Hat er ein Familienmitglied vergewaltigt? Neue Vorwürfe gegen Box-Legende!

Kalifornien (USA) - Erst Ende April erschien das Biopic "Big George Foreman", das vom Leben und der großen Karriere der mittlerweile 74-jährigen Box-Legende handelt. Eine nun eingereichte Klage zeichnet allerdings ein ganz anderes Bild als das pathetische Filmdrama.

Box-Ikone George Foreman (74) vor wenigen Tagen bei der Premiere seiner Filmbiografie "Big George Foreman" in Los Angeles.
Box-Ikone George Foreman (74) vor wenigen Tagen bei der Premiere seiner Filmbiografie "Big George Foreman" in Los Angeles.  © MICHAEL TRAN / AFP

Wie die Daily Mail berichtet, erhebt eine inzwischen 64-jährige Frau im Rahmen einer Zivilklage schwere Vorwürfe gegen den US-amerikanischen Ex-Boxer und Unternehmer.

Demnach soll Foreman die Klägerin im Jahr 1974 auf seiner Ranch in Livermore im Bundesstaat Kalifornien vergewaltigt haben. Das vermutete Opfer war zum Zeitpunkt der vorgeworfenen Tat 15 Jahre alt, der frühere Spitzenathlet etwa 24.

Sie sei eine angeheiratete Verwandte des ehemaligen Schwergewichts-Weltmeisters, in Houston geboren sowie aufgewachsen und damals als Babysitterin auf die Farm des berühmten Familienmitglieds gekommen.

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Foreman habe den Ausflug komplett bezahlt, weshalb sie zunächst sehr erfreut und aufgeregt gewesen sei. In unbeobachteten Momenten soll das heutige Mitglied der Boxing Hall of Fame "der Klägerin sexuell explizite Fragen" gestellt haben, wie aus der Klageschrift hervorgeht.

Die Frau habe jegliche Avancen abgelehnt. Auch, als der damalige Star-Sportler ihr mutmaßlich Geld für sexuelle Gegenleistungen bot und "erklärte, dass er während der Penetration in ihr zum Höhepunkt kommen wollte".

Schon letztes Jahr reichten zwei Frauen Klage gegen George Foreman ein

George Foreman (heute 74, r.) beim "Rumble in the Jungle" gegen Muhammad Ali im damaligen Zaire, der heutigen Demokratischen Republik Kongo.
George Foreman (heute 74, r.) beim "Rumble in the Jungle" gegen Muhammad Ali im damaligen Zaire, der heutigen Demokratischen Republik Kongo.  © AFP

In der Folge habe "Big George" das Mädchen zu "unmoralischen und unerwünschten" Handlungen "einschließlich oraler Kopulation" gezwungen.

Nach der Vergewaltigung "war die Klägerin voller Angst und konnte nicht begreifen, was ihr gerade passiert war", hieß es in der Schrift weiter.

"Da der Vorfall ein Familienmitglied betraf, hatte die Klägerin niemanden, an den sie sich wenden konnte, und hatte große Angst davor, was ihr passieren würde, wenn sie etwas sagen würde."

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Der frühere Gegner von Muhammad Ali wird in der Anzeige zwar lediglich als "Doe 1" bezeichnet, allerdings identifizieren ihn die Worte: "'Doe 1' besiegte Joe Frazier 1973, um der Schwergewichts-Weltmeister zu werden."

Es sind nicht die ersten Vorwürfe dieser Art gegen den Texaner, der seinen Weltmeistertitel 1974 im berühmten "Rumble in the Jungle" gegen Ali überraschend wieder verlor.

Schon im vergangenen August hatten zwei Frauen ebenfalls Anzeige gegen Foreman wegen sexueller Belästigung eingereicht. Sie seien zum Zeitpunkt der Zwischenfälle auch minderjährig gewesen. Der Olympiasieger von 1968 bestritt die vorherigen Anschuldigungen in einem Statement vehement.

Titelfoto: MICHAEL TRAN / AFP

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