"Völliges No-Go": Ex-DFB-Boss beerdigt Klopp-Deal mit Red-Bull-Klausel

Frankfurt am Main - Deutliche Worte! Ein Engagement von Jürgen Klopp (59) als Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft nimmt immer konkretere Formen an. Am Donnerstag sickerten sogar bereits erste mögliche Vertragsdetails an die Öffentlichkeit. Sollten die aber tatsächlich stimmen, wäre das ein Armutszeugnis für den DFB, findet Ex-Präsident Theo Zwanziger (81).

Ex-DFB-Boss Theo Zwanziger (81) ist gar nicht begeistert davon, dass Jürgen Klopp (52) eventuell auch als Bundestrainer bei Red Bull bleiben will.  © Arne Dedert/dpa/POOL/dpa

In einem Bericht der "Bild" hieß es, dass der frühere Liverpool-Coach an der deutschen Seitenlinie zwar sehr gut verdienen soll, eine Ablöse an Red Bull allerdings nicht fällig werde, da der 59-Jährige einfach als Werbegesicht und Markenbotschafter beim österreichischen Brausekonzern im Amt bleibe.

"Ausgeschlossen", urteilte Zwanziger nun rigoros in einem Interview mit der "FAZ". "Es muss doch eine Harmonie der DFB-Sponsoren mit den Sponsoren des Bundestrainers bestehen."

"Sollte sich dies bewahrheiten, ich kann das noch nicht glauben, wäre es ein völliges No-Go", wetterte der 81-Jährige. "Stellen Sie sich das doch mal eine Minute vor, dann stellt Red Bull demnächst die deutsche Nationalmannschaft auf."

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Zwar hätten Bundestrainer immer schon gut verdient, was auch durch Sponsoren refinanziert worden sei, aber eben durch jene des DFB. Und Red Bull würde zwar viel in den Fußball investieren, wolle letztlich aber nur an Macht gewinnen, so der DFB-Boss von 2006 bis 2012 weiter.

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Theo Zwanziger nimmt Jürgen Klopp in die Pflicht

Jürgen Klopp (52) steht vor einem Job als Bundestrainer, aber die Details sorgen bereits jetzt für Wirbel.  © Tom Weller/dpa

Klopp hätte als Bundestrainer dann "zwei Loyalitäten", wie es Zwanziger formulierte.

"Einerseits will Red Bull mit ihm Geld verdienen, andererseits soll er als Bundestrainer die möglichst optimale Leistung für den deutschen Fußball erbringen", sagt er. Ein Szenario, das laut dem gebürtigen Rheinland-Pfälzer für den DFB niemals in Frage kommen dürfe.

Der frühere Verbandschef nahm bei einer Lösung des Dilemmas aber vor allem "Kloppo" in die Pflicht: "Wenn es ihm so wichtig ist, Bundestrainer zu werden, dann muss er alles andere sein lassen."

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"Deutscher Nationaltrainer ist ein Riesenamt in dieser Gesellschaft, immer noch und trotz der Dinge, die in den letzten Jahren nicht so gut gelaufen sind. Der Bundestrainer kann nicht zwei Hüte tragen", befand der langjährige Funktionär und CDU-Politiker.

Das Fanbündnis "Unsere Kurve" schlug in einem Statement gegenüber dem SID übrigens bereits in eine ganz ähnliche Kerbe und bezeichnete einen Klopp-Deal mit entsprechender Red-Bull-Klausel als weiteren "Kniefall vor dem Kapital".

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