bis es so weit ist, betreibt Böhme jetzt auch das Erbgericht in Langhennersdorf. Denn ohne Kneipe kann er nicht.

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