Chemie Leipzigs Bergmann im Interview: "Wir sollen hier mit einem Lächeln herkommen"

Leipzig - Die BSG Chemie Leipzig würde am Samstag (14 Uhr) gern daheim in der Regionalliga Nordost gegen den BFC Preussen spielen. Sehr fraglich aber, ob die Witterungsverhältnisse eine Austragung möglich machen. Schade, denn Schlussmann Marcel Bergmann (27) hat richtig Bock, zu spielen, wie er im zweiten Teil des TAG24-Interviews verraten hat.

Marcel Bergmann (27) im Testspieleinsatz für die BSG Chemie Leipzig.
Marcel Bergmann (27) im Testspieleinsatz für die BSG Chemie Leipzig.  © BSG Chemie Leipzig / Christian Donner

"Ich will endlich loslegen", so der Keeper, der zuletzt im Testspiel am Freitag gegen Germania Halberstadt ran durfte und die weiße Weste behielt.

Auch wenn noch immer nicht klar ist, wer final als Nummer eins zwischen den Pfosten in die Pflichtspiele 2026 gehen wird, ist der Hunger groß, endlich die nötigen Punkte zu holen, um aus dem Tabellenkeller zu kommen.

Schon jetzt klar: Auf die Liga werden wohl viele englische Wochen zukommen. Die Absagenflut hatte auch am 21. Spieltag Bestand. Zudem gibt es noch Partien aus dem Vorjahr, die nachgeholt werden müssen.

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Muss aber gar nicht so schlecht sein, wie Bergmann verriet: "Grundsätzlich sind englische Wochen geil, weil du einen Spieltag mehr hast und einmal weniger trainieren musst", so der 27-Jährige mit einem Lächeln.

Vielleicht ganz gut, dass die Grün-Weißen im Winter mit sieben (!) Neuzugängen ordentlich aufgerüstet haben. Eine gesunde Kaderbreite wird jedenfalls nicht schaden, um die anstrengenden Wochen möglichst gut bestreiten zu können.

Der Ist-Zustand im Alfred-Kunze-Sportpark. Wird hier wirklich am 14. Februar daheim gegen den BFC Preussen gespielt?
Der Ist-Zustand im Alfred-Kunze-Sportpark. Wird hier wirklich am 14. Februar daheim gegen den BFC Preussen gespielt?  © privat

So macht Alexander Schmidt die BSG Chemie Leipzig wieder stark

Der neue Trainer der BSG Chemie Leipzig, Alexander Schmidt (57), hat der Mannschaft neuen Mut eingepflanzt.
Der neue Trainer der BSG Chemie Leipzig, Alexander Schmidt (57), hat der Mannschaft neuen Mut eingepflanzt.  © Picture Point / Roger Petzsche

Im Interview mit TAG24 sagte der neue BSG-Coach, Alexander Schmidt (57), dass sich die Stimmung in Leutzsch nach den vielen Rückschlägen wieder verändern müsse.

Auffällig waren dabei hängende Köpfe nach Gegentoren und natürlich nach den Niederlagen. Ein Faktor, den der erfahrene Fußballlehrer seinen Jungs versucht hat, wieder auszutreiben.

"Er hat uns gesagt, dass wir den Bock jetzt umstoßen werden. Er will einen sehr intensiven Fußball spielen, bringt uns beim Training ordentlich ins Schwitzen. Verlangt, dass wir positiv an die ganze Sache herangehen. Wir sollen hier mit einem Lächeln herkommen - und ich glaube, dass das auch der richtige Weg ist", beschrieb Bergmann die Zusammenarbeit mit dem Coach.

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Die 13 Punkte aus 18 Spielen inklusive Trainerrauswurf einfach vergessen zu machen, geht auch nicht so leicht: "Ich glaube, wenn man aus einer schwierigen Phase kommt, dann ist es nicht immer so einfach, das sofort abzustreifen. Das geht wohl nur über Erfolgserlebnisse. Zuletzt die Ergebnisse waren gut - daran wollen wir uns hochziehen. Wir müssen einfach daran glauben, erfolgreich zu sein, dann werden wir es auch sein."

Für Bergmann, der, wie viele andere auch, zunächst bis Ende der Saison unterschrieben hat, wird es in den kommenden Monaten auch darum gehen, wie es perspektivisch weitergeht. Ein Ligaverbleib würde natürlich die Tür für eine längerfristige Zusammenarbeit aufmachen. Dafür muss nun aber gepunktet werden. Der Tormann: "Ich bin jetzt auch schon lange genug dabei, um zu wissen, dass es im Fußball immer um das Hier und Jetzt geht. Ich möchte meine Leistung bringen, möchte mich bestmöglich präsentieren und dann wird die Zukunft alles Weitere zeigen."

Titelfoto: BSG Chemie Leipzig / Christian Donner

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