Hauseinsturz in Görlitz: Obduktionsergebnis liegt vor

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Görlitz - Zumindest in einer Sache herrscht Klarheit: Die beiden Rumäninnen Georgiana Rusu (†25) und Simona Marcu (†26) sowie der Deutsch-Bulgare Ahmed M. (†48) kamen wohl durch den Einsturz des Hauses in der Görlitzer James-von-Moltke-Straße ums Leben. Wieso es zu dem Unglück kam, ist aber noch unklar. Die Ermittlungen dazu werden wohl noch länger dauern.

Das Obduktionsergebnis liegt vor, doch auf dem Trümmerhaufen selbst kann momentan wegen der Gefahr eines Einsturzes noch nicht ermittelt werden.
Das Obduktionsergebnis liegt vor, doch auf dem Trümmerhaufen selbst kann momentan wegen der Gefahr eines Einsturzes noch nicht ermittelt werden.  © Sebastian Kahnert/dpa

Das vorläufige Obduktionsergebnis der drei Leichen ist fertig: "Demnach erlagen alle drei Personen traumatisch bedingten Verletzungen, die mit dem Einsturz des Hauses in Verbindung stehen", sagt Irene Schott (59), Sprecherin der Görlitzer Staatsanwaltschaft, gegenüber TAG24.

Übersetzt: Durch die stürzenden Trümmer erlitten die drei tödliche Brüche oder Verletzungen von Organen.

Damit steht fest, dass sie weder am Gas verstarben noch dass schon vor der mutmaßlichen Explosion am Nachmittag des 18. Mai jemand Opfer eines Tötungsverbrechens wurde.

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Doch auf dem Trümmerhaufen selbst kann noch immer nicht ermittelt werden: Seit dem Fund der Leiche von Ahmed M. am 21. Mai herrscht Einsturzgefahr.

"Es ist noch immer eine Fachfirma mit der Absicherung beschäftigt", sagt Polizeisprecherin Anja Leuschner (36) zu TAG24.

Kerzen erinnern am Unglücksort an die Todesopfer.
Kerzen erinnern am Unglücksort an die Todesopfer.  © Sebastian Kahnert/dpa

So lange können vor Ort keine Spuren gesichert werden. Laut Polizeirat Raik Schulze sei die Ursache des Unglücks noch vollkommen offen.

Das reiche von Materialversagen über eine technische Ursache bis hin zu fahrlässiger oder vorsätzlicher Begehungsweise.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa

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