Steffen Baumgart kann sich Seitenhieb auf Union Berlin nicht verkneifen
Berlin - Das hat gesessen: Steffen Baumgart (54) hat bei der Pressekonferenz am Donnerstag mit einem süffisanten Seitenhieb gegen seinen eigenen Klub Union Berlin ausgeteilt.
Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass der 1. FC Heidenheim nicht unbedingt zu den Lieblingsgegnern der Eisernen zählt. Baumgart hingegen hat an die Truppe von Frank Schmidt (52) auch gute Erinnerungen, denn er hat dem FCH-Coach dessen bislang höchste Heim-Niederlage beigebracht.
In diesem Zusammenhang ließ der Union-Coach auch die kleine Spitze gegen seinen aktuellen Arbeitgeber fallen. Noch in Diensten des SC Paderborn konnte der 54-Jährige einen 5:1-Sieg in der Voith-Arena feiern.
Dessen sei er sich bewusst, merkte er auf Nachfrage eines Journalisten an. Das sei in dem Jahr gewesen, "wo wir durchmarschiert sind auf Platz zwei und nicht durch die Relegation aufgestiegen sind", stellte er fest und schickte ein gehässiges Grinsen in Richtung des Reporters.
"Ich weiß nicht, warum Du das so betonen musst, Steffen?", hakte Pressesprecher Christian Arbeit (52) laut lachend ein.
Hintergrund des humorvollen Schlagabtauschs ist natürlich die Tatsache, dass es der 1. FC Union war, der 2019 durch die Relegation gehen musste und unter Urs Fischer (60) letztendlich mit zwei Unentschieden den Aufstieg gegen den VfB Stuttgart meisterte.
Union Berlin mit Grusel-Bilanz gegen 1. FC Heidenheim
Apropos Bundesliga: Im Fußballoberhaus konnten die Berliner noch keinen einzigen Dreier gegen Heidenheim einfahren.
Der letzte Sieg gelang dem Hauptstadtklub im Oktober 2022 in der 2. Runde des DFB-Pokals. Der letzte Erfolg im Ligabetrieb würde sich in genau einer Woche zum zehnten Mal jähren - damals noch in der 2. Bundesliga.
Und auch die Gesamtbilanz liest sich aus Sicht der Köpenicker nicht gut, die von insgesamt 17 Duellen lediglich vier gewinnen konnten. Im Gegenzug kassierten sie satte zehn Pleiten.
Das soll sich in der Partie am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei den akut abstiegsbedrohten Ostwürttembergern endlich ändern. Zumal der Hauptstadtklub selbst den entscheidenden Schritt aus der (erweiterten) Abstiegszone machen will.
Spätestens seit dem Hinspiel, in dem der FCH in der Nachspielzeit einen 0:1-Rückstand in einen 2:1-Sieg drehte, weiß Steffen Baumgart, dass sein Team einer Mannschaft gegenübersteht, "die nie aufgeben" wird, und zollte seinem Trainerkollegen "sehr, sehr großen Respekt".
Titelfoto: Soeren Stache/dpa

