Leipzig - Fast hätte es wie im Vorjahr wieder ausgerechnet gegen den Halleschen FC zum ersten Punktgewinn der Saison gereicht. Doch in der Nachspielzeit verlor die BSG Chemie Leipzig doch noch mit 0:1 (0:0).
Auf gar keinen Fall sollen sich die Geschehnisse aus dem Vorjahr wiederholen, als Chemie die ersten sechs (!) Ligaspiele verlor. Ausgerechnet gegen den HFC glückte am 7. Spieltag beim 0:0 der erste Punkt - am Mittwoch traf Grün-Weiß wieder auf Rot-Weiß.
Die Partie, die von einem Großaufgebot der Polizei abgesichert wurde, lief erwartungsgemäß äußerst körperbetont ab. Besonders Stanley Ratifo, neben Burim Halili einer von zwei Ex-Chemikern in der HFC-Startelf, bekam mehrmals die volle Härte zu spüren.
Vielleicht auch, weil er fast jedes Mal länger am Boden liegen blieb, skandierte der BSG-Fanblock: "Stanley ist ein H*rensohn". Aber auch der Wechsel des Stürmers in seine Heimatstadt stieß die Anhänger sauer auf.
Chemie war nach zwei Spielen nicht nur punkt-, sondern auch torlos. Das wollte Luca Bürger gern ändern, brachte in der 33. Minute einen scharf getretenen Freistoß vors Hallenser Gehäuse, den die Gäste aber zu klären wussten.
Auch eine Reihe von Ecken erarbeitete sich das Team von Alexander Schmidt, konnte aus ihnen aber kein Kapital schlagen.
Niclas Stierlin schießt den HFC bei Chemie Leipzig zum Auswärtssieg
Aber nicht nur Ratifo, auch andere in Rot und Weiß gekleidete Akteure, die ohne den angeschlagenen Neuzugang Soufian Benyamina angereist sind, bekamen den ein oder anderen Check. Darunter Niklas Landgraf, dem als letzter Mann ein Zuspiel versprang und von Stürmer Julius Hoffmann zu Boden gestoßen wurde (42.).
Nach dem Seitenwechsel hatte der HFC spür- und sichtbar mehr Offensivdrang. Ratifo hatte die Führung auf dem Fuß, setzte sich zunächst zu einfach gegen Lorenz Hollenbach durch, seine Direktabnahme landete aber neben dem Kasten.
Torschüsse waren beidseitig vorhanden, aber Philipp Wendt schoss aus zweiter Reihe symptomatisch in Rücklage in den wunderschönen Abendhimmel.
Eine halbe Stunde vor dem Ende stellte HFC-Trainer Robert Schröder Ratifo einen Sturmpartner an die Seite: Bocar Baro. Doch nicht einer der Angreifer knipste, sondern Niclas Stierlin traf sehenswert zum ganz späten Sieg der Gäste - ihrem ersten in dieser Spielzeit (90.+3).
Tabelle Regionalliga Nordost
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
Chemnitzer FC | 3 | 10:1 | 9 | |
| 2 |
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FC Rot-Weiß Erfurt | 3 | 11:2 | 7 | |
| 3 |
|
Greifswalder FC | 3 | 9:3 | 7 | |
| 4 |
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1. FC Lokomotive Leipzig | 3 | 8:5 | 7 | |
| 5 |
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FC Carl Zeiss Jena | 3 | 6:2 | 6 | |
| 6 |
|
Hallescher FC | 3 | 4:3 | 5 | |
| 7 |
|
1. FC Magdeburg II | 3 | 8:5 | 4 | |
| 8 |
|
FC Erzgebirge Aue | 2 | 5:3 | 4 | |
| 9 |
|
SV Babelsberg 03 | 3 | 4:3 | 4 | |
| 10 |
|
RSV Eintracht 1949 | 3 | 4:5 | 4 | |
| 11 |
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BFC Dynamo | 2 | 3:4 | 3 | |
| 12 |
|
FSV Zwickau | 3 | 3:7 | 3 | |
| 13 |
|
FSV 63 Luckenwalde | 3 | 2:6 | 3 | |
| 14 |
|
VSG Altglienicke | 2 | 5:5 | 2 | |
| 15 |
|
BFC Preussen | 3 | 2:6 | 1 | |
| 16 |
|
BSG Chemie Leipzig | 3 | 0:5 | 0 | |
| 17 |
|
Hertha BSC II | 2 | 1:8 | 0 | |
| 18 |
|
Tasmania Berlin | 3 | 1:13 | 0 | |
Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in diesem Jahr direkt in die 3. Liga auf.