Gut 45.000 Euro weg: Görlitzerin will Kryptos handeln und fällt auf Fake-Plattform herein
Görlitz - Es war von Anfang an kein gutes Omen: Ausgerechnet am 1. April hat eine Frau aus Görlitz den Schritt auf eine Internetplattform gewagt - und dort insgesamt 45.800 Euro investiert. Als sie am 22. Mai einen Teil ihrer Investition zurückhaben wollte, stellte sich heraus, dass ihr Geld weg war.
Wie die Polizeidirektion Görlitz am Pfingstsonntag meldete, hatte die Anlegerin über die unseriöse Internetplattform ein Handelskonto angelegt, um in Kryptowährungen zu investieren.
In den vergangenen Wochen hatte sie dann mehrfach Geld überwiesen. Der Kriminaldienst des Polizeireviers Görlitz hat die Ermittlungen zu diesem Betrug übernommen, so die Behörde am Sonntagmittag.
Wie konnte es nur so weit kommen? Vor der betroffenen Plattform wurde bereits mehrfach im Internet gewarnt, so die Polizei.
"Da diese ihren Kunden vorspielt Gewinne zu erzielen, um weitere Einzahlungen herauszuholen. Wenn es zu einer Auszahlung kommen soll, wird das Geld angeblich für Gebühren, Steuern oder Sicherheitsleistungen gebraucht und nicht ausgezahlt", erklärte die Polizei.
TAG24 hakte bei der Behörde nach, wollte wissen, um welche Plattform genau es sich handelt, um eine konkrete Warnung herausgeben zu können.
Polizei will Namen der Plattform bewusst nicht nennen
Im Gespräch mit TAG24 erläuterte Polizeisprecher Kevin Gahner, dass man sich ganz bewusst dafür entschieden habe, die Plattform nicht namentlich zu nennen.
Der Grund: Es gebe inzwischen mehrere Plattformen, die mit einem ähnlichen System arbeiten würden. Es habe daher wenig Sinn, nur diese eine zu nennen.
Stattdessen warnt die Polizeidirektion Görlitz "aufgrund mehrfacher Vorkommnisse zu äußerster Vorsicht bei der Investition auf Onlineplattformen, speziell im Bereich Kryptowährung, die oft mit sehr hohen Gewinnversprechen einhergehen."
Doch woran erkennt man einen unseriösen Broker? Diese Frage ist nicht leicht in einem Satz zu beantworten. Einen guten Überblick bietet die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hier.
Was die Behörde gleich als Erstes empfiehlt: Vorsicht bei Angeboten aus den sozialen Medien oder bei Online-Werbung.
Titelfoto: Boris Roessler/dpa

