Treffen sich zwei Ex-Unioner für den Klassenerhalt in Mainz
Berlin/Mainz - Was wie der Anfang eines schlechten Witzes klingt, könnte zum Patentrezept für den Klassenerhalt von Mainz 05 werden - und eigentlich sind es ja sogar drei Ehemalige von Union Berlin.
Vermutlich wäre es bei einem Duo geblieben, hätte sich der Ex-FCU-Flügelflitzer Benedict Hollerbach (24) nicht einen Riss der Achillessehne zugezogen, der seine Saison auf schmerzhafte Weise vorzeitig beendet hat.
Also musste sich der andere Ex-Unioner - die Rede ist natürlich von Erfolgscoach Urs Fischer (59) - eine Alternative überlegen und dabei fiel ihm natürlich ein weiterer Kicker ein, den er nur allzu gut aus seinen Tagen in Berlin kennt.
Der Schweizer hatte die Mainzer Anfang Dezember 2025 auf dem letzten Tabellenplatz übernommen und sie inzwischen auf den Relegationsplatz geführt - mit nur noch einem Punkt Abstand zum rettenden Ufer.
Und den Verbleib in der Bundesliga soll jetzt eben noch ein weiterer Ex-Spieler von Fischer absichern, denn die 05er haben am Deadline Day einen gewissen Sheraldo Becker (30) verpflichtet.
Mainz 05 setzt beim Klassenerhalt auf die Fischer-Connection
Jener Becker, der unter dem 59 Jahre alten Fußballlehrer seine beste Leistung abrief. In der Saison 2022/23 traf der gebürtige Niederländer, der inzwischen für die Nationalmannschaft Surinams aufläuft, zwölfmal ins Schwarze und bereitete zehn Treffer vor - Werte, die er weder davor noch danach erreichte.
Seit seinem Abgang vom Hauptstadtklub ging es auch mit seiner Karriere bergab. Nach zwei ernüchternden Spielzeiten bei Real Sociedad folgte Anfang der Saison der LaLiga-Wechsel zu CA Osasuna. Aber auch dort wurde der 30-Jährige nicht so recht glücklich, absolvierte sein vorerst letztes Pflichtspiel Mitte Dezember.
Jetzt will er seine Karriere unter seinem einstigen Förderer bei den Rheinhessen wiederbeleben und soll dort kurzfristig Hollerbach ersetzen.
"Ich freue mich, dass das so schnell geklappt hat und auf die Rückkehr in die Bundesliga", kommentierte Sheraldo Becker die Leihe bis Saisonende. Er habe nahezu alle seine Bundesliga-Spiele unter Urs Fischer gemacht und sei froh, jetzt wieder mit ihm zusammenarbeiten zu können.
Übrigens sollen die Mainzer auch noch an einem weiteren ehemaligen Fischer-Schüler interessiert gewesen sein. Eine Leihe von Nottinghams Sturmtank Taiwo Awoniyi (28) kam aber letztendlich nicht zustande.
Titelfoto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

