Chemie Leipzig brennt den AKS ab: "Ich wusste, ich hol uns jetzt zurück!"

Leipzig - Von einem wichtigen Sieg zu sprechen, wäre wohl fast noch eine Untertreibung! Die BSG Chemie Leipzig hat am Mittwochabend echte Moral bewiesen und das Spiel gegen den Chemnitzer FC nach Rückstand noch zum 2:1 gedreht! Die Ekstase war wirklich im ganzen Stadion zu spüren.

Der Alfred-Kunze-Sportpark war am Mittwochabend angezündet. Die Fans peitschten die BSG Chemie Leipzig nach vorn.  © Roger Petzsche / PICTURE POINT

Denn nach zwei Niederlagen unter dem neuen Trainer Alexander Schmidt (57) war der Druck riesig. Grün-Weiß steckt mitten im Abstiegskampf, die Konkurrenz punktet teilweise.

Und Leipzig ging schon wieder früh durch ein Eigentor in Rückstand, welches Teams, die nicht so tief im Tabellenkeller stecken, womöglich gar nicht bekommen.

Doch kurz vor Schluss bekommen die Hausherren plötzlich in Überzahl einen Elfmeter zugesprochen. Stanley Ratifo (31), der zuvor einige Male die Chance zum Treffer hatte, schnappte sich die Kugel.

BSG Chemie Leipzig Nachholer erneut abgesagt! Chemie reist wieder nicht nach Berlin

"Ich brannte so, meine Kopfbälle zuvor sind fast reingefallen. Da hab ich jetzt schon gedacht, das ist jetzt meiner. Ich wusste, ich hol uns jetzt zurück", so der Stürmer gegenüber TAG24.

Der Nationalspieler Mosambiks trat an und verwandelte sicher unten rechts. Der AKS schon vollkommen am Explodieren, war dann schließlich überhaupt nicht mehr zu halten, als Rudolf Sanin (25) wenig später den 2:1-Siegtreffer erzielte.

Drei ganz wichtige Punkte für die Leutzscher! "Die Euphorie war da, das Stadion war laut. Die haben uns absolut nach vorne gepeitscht und wir wussten, wir spielen auf Sieg", so Ratifo.

Anzeige
Stanley Ratifo (31) übernahm kurz vor Schluss Verantwortung und verwandelte den Elfmeter zum 1:1 sicher.  © Roger Petzsche / PICTURE POINT

BSG Chemie Leipzig hat nächstes schweres Spiel vor der Brust

Wie wichtig der Dreier war, zeigt auch der Blick auf den Spielplan. Viel leichter wird es für die Chemiker in den kommenden Tagen ja auch nicht. Am Sonntag müssen die Sachsen zur ebenfalls ziemlich formstarken Mannschaft Rot-Weiß Erfurt reisen. Das nächste Brett nach Jena, Halle und Chemnitz.

Doch der Sieg dürfte maximal Rückenwind geben. Und vielleicht können die Chemiker ja wieder für eine Überraschung sorgen.

Anzeige

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 1. FC Lokomotive Leipzig 23 48:17 55
2 FC Carl Zeiss Jena 22 41:21 45
3 Hallescher FC 23 38:21 44
4 FC Rot-Weiß Erfurt 23 41:29 43
5 FSV Zwickau 22 35:28 39
6 VSG Altglienicke 21 32:22 36
7 Chemnitzer FC 23 37:32 34
8 BFC Preussen 19 27:26 29
9 1. FC Magdeburg II 22 35:32 27
10 FSV 63 Luckenwalde 20 23:28 27
11 Hertha BSC II 21 31:40 27
12 ZFC Meuselwitz 21 27:32 23
13 SV Babelsberg 03 21 31:41 20
14 BFC Dynamo 20 24:34 20
15 Greifswalder FC 21 22:33 19
16 BSG Chemie Leipzig 21 19:32 16
17 FC Eilenburg 22 19:40 15
18 Hertha 03 Zehlendorf 19 16:38 9

Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.

Mehr zum Thema BSG Chemie Leipzig: