Görlitz - Mitten in Görlitz ist aus dem Nichts am Montagabend ein Haus eingestürzt! Von den ursprünglich fünf Vermissten werden am Dienstag noch drei gesucht. Die Maßnahmen dauern an, auch Gas trete immer noch aus.
Zwei Vermisste konnten mittlerweile telefonisch ausfindig gemacht werden, wie Polizeisprecherin Anja Leuschner (36) am Dienstagmorgen auf TAG24-Nachfrage erklärte. Die beiden Feriengäste seien noch auf der Anreise gewesen.
Nach den drei anderen - zwei rumänische Frauen (25, 26) und ein Mann mit bulgarischer und deutscher Staatsangehörigkeit (48) - werde noch gesucht. Die Maßnahmen dauern an.
Da immer noch Gas austrete und die Gefahr besteht, dass Hohlräume einstürzen können, gehen die Einsatzkräfte sehr behutsam vor. Die Trümmer müssen händisch abgetragen werden.
Laut Feuerwehr-Einsatzleiter Sebastian Schramm waren in der Nacht fünf Spürhunde im Einsatz. Die genaue Ursache ist noch unklar, es wird eine Gasexplosion vermutet. Unklar ist noch, in welchem Umfang Gas auströmt, es wird nach einer Lösung gesucht.
Ein Mann suchte am Abend nach zwei der drei Vermissten - seine Frau (25) und seine Cousine (26). Die drei bezogen erst am Nachmittag eine Ferienwohnung im Haus, wollten Urlaub machen.
Nach TAG24-Informationen gab es in dem Haus sowohl mehrere Ferien- als auch gewöhnliche Wohnungen. Der Vermieter der Ferienwohnungen wollte sich gegenüber TAG24 vorerst nicht äußern.
OB von Görlitz spricht von mehreren Vermissten
Das Unglück ereignete sich am Montag gegen 17.30 Uhr. Laut den Beamten brach das Haus in der James-von-Moltke-Straße 21 plötzlich zusammen.
Der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu (58) machte sich noch am Abend ein Bild von der Lage.
Auch am Morgen danach ist er vor Ort. "Es war eine lange und herausfordernde Nacht. Die Lebensrettung steht an erster Stelle", so der 58-Jährige.
Baustatiker waren inzwischen vor Ort. Die Häuser links und rechts der Einsturzstelle könnten nach Abschluss der Personensuche wieder bezogen werden.
54 Leute wurde evakuiert, ein Großteil kam bei Verwandten und Bekannten unter, vier Leute wurden in einer städtischen Villa untergebracht.
Erstmeldung vom 18. Mai, 18.16 Uhr, zuletzt aktualisiert am 19. Mai, 9.38 Uhr.