Sprit-Wahnsinn an den Zapfsäulen: Wann reagiert die Politik?

Dresden - Am Wochenende knackten die Spritpreise in Sachsen die Marke von 2,10 Euro. Schon in der Vorwoche berappten Autofahrer an den Autobahnen in Deutschland über 2,50 Euro für den Liter Diesel. Die Forderungen nach Konsequenzen werden lauter.

Aua - das kann teuer werden. Die Spritpreise kennen derzeit auch im Freistaat kein Limit.  © DPA

Die hohen Kosten seien auf Dauer nicht aushaltbar, sagte Wirtschaftsminister Dirk Panter (51, SPD) bereits Ende vergangener Woche. "Sollten die Preise länger auf hohem Niveau bleiben, muss geprüft werden, ob und welche Maßnahmen sinnvoll sind - etwa zeitlich begrenzte Entlastungen oder eine Anpassung von Abgaben."

Die Preise in Sachsen waren infolge des Iran-Kriegs in der vergangenen Woche von unter 1,80 Euro auf über 2 Euro angestiegen. Am Montag starteten viele Tankstellen im Freistaat mit Preisen von über 2,10 Euro für einen Liter Diesel.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (50, CDU) will gegen mögliche Zusatzgewinne auf Kosten der Verbraucher vorgehen.

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"Es kann für diese Unternehmen extrem teuer werden, wenn man ihnen nachweisen kann, dass es Absprachen gegeben hat", sagte Kretschmer im Hinblick auf die Mineralölbranche.

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Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (51, SPD) will Entlastungen an der Tanksäule.  © Steffen Füssel
Ministerpräsident Michael Kretschmer (50, CDU) will die Mineralölfirmen zur Kasse bitten, wenn es illegale Preisabsprachen gegeben haben sollte.  © Bernd von Jutrczenka/dpa
Tankwahnsinn am Montag an der Tankstelle an der Fischhausstraße in Dresden. Die Preise steigen quasi täglich.  © Stefan Häßler

Wirbel um Sprit-Abzocke: Politiker-Forderungen werden laut

Forderungen nach einer Entlastung kommen auch von anderer Seite. Uwe Nostitz (63), Präsident des Sächsischen Handwerkstages, nimmt die Bundesregierung in die Pflicht. "Der Staat ist einer der Profiteure von steigenden Preisen an den Tankstellen."

Im Jahr 2025 habe der Steuer- und Abgabenanteil bei den Spritpreisen im Schnitt rund 64 Prozent bei Benzin und rund 56 Prozent bei Diesel gelegen, so Nostitz weiter. "Die Bundesregierung hat also alle Hebel in der Hand, die Preise zu senken. Das Thema muss auf die Agenda."

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