Der Panzer rollt davon: Von Lok zu Chemie Leipzig und jetzt Richtung Norden

Leipzig - Als Julian Weigel (24) 2024 von Lok Leipzig zum Lokalrivalen Chemie wechselte, war das Echo erwartbar groß. Trotzdem wurde der "Panzer" schnell eine feste Größe bei Grün-Weiß. Jetzt trennen sich die Wege allerdings.

Julian Weigel (24) verlässt die BSG Chemie Leipzig und schließt sich dem FSV Schöningen an.  © Picture Point / Roger Petzsche

Wie die Chemiker am Freitag mitteilten, schließt sich der Abwehrmann Nord-Regionalligist FSV Schöningen an, wo unter anderem die Ex-Leutzscher Luca Marino (26) und Philipp Harant (27) aktiv sind.

Andy Müller-Papra (45), Strategischer Leiter bei den Sachsen: "Panzer hat trotz Verletzungspech immer Vollgas gegeben und ist ein echtes Beispiel für Kampf- und Einsatzbereitschaft. Als er in den vergangenen Monaten seltener aufgeboten wurde, hat er diese Rolle vorbildlich angenommen und sich in den Dienst der Mannschaft gestellt, hat im Training alles gegeben und in der Kabine die Stimmung mit hochgehalten. Wir wünschen ihm in Schöningen nur das Beste."

In der vergangenen Saison hatte Weigel, gerade in der Hinrunde unter Coach Adrian Alipour (47), noch seinen Stammplatz inne.

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Was folgte, waren krasse Erlebnisse. Das 0:0 in Halle: Platzsturm der HFC-Fans, Weigel mittendrin, als die gegnerischen Anhänger auf die Spieler zurannten. Weil er sich wehrte, wurde er vom NOFV auch noch gesperrt.

Seine Verletzung war dann das i-Tüpfelchen. Unter Alexander Schmidt (57) wurde er gegen Ende der Saison nicht mehr berücksichtigt, obwohl er wieder fit war. "Mal schauen", war deshalb seine Antwort auf die Frage von TAG24, ob es in Grün-Weiß weitergeht. Jetzt herrscht Gewissheit.

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Chemie Leipzigs Kaderveränderungen

Nach dem Wechsel von Nils Lihsek (26) ist Weigel der zweite Abgang innerhalb von zwei Tagen beim Regionalligisten.

Bis zum Trainingsstart am 15. Juni wird es mit Sicherheit nicht die letzte Personaländerung gewesen sein.

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Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 1. FC Lokomotive Leipzig 34 65:30 72
2 FC Carl Zeiss Jena 34 65:35 72
3 FSV Zwickau 34 52:44 64
4 Hallescher FC 34 63:36 63
5 FC Rot-Weiß Erfurt 34 68:47 61
6 VSG Altglienicke 34 50:40 53
7 Chemnitzer FC 34 56:52 51
8 BFC Preussen 34 50:55 50
9 1. FC Magdeburg II 34 61:55 49
10 FSV 63 Luckenwalde 34 36:45 43
11 SV Babelsberg 03 34 67:65 41
12 BFC Dynamo 34 45:50 40
13 BSG Chemie Leipzig 34 43:49 40
14 Hertha BSC II 34 46:60 40
15 Greifswalder FC 34 40:45 38
16 ZFC Meuselwitz 34 44:61 33
17 FC Eilenburg 34 35:68 23
18 Hertha 03 Zehlendorf 34 30:79 14

Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.

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