"Heiß wie die Temperaturen": Monarchs sollen bei Hitzeschlacht wieder brennen!
Dresden - 33 Grad im Stadion, locker 50 auf dem Rasen und in voller Montur: Beim letzten Heimspiel der Dresden Monarchs vor der Sommerpause wird's richtig heiß hergehen - und die Königlichen sollen brennen.
"Mein Wunsch ist, dass wir nachher vom Feld gehen und sagen können: 'Das war ein sehr gutes Spiel von uns.' Daher hoffe ich auch, dass wir am Samstag emotional ähnlich heiß sein werden wie die Temperaturen", erklärt Greg Seamon (70) vor der Partie gegen die Kiel Baltic Hurricanes.
Der Headcoach der Monarchs war mit dem letzten Auftritt seiner Mannen beim Nordschlusslicht Braunschweig Lions alles andere als zufrieden, trotz des fünften Sieges im fünften Spiel.
Es war die Einstellung, die der 70-Jährige bemängelte. Am Samstag ab 16 Uhr sollen die Königlichen auch für ihre Anhänger ein ganz anderes Gesicht zeigen.
"Ich möchte unseren Fans einen entschlossenen Sieg schenken, bei dem die Offense ihr bestes Spiel des Jahres macht und die Defense weiterhin jede Menge Turnovers und Sacks kreiert", so Seamon.
Jede Menge Feuer aber auch Coolness sind bei den Dresden Monarchs gefragt
Spiel eins gegen die Ostseestädter Mitte Mai hoch im Norden wurde letztlich klar mit 31:8 gewonnen, war aber auch nicht wirklich souverän. Das Rematch im Heinz-Steyer-Stadion wird trotzdem zu einer kleinen Wundertüte. Denn eigentlich ist Kiel mit Quarterback PJ Settles (28) gut unterwegs. Gewonnen haben sie trotzdem nur einmal.
Die viertbeste Lauf- und Pass-Offense der Liga hat in der Regel nur ein Problem mit dem Abschluss, das sollte sich in Dresden nicht ändern. "Emotional war es mir zuletzt etwas zu flau. Das muss sich ändern, wir müssen aggressiver werden", fordert Seamon.
Und da macht der US-Amerikaner keine Ausnahme, das gilt für alle Mannschaftsteile. Der wendige Settles soll sich nicht entfalten können, denn alles steht und fällt mit dem Spielmacher - wie überall.
Auch Dresdens Quarterback Rocky Lombardi (27) soll zu mehr Ruhe finden. Die Klasse dafür hat er locker, jetzt muss er bei der Hitze nur noch cool bleiben.
Titelfoto: Lutz Hentschel

