Eintracht-Kicker wie ausgewechselt: Was Riera schon jetzt komplett umgekrempelt hat
Frankfurt am Main - Der erste Sieg nach langer Durststrecke! Bei Eintracht Frankfurts 3:0-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach wurden schon jetzt klare Muster erkennbar. Was Neu-Coach Riera vollends verändert hat.
Bereits im zweiten Spiel unter Albert Riera (43) zeigten die SGE-Profis ein nahezu komplett transformiertes Gesicht auf einer Seite des Feldes.
Denn: Kassierte die Eintracht vor dem Amtsantritt des Spaniers noch in fünf Bundesliga-Partien am Stück mindestens drei Gegentore, so steht die Abwehr inzwischen deutlich stabiler.
"Ein Spiel zu null haben wir heute endlich geschafft. Ich will, dass meine Spieler genau wissen, was sie mit und ohne Ball machen sollen. Es geht darum, die Fehler im Spiel zu reduzieren", erklärte Riera nach dem Gladbach-Heimsieg.
Auch Sportvorstand Markus Krösche (45) hebt die plötzliche Lust aufs Verteidigen hervor, die man zuvor überhaupt nicht mehr wahrnehmen konnte: "In der zweiten Hälfte haben wir es gut verteidigt. Es war wichtig, auch mal zu null zu spielen. Wir haben eine ganz andere Boxverteidigung gehabt, eine andere Verteidigungsmentalität gezeigt."
Eintracht-Kapitän Koch froh über neue "Prinzipien" von Cheftrainer Riera
"Der Trainer versucht gewisse Dinge reinzubringen, natürlich funktioniert noch nicht alles. Aber was er reingebracht hat, ist die Verteidigungsmentalität", so der 45-Jährige weiter.
Dem stimmt auch Eintracht-Kapitän Robin Koch (29) zu, der sich darüber freute, mal "zu null" gespielt zu haben.
Außerdem betonte er nach der Partie: "Wir haben mit und gegen den Ball klare Prinzipien vom Trainer an die Hand bekommen."
Prinzipien, die offensichtlich jetzt schon greifen. Jene Leitlinien müssen allerdings erst einmal auf dem Platz mit Leben gefüllt werden und genau dies tut die Frankfurter Mannschaft seit Rieras erster Begegnung (1:1-Remis gegen Union Berlin).
Der neue Cheftrainer kündigte auf seiner ersten Pressekonferenz vollmundig an, dass seine Jungs ihm folgen oder "vom Balkon springen" werden. Und bis dato muss man konstatieren, dass er offenbar Recht behält mit seiner Einschätzung.
Titelfoto: Marc Schüler/dpa

