Kantersieg im Abstiegskampf: Chemie Leipzig macht es vor Derby deutlich besser als Lok!

Berlin - Vor ein paar Wochen hat Tabellenführer Lok Leipzig vollkommen überraschend gegen Schlusslicht Hertha Zehlendorf mit 0:2 verloren. Am Dienstagabend wollte es Dauerrivale Chemie Leipzig vor dem Stadtderby gegen die Berliner besser machen – und das gelang deutlich! Auch dank eines ganz krummen Dosenöffners von Cyrill Akono ging Grün-Weiß mit 5:0 (2:0) als Sieger vom Ernst-Reuter-Sportfeld.

In der 17. Minute war Cyrill Akono einen Schritt schneller als Hertha-Keeper Alexios Dedidis und beförderte das Rund per Bogenlampe zum 1:0 ins Tor.
In der 17. Minute war Cyrill Akono einen Schritt schneller als Hertha-Keeper Alexios Dedidis und beförderte das Rund per Bogenlampe zum 1:0 ins Tor.  © Matthias Koch

Die Anfangsviertelstunde war aber zunächst ganz schwere Fußballkost. Kein Team traute sich so richtig was, alle waren darauf bedacht, keine Fehler zu machen.

Dann jedoch hatte Leipzigs Nils Lihsek eine Idee, flankte das Rund in Richtung Strafraum. Dort kam Akono vor dem gegnerischen Keeper Alexios Dedidis an den Ball und erzielte per Bogenlampe ins linke Eck das umjubelte 1:0 für die Gäste (17.).

Was dann folgte, war das, was man von einem Spiel zweier Teams aus dem Tabellenkeller erwartet. Viele Zweikämpfe, wenig Ideen und im Grunde genommen keine Torchancen.

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Chemie fiel wenig ein, Zehlendorf gar nichts. Das sprach aber natürlich trotzdem für die Gäste, die nach der Führung den Gegner ganz weit vom eigenen Kasten fernhielten.

Grün-Weiß blieb effektiv und holte in Person von Akono einen Strafstoß raus. Sven Reimann hatte den Offensivmann im Sechzehner gehalten, kann man geben.

Janik Mäder, der in Babelsberg noch verschossen hatte, trat an und traf sicher unten rechts zum 2:0 (39.).

Kurz darauf ging es in die Kabinen. Zehlendorf wachte kurz vor dem Pausenpfiff noch einmal auf, konnte aber die Kugel nicht im Kasten unterbringen.

Chemie Leipzig sorgt direkt für klare Verhältnisse

Chemie Leipzigs Nils Lihsek (l.) machte ein starkes Spiel und hatte die richtigen Ideen in der Offensive.
Chemie Leipzigs Nils Lihsek (l.) machte ein starkes Spiel und hatte die richtigen Ideen in der Offensive.  © Matthias Koch

Wie reagierte das Schlusslicht, das am Dienstag auch noch den Rauswurf von Trainer Tilman Käpnick verkraften musste, auf den Halbzeitrückstand?

Kurz gesagt: Katastrophal, denn die Hausherren fingen sich direkt nach Wiederbeginn den dritten Gegentreffer ein.

Wieder hatte Lihsek den richtigen Riecher bei seinem Pass in die Spitze. Nutznießer war dieses Mal Mäder, der trocken links unten netzte (46.).

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Und es wurde immer schlimmer für die Hauptstädter. In der 53. Minute erwischte Tormann Dedidis bei einem Akono-Angriff die Kugel außerhalb des Strafraums mit der Hand – dafür gab es konsequent glatt Rot.

Lihsek, bester Mann auf dem Feld, setzte den folgenden Freistoß knapp aber nur an den rechten Pfosten.

Egal, denn die Partie war natürlich gelaufen. Es ging am Ende nur darum, wie hoch der Chemie-Sieg ausfallen würde.

Leipzigs neuer Goalgetter Rajk Lisinski schraubte in der 68. Minute das Ergebnis auf 4:0 hoch, musste dafür nach einem Steckpass nur links einschieben.

Tim Bunge machte kurz darauf auch noch das Fünfte, wurde aber wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen. Nicht schlimm, dann machte Zehlendorf es eben selbst. Jake Wilton unglücklich per Kopf nach einer Ecke ins eigene Tor – 5:0 für Chemie (78.).

Das war dann aber auch der Schlusspunkt. Somit sammelten die Chemiker ganz viel Selbstvertrauen für das kommende Stadtderby.

Allerspätestens mit der Roten Karte für Alexios Dedidis war die Partie entschieden.
Allerspätestens mit der Roten Karte für Alexios Dedidis war die Partie entschieden.  © Matthias Koch

Titelfoto: Matthias Koch

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