Während die anderen spielen: BVB macht Moukoko-Verlängerung offiziell!

Dortmund - Die Tinte ist ENDLICH trocken: Ausnahme-Stürmer Youssoufa Moukoko (18) bleibt beim BVB! Um 16.02 Uhr und damit mitten in der ersten Halbzeit der Bundesliga, die am Samstag zurück aus der Winterpause kommt, twitterten das die Schwarz-Gelben.

Youssoufa Moukoko (18) bleibt beim BVB.
Youssoufa Moukoko (18) bleibt beim BVB.  © David Inderlied/dpa

Der 18-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis Ende Juni 2026.

"Es ist kein Geheimnis, dass ich mich beim BVB wohlfühle. Ich habe in den Nachwuchsteams gespielt, hier meine ersten Schritte im Profifußball gemacht und nun bin ich bereit, auch den nächsten Schritt meiner Entwicklung gemeinsam mit dem Verein zu gehen", erklärte der deutsche Nationalspieler auf der Homepage des Vereins.

Er spüre zudem das Vertrauen des Trainerteams um Headcoach Edin Terzic (40) und habe in Dortmund ein Umfeld, in dem er sich entwickeln könne.

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Er räumte aber auch ein, dass viele andere Vereine in den vergangenen Monaten an seine Tür geklopft haben: "Natürlich hat mich das Interesse anderer Klubs geehrt, aber letztlich ist es eine Entscheidung des Herzens. Die Fans haben mich immer unterstützt, und ich will ihnen und dem Verein auch etwas zurückgeben", so der 18-Jährige.

Immer wieder waren zuletzt Gerüchte aufgekommen, zahlreiche Klubs aus England seien hinter dem Ausnahmetalent her. Experten wie zum Beispiel Lothar Matthäus (61) rieten dem jungen Stürmer aber dringend von diesem Schritt ab.

BVB: Sebastian Kehl tütete den Deal mit Youssoufa Moukoko ein und zeigte Verhandlungsgeschick

Hat gut Lachen: Sportdirektor Sebastian Kehl (42) tütete den Moukoko-Deal ein.
Hat gut Lachen: Sportdirektor Sebastian Kehl (42) tütete den Moukoko-Deal ein.  © Matthias Balk/dpa

Sportdirektor Sebastian Kehl (42) hatte gemeinsam mit den Verantwortlichen des Vereins wochenlang um den Verbleib des Shooting-Stars des deutschen Fußballs gekämpft, zuletzt auch mit harter Hand.

So freut es ihn natürlich besonders, dass sich Moukoko für eine Verlängerung bei den Schwarz-Gelben entschieden hat.

"Youssoufa ist ein außergewöhnlicher Spieler, den wir selbst ausgebildet haben, und in dem wir noch riesiges Entwicklungspotenzial sehen. Ich bin deshalb froh, dass wir Youssoufa noch vor dem Start der für uns so wichtigen zweiten Saisonhälfte davon überzeugen konnten, dass er beim BVB die beste Perspektive hat und sein Weg hier noch lange nicht zuende ist", erklärte Kehl auf der Vereinsseite.

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Dem Klub sei es wichtig gewesen, die Verhandlungen noch vor der Wiederaufnahme der Bundesliga abzuschließen, "damit wir alle - und insbesondere auch Youssoufa - in Ruhe und voll fokussiert auf die sportlichen Herausforderungen ins Fußballjahr 2023 starten können", so Kehl.

Das ist Youssoufa Moukoko vom BVB

Kurz vor der WM bestritt Moukoko (18) sein erstes Länderspiel, bei der WM in Katar wurde er bei der Niederlage gegen Japan eingewechselt.
Kurz vor der WM bestritt Moukoko (18) sein erstes Länderspiel, bei der WM in Katar wurde er bei der Niederlage gegen Japan eingewechselt.  © Christian Charisius/dpa

Youssoufa Moukoko wurde am 20. November 2004 im kamerunischen Yaoundé geboren. Im Alter von zehn Jahren kam Moukoko durch seinen Vater nach Hamburg, spielte von 2014 an zwei Jahre im Nachwuchs von St. Pauli.

2016, also mit 12 Jahren, angelte sich der BVB das Ausnahmetalent, seitdem durchlief er jegliche Nachwuchsmannschaften der Schwarz-Gelben und schoss in den Spielzeiten 2017/2018 und 2019/2019 bei den U17-Junioren jeweils 28 Spielen 40 beziehungsweise 52 Tore.

Mit nur 16 Jahren und 278 Tagen debütierte er bei der U21-Nationalmannschaft und ist dort auch jüngster Torschütze.

Mit 16 Jahren und 1 Tag gab er sein Bundesliga-Debüt im Auswärtsspiel bei Hertha BSC, das der BVB damals mit 5:2 gewann. Wenige Tage später wurde er mit 16 Jahren und 18 Tagen zudem der jüngste Champions-League-Spieler aller Zeiten.

Am 18. Dezember 2020 schoss er bei der 1:2-Niederlage des BVB bei Union Berlin sein erstes Bundesliga-Tor und wurde damit zum jüngsten Bundesliga-Torschützen aller Zeiten.

Erst kürzlich gab Moukoko kurz vor der WM beim Testspiel gegen den Oman sein Nationalmannschaftsdebüt unter Bundestrainer Hansi Flick und war dann dabei, als die Nationalmannschaft in der Vorrunde die Segel streichen musste.

Bislang hat er für den BVB acht Bundesliga-Tore geschossen, in der Champions League und im DFB-Pokal ist er noch ohne Treffer.

Titelfoto: David Inderlied/dpa

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