Hitziger Vereins-Stammtisch beim 1. FC Köln: "Wofür bekommen Sie eigentlich Geld?"

Köln - "Jood Jeföhl" sieht anders aus beim 1. FC Köln. Beim jährlich stattfindenden Vereins-Stammtisch, der Mitgliederversammlung des Klubs, haben sich am Mittwochabend die Vorstände teils harter Kritik der Fans stellen müssen. Dabei ging es auch um die Kaderplanung und die Transfersperre.

Musste sich, wie seine Kollegen, am Mittwochabend bei der Mitgliederversammlung teils harte Kritik der Fans gefallen lassen: der Kölner Sport-Geschäftsführer Christian Keller (47).
Musste sich, wie seine Kollegen, am Mittwochabend bei der Mitgliederversammlung teils harte Kritik der Fans gefallen lassen: der Kölner Sport-Geschäftsführer Christian Keller (47).  © Harry Langer/dpa

Knapp 1200 Mitglieder waren am Mittwoch in die MMC-Studios in Köln-Ossendorf gekommen, um den FC-Bossen um Geschäftsführer Christian Keller (45) und Präsident Dr. Werner Wolf (67) mal so richtig die Meinung zu geigen.

Als Wolf und Keller zu Beginn trotz des bitteren Abstiegs in die 2. Bundesliga positive Dinge der abgelaufenen Saison hervorhoben, platzte einigen im Saal der Kragen.

"Abstieg! Was soll da gelungen sein?", rief beispielsweise jemand in Richtung Podium. Moderator Jan Henkel (50) versuchte daraufhin, die aufgebrachten Fans zu beruhigen.

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Doch ruhig blieb es nicht lange. Als es um das Thema Kaderplanung und die im Sommer nach wie vor gültige Transfersperre der Kölner ging, attackierte ein Mitglied FC-Geschäftsführer Philip Türoff (47) verbal heftig. "Wofür bekommen Sie eigentlich Geld?", wetterte er. "Sie haben das Ding mit voller Wucht an die Wand gefahren. Und dann auch noch den Vertrag verlängert bekommen."

Gemeint ist die vom internationalen Sportgerichtshof CAS an den FC verhängte Transfersperre. Die haben die Kölner bekommen, weil sie versucht haben sollen, den slowenischen Nachwuchsstürmer Jaka Cuber Potocnik (19) durch eine Vertragsauflösung in seinem Heimatland kostenlos durch die Hintertür zu verpflichten.

Vorstand des 1. FC Köln will nicht zurücktreten: Viele Spieler bleiben auch!

Bleibt wie einige andere Spieler trotz vieler Angebote beim FC: Innenverteidiger Timo Hübers (27).
Bleibt wie einige andere Spieler trotz vieler Angebote beim FC: Innenverteidiger Timo Hübers (27).  © Rolf Vennenbernd/dpa

Dann wurde Geschäftsführer Keller deutlich: "Ich habe schon vor Wochen gesagt, wenn es dem FC hilft, dann braucht ihr mich nicht rauszuwerfen, dann gehe ich einfach." Das hätte das Aufsichtsgremium jedoch abgelehnt.

Also keine Änderung beim Vorstand. Und dann konnten die Bosse den Fans immerhin noch verkünden, dass einige Spieler trotz Ausstiegs-Option bleiben werden.

Dazu gehören bis jetzt Eric Martel (22), Timo Hübers (27), Jan Thielmann (22) und Mark Uth (32).

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Die Mission Wiederaufstieg beim 1. FC Köln soll also trotz des sportlichen Misserfolgs viel bekanntes Personal betreffen ...

Titelfoto: Harry Langer/dpa

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