Berlin - Union Berlin hat sich nach der Rückkehr von Aufstiegsheld Marvin Friedrich (30) mit einem neuen Turm für die Abwehr verstärkt.
Am Montag haben die Eisernen offiziell den Transfer des belgischen 1,91-Meter-Hünen Zeno Van Den Bosch (22) verkündet, der bereits im Winter festgezurrt worden ist.
Der 22-Jährige wechselt nach Ablauf seines Vertrages bei Royal Antwerpen ablösefrei an die Alte Försterei und könnte unter dem neuen Coach Mauro Lustrinelli (50) gemeinsam mit Leopold Querfeld (22) das neue junge Herzstück des eisernen Abwehrbollwerks bilden.
"Vom ersten Gespräch an hatte ich ein sehr gutes Gefühl, weil der Verein für Zusammenhalt, Entwicklung und klare Werte steht. Genau in diesem Umfeld möchte ich mich weiter verbessern", erklärte Van Den Bosch seine Entscheidung für die Köpenicker.
Und der Belgier kommt mit viel Vorschusslorbeeren nach Berlin, hat in jungen Jahren für Antwerpen bereits 140 Pflichtspiele absolviert und dabei sogar Champions-League-Luft geschnuppert.
Zudem konnte er sich 2022/23 auch schon zum belgischen Meister und Pokalsieger krönen. Nach der Spielzeit 2023/24 wählten die Royal-Fans ihn zum Spieler der Saison.
Zeno Van Den Bosch und Leopold Querfeld als neues junges Herzstück der Viererkette bei Union Berlin?
Für seine Zeit bei Royal Antwerpen, die ihn enorm geprägt habe, sei er sehr dankbar, aber jetzt "war für mich der richtige Moment gekommen, den nächsten Schritt zu gehen und diesen wollte ich unbedingt beim 1. FC Union Berlin machen", betonte der 22-Jährige.
"Zeno ist ein junger Spieler mit großem Entwicklungspotenzial, der uns aufgrund seiner bereits gesammelten Erfahrung sofort weiterhelfen kann", lobte Horst Heldt (56) den Neuzugang.
Er bringe Größe, Zweikampfstärke und zugleich eine gute Beweglichkeit mit, unterstrich der Union-Manager die Stärken seines neuen Schützlings.
Bei einem wahrscheinlichen Systemwechsel von Dreier- auf Viererkette, die der neue Schweizer Coach bislang favorisiert hat, dürfte der Rechtsfuß in der Innenverteidigung an Querfelds Seite gesetzt sein.
Rückkehrer Friedrich möchte sich natürlich auch für einen Stammplatz im Abwehrzentrum empfehlen, kann seinen jüngeren Konkurrenten aber auch als Mentor mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Derweil ist die Zukunft von Stanley Nsoki (27) weiterhin ungeklärt. Zunächst hieß es, dass der Hauptstadtklub die Kaufoption für die Leihgabe von der TSG Hoffenheim ziehen wolle, doch jetzt könnte er auch dem Systemwechsel zum Opfer fallen.