Erster Sieg seit 418 Tagen: Darts-Star verrät Grund für tiefen Absturz

Kiel - Noch vor nicht allzu langer Zeit gehörte Dimitri van den Bergh (31) zu den spannendsten Talenten im Darts, doch dann folgte der tiefe Fall. Monatelang suchte der Belgier verzweifelt nach seiner Form, ehe er sich vergangenes Jahr sogar eine Auszeit gönnte. Nun hat der "Dreammaker" seinen ersten Sieg nach 418 Tagen auf der European Tour gefeiert – und einen Grund für die zehrende Durststrecke enthüllt.

Sein Wurf hat ihm zu schaffen gemacht: Dimitri van den Bergh (31) greift jetzt aber endlich wieder an.  © Zac Goodwin/PA Wire/dpa

"Ich habe meinen Wurf komplett verloren. Ich konnte keine Kontrolle ausüben, ich hatte gar kein Gefühl für den Pfeil", erklärte der 31-Jährige nach seinem Sieg gegen Alan Soutar (48) bei den Baltic Sea Darts Open in Kiel laut "Dartsnews.com".

Der 6:2-Erfolg über den Schotten ließ van den Bergh in gewohnt gelöster Manier und mit einem breiten Grinsen über die Bühne hüpfen, es fiel eindeutig eine Last vom UK-Open-Sieger von 2024 ab.

Seinen Absturz in jüngster Vergangenheit könne sich der inzwischen 37. der Weltrangliste immer noch nicht erklären. Denn die Gegner waren keineswegs immer besser, sondern van den Bergh brachte sein Niveau schlicht nicht mehr ans Oche.

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"Ich weiß nicht, wie es passiert ist", so der Belgier. Beim Training mit seinem Bruder habe er die Ursache des Übels allerdings immer deutlicher gemerkt.

"Aus irgendeinem Grund habe ich eine Spannung in meinem Arm und meinen beiden äußeren Fingern gespürt, weshalb sich meine Finger jedes Mal anhoben, wenn ich den Arm hob", erklärte der "Dreammaker" die verzwickte Lage.

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Dimitri van den Bergh hat seinen Wurf umgestellt

Dimitri van den Bergh will wieder regelmäßig jubeln können.  © Jürgen Kessler/dpa

Also stellte van den Bergh seinen Wurf kurz vor den UK Open im März dieses Jahres um und benutzte insgesamt nur noch drei Finger.

"Das bin jetzt einfach ich mit einem neuen Wurf. Ich entwickle mich, gebe mir selbst ein besseres Gefühl und mehr Kontrolle und so kann weniger schiefgehen", gewährte er einen Einblick in seinen aktuellen Plan.

Die Ergebnisse spiegeln zwar noch keine vollständige Rückkehr zu alter Stärke wider, doch der World-Matchplay-Gewinner von 2020 fühle sich deutlich besser als noch "vor drei, vier Monaten".

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Das Ende der Fahnenstange soll damit aber noch lange nicht erreicht sein: "Ich gebe mein Bestes, und man sieht schon wieder, wozu ich fähig bin", sagte er im Interview mit "PDC TV".

"Es gibt Bereiche in meinem Spiel, in denen ich meine Leistung bringe und zeige, was ich kann, aber ich kann noch so viel mehr, und ich will noch so viel mehr", so die Kampfansage des früheren Top-Ten-Spielers.

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