Wiedersehen im zweiten Anlauf: Union-Coach Baumgart vor Rückkehr zum HSV
Berlin - Hat er sich etwa deswegen so zurückgehalten? Steffen Baumgart (54) wollte am vergangenen Freitag beim sonst so hitzigen Duell zwischen Union Berlin und Eintracht Frankfurt wohl unbedingt eine erneute Sperre gegen den HSV vermeiden.
Und das gegen Bundesliga-Neuling Albert Riera (43), der sich bei seiner Vorstellung gleich mit markigen Worten präsentierte. Aber auch der Spanier verhielt sich an der Seitenlinie sehr ruhig.
Vielleicht lag es auch daran, dass das 1:1-Remis An der Alten Försterei außer einer gigantischen Fan-Choreografie - inklusive Feuerwerk und Pyro - lange Zeit keine großen Höhepunkte oder strittige Szenen lieferte und erst in der Schlussphase in Fahrt kam.
Baumgart zeigte sich im Nachhinein jedenfalls erleichtert, denn das erste Wiedersehen mit den alten Kollegen rund um seinen ehemaligen Co-Trainer Merlin Polzin (35) verpasste er mit einer Rotsperre nach dem wilden 4:3-Sieg bei den Adlerträgern.
"Erst mal bin ich froh, dass ich dabei sein werde", betonte der 54-Jährige im Vorfeld der Partie. Er sei froh, dass er sich bei der Begegnung mit der SGE diesmal nicht emotional hinreißen ließ.
Union-Coach Steffen Baumgart freut sich auf "die Stadt und das Stadion" in Hamburg
"Dass ich im Hinspiel nicht dabei war, hat mich geärgert", betonte der Union-Coach, der sich jetzt auf die Rückkehr in die Hansestadt freut, in der er von Februar bis November 2024 als Cheftrainer tätig war und schließlich von Polzin abgelöst wurde.
"Ich freue mich auf die Stadt und das Stadion. Ich freue mich darauf, viele Leute wiederzusehen", blickte Baumgart voraus. Gastgeschenke will er dann aber nicht an seine alte Liebe verteilen.
"Wir wollen dort gewinnen", kündigte der Trainer der Köpenicker an, der dafür unter der Woche intensiv im Training arbeiten lassen wollte.
Und ein Sieg im Volksparkstadion würde den Eisernen gut zu Gesicht stehen, denn die Baumgart-Truppe wartet nach wie vor auf den ersten Sieg im Jahr 2026.
Außerdem könnte der Hauptstadtklub den Hamburger SV mit einem Dreier auf sechs Punkte distanzieren und sich damit wohl endgültig aller möglichen Abstiegssorgen entledigen.
Titelfoto: Soeren Stache/dpa

