Union Berlin und der Ramadan: "Finde es sehr ..."

Berlin - Am vergangenen Mittwoch hat der muslimische Fastenmonat Ramadan begonnen und der macht auch vor zwei Profi-Fußballern von Union Berlin nicht Halt.

Union-Coach Steffen Baumgart (54) findet es wichtig, dass seine Spieler ihre Religion frei ausleben können.
Union-Coach Steffen Baumgart (54) findet es wichtig, dass seine Spieler ihre Religion frei ausleben können.  © Soeren Stache/dpa

Ilyas Ansah und Livan Burcu (beide 21) dürfen noch bis einschließlich 19. März zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang weder Essen noch trinken.

Steffen Baumgart (54) hat im Vorfeld der Partie gegen Borussia Mönchengladbach seinen Schützlingen volle Unterstützung zugesichert.

"Ich finde es sehr, sehr wichtig, dass wir da auch sehr offen mit umgehen und auch wissen, dass das einfach sehr wichtig ist für die beiden", betonte der Union-Coach bei der Pressekonferenz am Donnerstag.

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Er unterstrich die Wichtigkeit, dass die beiden Spieler ihre Religion frei ausleben können und "wir da eben halt die Unterstützung geben, die möglich ist."

Das beziehe sich in erster Linie auf Absprachen, was die Kicker vor dem Aufgang der Sonne und nach ihrem Untergang benötigen. In diesem Zusammenhang befinde man sich auch in Absprachen mit dem Umfeld. "Da werden wir alles für tun", bekräftige Baumgart.

Burcu Kandidat für Türkei in WM-Play-offs, Ansah schlägt möglichen WM-Einsatz für Ghana aus

Livan Burcu (l.) und Ilyas Ansah (beide 21) begehen bei Union Berlin gemeinsam den Fastenmonat Ramadan.
Livan Burcu (l.) und Ilyas Ansah (beide 21) begehen bei Union Berlin gemeinsam den Fastenmonat Ramadan.  © Andreas Gora/dpa

Immerhin habe man einen kleinen Vorteil dadurch, dass die Sonne zurzeit "etwas früher aufgeht und früher untergeht", sodass der Zeitraum dazwischen nicht ganz so lang ausfällt, wie beispielsweise im Sommer.

Der Deutsch-Türke Burcu wurde in Frankfurt am Main geboren und läuft aktuell für die türkische U21 auf. Kürzlich wurde er von Scouts beobachtet, da er jetzt auch für die A-Nationalmannschaft infrage kommen könnte - womöglich schon im März beim WM-Play-off gegen Rumänien.

Ansah hat das Licht der Welt in Lüdenscheid erblickt. Er hat ghanaische Wurzeln, spielt aber zurzeit für die deutsche U21 und das wird vorerst auch so bleiben.

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Der Angreifer hat nach eigener Aussage nämlich jüngst ein Angebot für einen Verbandswechsel abgelehnt und wird somit auch nicht für Ghana bei der anstehenden Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA auflaufen.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa, Soeren Stache/dpa (Bildmontage)

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