Ex-Dynamo Schmidt coacht Chemie Leipzig: "Überrascht, was hier für Möglichkeiten sind!"
Leipzig - Mit klaren, einfachen Mitteln will Alexander Schmidt (57) die Mannschaft der BSG Chemie Leipzig zum Erfolg verhelfen und die Jungs nicht mit zu vielen Wünschen überfrachten.
"Ich freu mich natürlich, dass ich zurück bin in Sachsen, war eine schöne Erfahrung bisher", sagte der gebürtige Augsburger, dem 2021 mit Dynamo Dresden der direkte Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga geglückt war. Die damals entgegengebrachte Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit habe er nun auch zu seinem Amtsantritt als Trainer und Sportlicher Leiter in Co-Funktion wieder erlebt.
Schmidt sei natürlich ehrgeizig und wolle in seinem ersten Traineramt seit August 2025 best- und schnellstmöglichen Erfolg, aber: "Man darf sie nicht den ganzen Tag mit irgendeinem Zeug überfrachten. Wenn ich die jungen Spieler volllaber', haben die so 'nen Kopf."
Zwei "giftige" Trainingseinheiten hat der 57-Jährige im Leutzscher Holz schon geleitet, die ihm gut gefallen haben und in denen sich die Spieler in guter mentaler Verfassung gezeigt hätten. "Aber wie wir wissen, haben wir nicht die einfachste Situation. Es geht zur Sache, was den Abstiegskampf betrifft."
Aktuell befindet sich die BSG in der Regionalliga Nordost mit Platz 16 in der potenziellen Abstiegszone. Das sicher rettende Ufer ist bei einem Spiel weniger sechs Punkte entfernt.
Alexander Schmidt bei Chemie Leipzig: "Ich war überrascht, was hier für Möglichkeiten sind"
Die vorgefundenen Gegebenheiten im Leipziger Westen stimmen Schmidt schon mal positiv: "Ich war überrascht, was hier für Möglichkeiten sind - mit Trainingshalle, Kunstrasen, das Stadion, das ganze Drumherum. Das ist sehr gut, da kann man was entwickeln und sofort losstarten."
Natürlich weiß der Coach, dass auch Rückschläge kommen werden. "In der jetzigen Situation ist es dann aber entscheidend, dass die Mannschaft so was wegsteckt."
Spätestens kommenden Mittwoch, wenn Chemie gegen Plauen getestet hat, will sich Schmidt festlegen, mit welcher Formation er in die Rückrunde geht und welche Spieler er dafür einsetzen wird. Neben Torhüter Marcel Bergmann (27, kam von Erzrivale Lok) könnten noch weitere Neuzugänge folgen.
Das erste Punktspiel findet am 30. Januar (19 Uhr) gegen den Chemnitzer FC statt. Schafft Alexander Schmidt den Nichtabstieg, wird er in jedem Fall auch länger hier bleiben", kündigte Pressesprecher Stefan Schilde am Freitag an.
Titelfoto: Sebastian Bloch

