FC-Köln-Spielmacher verrät: So macht René Wagner den Aufsteiger peu à peu besser

Köln - Zwei Spiele, vier Punkte - der Start von René Wagner (37) als Trainer des 1. FC Köln ist geglückt. Ein Faktor dafür ist auch Spielmacher Isak Johannesson (23), der gegen Werder Bremen am Sonntag maßgeblich am 3:1-Sieg beteiligt gewesen ist.

Isak Johannesson (23) hat beim 3:1-Heimsieg gegen Werder Bremen am Sonntag eine bärenstarke Partie abgeliefert.  © Uwe Anspach/dpa

Dass er sich nach monatelanger Formkrise wieder als Leistungsträger zurückgemeldet hat, liegt auch an dem neuen Cheftrainer, der vor rund drei Wochen das Zepter beim Aufsteiger übernommen hat. Wagner mache einen "unglaublichen Job", betont der Isländer im Interview auf "fc.de".

Der 37-Jährige überzeuge dabei vor allem mit seinem Charakter. "René ist ein positiver Typ, macht klare Ansagen und spricht offen mit mir", betont Johannesson.

Doch auch sportlich könne der Übungsleiter überzeugen, meint der zentrale Mittelfeldspieler: "Er ist einerseits taktisch sehr gut und bereitet uns gut vor, er ist aber auch jemand, der die Mannschaft sehr gut führt. Obwohl René noch sehr jung ist, macht er das super und ich arbeite sehr gerne mit ihm."

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Dass es für ihn persönlich leistungsmäßig wieder bergauf geht, nachdem er von Wagner Vorgänger Lukas Kwasniok (44) in den vergangenen Monaten mehr und mehr zum Zuschauen verdammt worden ist, liege auch an einer taktischen Umstellung, verrät der Isländer außerdem. "Ich und Kuba [Jakub Kaminski, Anm. d. Red.] spielen nun eher als Achter und Eric [Martel, Anm. d. Red.] ist dahinter die alleinige Sechs."

Auf diese Weise habe er offensiv viel mehr Freiheiten - und das ist genauso geplant: "René möchte, dass wir höher stehen, wenn wir den Ball haben, dass ich mehr Assists sammle und Chancen kreiere."

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Isak Johannesson will dem 1. FC Köln mit "Pässen, meiner Laufarbeit und Zweikämpfen" helfen

Seit rund drei Wochen ist René Wagner (37) Cheftrainer beim 1. FC Köln. Bei den Spielern kommt der gebürtige Dresdner gut an.  © Uwe Anspach/dpa

Gegen Bremen hat das schon geklappt. Zunächst war es Johannesson, der Kaminski mit einem Pass im Strafraum bediente - und damit den frühen Elfmeter für die Geißböcke in die Wege leitete (5.). In der Schlussphase überwand er mit einer Flanke zu dem an diesem Nachmittag bärenstarken Werder-Schlussmann Mio Backhaus (21) und setzte so den Schlusspunkt unter den überlebenswichtigen Sieg für die Kölner (90+7).

Dass der Treffer als Eigentor gewertet wurde, ist ihm dabei herzlich egal. "Ich will, dass die Mannschaft gewinnt, egal wer die Tore schießt", stellt der 23-Jährige klar.

Zumal es ohnehin seine Lieblingsaufgabe sei, seine Mitspieler in Szene zu setzen. "Ich will der Mannschaft helfen, mit Pässen, meiner Laufarbeit, Zweikämpfen. Ich liebe es, gute Pässe zu spielen und Spieler wie Said [El Mala, Anm. d. Red.], Kuba oder Ragy [Ragnar Ache, Anm. d. Red] in gute Positionen zu bringen."

Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Bayern München 30 109:29 79
2 Borussia Dortmund 30 61:31 64
3 RB Leipzig 30 59:37 59
4 VfB Stuttgart 30 62:42 56
5 TSG 1899 Hoffenheim 30 59:44 54
6 Bayer 04 Leverkusen 30 60:41 52
7 SC Freiburg 30 44:48 43
8 Eintracht Frankfurt 30 55:57 42
9 FC Augsburg 30 38:54 36
10 1. FSV Mainz 05 30 36:45 34
11 1. FC Union Berlin 30 34:52 32
12 1. FC Köln 30 44:51 31
13 Borussia Mönchengladbach 30 36:50 31
14 Hamburger SV 30 33:48 31
15 SV Werder Bremen 30 35:53 31
16 FC St. Pauli 30 26:51 26
17 VfL Wolfsburg 30 41:66 24
18 1. FC Heidenheim 30 33:66 19

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

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