Schlechter Verlierer? Darts-Star Price mit krasser Reaktion nach Aus bei der WM

London - Fulminant war er in das Viertelfinale gestartet, doch dann wurde die Weltranglisten-Nummer eins Gerwyn Price (37) bei der Darts-WM im Londoner Ally Pally vom deutschen Gabriel Clemens (39) schwindelig gespielt.

Nach der Niederlage gegen den Deutschen Gabriel Clemens (39) brannten Gerwyn Price (37) mal wieder die emotionalen Sicherungen durch.
Nach der Niederlage gegen den Deutschen Gabriel Clemens (39) brannten Gerwyn Price (37) mal wieder die emotionalen Sicherungen durch.  © Zac Goodwin/PA Wire/dpa

Der Saarländer nahm mit dem Spiel des Lebens den Waliser aus dem Turnier und bewies dabei Nerven wie Drahtseile.

Denn der bei den Fans nicht gerade beliebte Price griff tief in die Psycho-Trickkiste, um die drohende Niederlage abzuwenden. Beim 1:3 nach Sätzen tauchte der 37-Jährige nach der Pause plötzlich mit dicken Kopfhörern auf der Bühne auf und spielte damit.

Die Buh-Rufe aus dem Publikum ließen nicht lange auf sich warten und nach den vorerst erfolgreichen Würfen provozierte die Nummer eins der Setzliste die Massen weiter, indem er anzeigte, er würde sie nicht hören.

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Gebracht hat es dem ehemaligen Rugbyspieler nichts. Clemens, der "German Giant", dominierte das Spiel weiter nach Belieben. "Ich hätte gedacht, dass er sie wieder auszieht. Das hat er nicht gemacht. Mein Ziel war nur, den Satz zu gewinnen", sagte Clemens bei DAZN.

Nach kurzer Zeit nahm Price die Kopfhörer wieder ab, spielte anschließend mit kleineren, grünen Stöpseln im Ohr weiter. Bereits vor der Partie hatte "Gaga" Clemens im Interview bei Sport1 erklärt, dass er sich nur auf sich konzentrieren wolle und ihn die Mätzchen seines Gegners nicht interessieren.

Darts-WM im Ally Pally: Gerwyn Price löscht nach der Niederlage alle Instagram-Posts

Mit Kopfhörern auf den Ohren provozierte Gerwyn Price (37) während des WM-Viertelfinales die Massen im Londoner Ally Pally.
Mit Kopfhörern auf den Ohren provozierte Gerwyn Price (37) während des WM-Viertelfinales die Massen im Londoner Ally Pally.  © Zac Goodwin/PA Wire/dpa

Er ließ den Worten Taten folgen. Während Price sich immer wieder lautstark pushte und hochrot im Gesicht anlief, ballte Clemens nach guten Würfen lediglich die Faust.

Er wandte sich zu seinen Angehörigen, nach wichtigen Szenen konnte man von seinen Lippen ein leises "Komm jetzt" ablesen.

Mit einem klaren 5:1-Sieg schrieb der 39-Jährige schließlich als erster Deutscher im Halbfinale einer Darts-WM Geschichte. Während Price ihm auf der Bühne noch fair gratulierte, zeigte er sich anschließend in den sozialen Medien als schlechter Verlierer.

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Kurz nach der Begegnung postete er: "Ich bin so enttäuscht, dass ich nicht mitspielen durfte." Das bezog der Waliser auf die fehlende Unterstützung im Ally Pally, in dem fast die Gesamtheit der Fan-Masse hinter Clemens stand.

Die Nummer eins der Welt, die er nach diesem Turnier nicht mehr sein wird, setzte noch einen drauf und schrieb auf seinem Instagram-Account: "Ich bin mit nicht sicher, ob ich jemals wieder an dieser Veranstaltung teilnehmen werde."

Nachdem er eine Nacht darüber geschlafen hatte, kam die nächste krasse Aktion: Price hat jegliche Bilder und Posts auf seinem Account gelöscht. Seine 224.000 Follower sehen nur noch eine blanke Seite.

Das dürfte Gabriel Clemens herzlich wenig interessieren. Der tritt schon am heutigen Montagabend um 20.45 Uhr (live auf Sport1 und DAZN) in seinem Halbfinale gegen Michael Smith (32) an.

Titelfoto: Zac Goodwin/PA Wire/dpa

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