Angst vor Todesvirus: WM-Teilnehmer soll 21 Tage in Isolation

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Kongo - Zweieinhalb Wochen vor dem Start der Fußball-WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada gibt es Aufregung um den Teilnehmer der Demokratischen Republik Kongo. Aufgrund des Ebola-Ausbruchs in dem afrikanischen Land fordert das Weiße Haus eine Isolation des gesamten Teams vor dem XXL-Event.

Das Team aus der DR Kongo beim WM-Qualifikationsspiel gegen Kamerun im November in Rabat.
Das Team aus der DR Kongo beim WM-Qualifikationsspiel gegen Kamerun im November in Rabat.  © Str/AP/dpa

Laut eines Berichts des US-amerikanischen Senders ESPN will eine Task-Force der WM aus dem Weißen Haus das gesamte Team dazu zwingen, sich 21 Tage in Isolation zu begeben. "Wir möchten sicherstellen, dass auf diesem Wege nichts in unsere Nähe oder in die Nähe unserer Grenzen gelangt", sagte Andrew Giuliani, Leiter der Task-Force.

Er machte klar, dass Kongo die Einreise riskiere, sollten sie der Aufforderung nicht nachkommen. Das Land will ab dem 11. Juni sein Quartier im texanischen Houston aufschlagen. Ihr Auftaktspiel bestreiten die Kongolesen am 17. Juni in Houston gegen Portugal. Drei Tage zuvor startet auch die deutsche Nationalmannschaft in Houston gegen Curaçao ins Turnier.

Aktuell bereitet sich Kongo in Belgien auf die WM vor, dort soll die Isolation vor der Einreise eingehalten werden. In den vergangenen Tagen hatte der Verband aufgrund des Ebola-Ausbruchs bereits ein dreitägiges Trainingslager in Kinshasa sowie die offizielle WM-Verabschiedung mit Fans in der Hauptstadt abgesagt.

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Bis jetzt haben die Spieler und der französische Trainer Sébastien Desabre (49) keinerlei Kontakte in den Kongo gehabt. Alle leben und spielen außerhalb des afrikanischen Landes.

Seltene Variante erschwert den Kampf gegen das Ebola-Virus im Kongo

Ein Mitarbeiter des Gesundheitswesens bereitet ein Ebola-Behandlungszentrum im Krankenhaus vor.
Ein Mitarbeiter des Gesundheitswesens bereitet ein Ebola-Behandlungszentrum im Krankenhaus vor.  © Moses Sawasawa/AP/dpa

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es mittlerweile mehr als 700 Ebola-Verdachtsfälle im Kongo, dabei sollen 180 Todesfälle womöglich mit dem Virus in Verbindung stehen. Im Labor wurden mittlerweile zahlreiche Fälle bestätigt. Vor rund einer Woche war der Ausbruch einer seltenen Variante des tödlichen Virus im Kongo bekannt geworden. Der tatsächliche Ausbruch soll schon Wochen zurückliegen.

Das Virus ist ansteckend, wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Die WHO rechnet damit, dass die Zahl der Infizierten und Toten noch weiter steigen wird, da es für die "Bundibugyo"-Variante bislang keinen zugelassenen Impfstoff gibt.

Die bislang existierenden Impfstoffe sind unwirksam gegen die neue Variante. In den vergangenen 50 Jahren gab es bereits 17 Ebola-Ausbrüche im Kongo, zweimal handelte es sich dabei bislang um eine seltene Variante. Das erhöht die Sterblichkeitsrate enorm.

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Das Team von "Ärzte ohne Grenzen" geht davon aus, dass es Monate, wenn nicht gar ein Jahr dauern könnte, bis das Virus eingedämmt sei.

Titelfoto: Bildmontage: STR/AP/dpa, Moses Sawasawa/AP/dpa

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