Bollwerk bricht offiziell auseinander: Union-Trio um Leite verlässt Berlin
Berlin - Eine Ära endet! Union Berlin verabschiedet sich vor dem Saisonfinale am Samstag gegen Augsburg von drei Stars: Diogo Leite, Danilho Doekhi und Alex Kral (alle 27). Das gaben die Köpenicker am Donnerstag bekannt.
Damit bricht das langjährige Bollwerk nun offiziell auseinander. Jahrelang hielten Doekhi und Leite den Laden hinten dicht, kommen zusammen auf insgesamt 238 Bundesligaspiele.
Überraschend kommt das nicht. Vor allem Leite galt schon vergangenen Sommer als Abgangskandidat Nummer eins, verpasste gar Teile der Vorbereitung, doch ein Abnehmer fand sich nicht. Der Portugiese musste letztlich bleiben.
Ebenso wie Doekhi, der sich ebenfalls früh festgelegt hatte, den Verein nach vier Jahren verlassen zu wollen.
Kral hingegen hätte Union am liebsten schon vergangene Saison abgeben, doch Espanyol Barcelona ließ die Kaufoption überraschend verstreichen. Auch ein Winter-Wechsel zerschlug sich auf den letzten Metern. Jetzt zieht das Trio ablösefrei weiter.
Union Berlin entgeht Millionen-Ablöse für Danilho Doekhi und Diogo Leite
Besonders bitter: Den Eisernen entgehen vor allem durch Leite (geschätzter Marktwert von 12 Millionen Euro) und Doekhi (Marktwert liegt bei 13 Millionen Euro) Millionen. Doch die Rechnung von Horst Heldt (56) ging immerhin auf: Ein Abstieg wäre demnach deutlich teurer gewesen, um auf ihre Qualitäten zu verzichten.
Dennoch muss nun Ersatz her - und Union ist vorbereitet. Mit Zeno van den Bosch (22) soll der erste Neuzugang schon längst feststehen. Auch Marvin Friedrich (30) kehrt Medienberichten zufolge nach viereinhalb Jahren bei Borussia Mönchengladbach zu den Eisernen zurück. Zudem besitzt Union eine Kaufoption bei Hoffenheim Stanley Nsoki (27).
Die Chancen auf eine Verpflichtung dürften nicht weniger geworden sein. Verabschiedet wird Nsoki am Wochenende zumindest nicht. Dafür gibt es aber im Staff Veränderungen: Torwarttrainer Michael Gspurning (45) und Physiotherapeut Silvio Thieme verlassen ebenfalls die Berliner.
Titelfoto: THOMAS KIENZLE / AFP
