FC Bayern wollte ihn zurück: Darum erteilte Nagelsmann den Münchnern eine Abfuhr

München - Nachdem Thomas Tuchel (52) seinen Chefposten-Trainer beim FC Bayern nach nur gut einem Jahr wieder räumen musste, buhlten die Münchner Bosse auch darum, den zuvor völlig überraschend rausgeworfenen Julian Nagelsmann (38) zurückzuholen. Dessen Berater Volker Struth hat nun erklärt, warum das Comeback im Sommer 2024 scheiterte.

Julian Nagelsmann (38) war von Juli 2021 bis März 2023 Cheftrainer beim FC Bayern.  © Federico Gambarini/dpa

"Ich hatte es in den Eiern und wusste, dass sie noch mal kommen würden – und so war es auch. Max (FCB-Sportvorstand Max Eberl, Anm. d. Red.) hat mich angerufen und daraufhin haben Sascha Breese und ich uns mit ihm und Jan-Christian Dreesen in München getroffen", erzählte der Spieleragent gegenüber "Bild".

Auch Bayern-Patron Uli Hoeneß (74) legte sich für eine Nagelsmann-Rückkehr ins Zeug. "Er rief mich an und sagte, dass die Trennung von Julian nicht Bayern-like gelaufen sei und er es begrüßen würde, wenn Julian wieder Trainer wird", erinnerte sich Struth.

Nagelsmann war zu dieser Zeit bereits Bundestrainer und hatte zunächst einen Vertrag bis zur Heim-EM 2024. "Julian war nie dabei, hatte uns auch gebeten, da ganz sensibel mit umzugehen", sagte sein Berater.

FC Bayern München Bayern marschieren weiter vorneweg, machen es am Ende aber noch mal spannend

"Im März gab es Länderspiele in Frankreich (2:0) und gegen Holland (2:1), die optimal liefen. Die Stimmung vor der Heim-EM nahm langsam richtig Fahrt auf. Dass man überhaupt Gespräche führt, hätte schon eine Gefahr für die EM werden können."

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FC Bayern München: Nagelsmann-Rauswurf war das Ende von Kahn und Salihamidzic

Der FC Bayern flog kurz nach der Nagelsmann-Entlassung aus Pokal und Champions League – Salihamidzic (49, l.) und Kahn (56) wurden als Konsequenz vor die Tür gesetzt.  © Tom Weller/dpa

Und weiter: "Das war am Ende auch ein ganz entscheidender Grund, warum Julian das nicht gemacht hat – zumal der Stachel auch noch ein bisschen tief saß."

Der "Stachel" bezieht sich natürlich auf die unrühmliche Entlassung von Nagelsmann im März 2023. Damals hatten Sportvorstand Hasan Salihamidzic (49) und CEO Oliver Kahn (56) beim FC Bayern das Sagen und setzten den heutigen Bundestrainer trotz der Aussicht auf drei Titel vor die Tür.

Unter Tuchel schieden die Münchner kurz darauf aus dem DFB-Pokal und der Champions League aus. Im Mai 2023 mussten Kahn und Salihamidzic ihre Posten räumen.

Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Bayern München 23 85:21 60
2 Borussia Dortmund 23 49:22 52
3 TSG 1899 Hoffenheim 23 49:30 46
4 VfB Stuttgart 23 44:32 43
5 RB Leipzig 23 44:32 41
6 Bayer 04 Leverkusen 22 43:28 39
7 SC Freiburg 23 34:37 33
8 Eintracht Frankfurt 23 46:49 31
9 1. FC Union Berlin 23 29:37 28
10 FC Augsburg 23 28:41 28
11 Hamburger SV 22 25:32 26
12 1. FC Köln 23 33:39 24
13 1. FSV Mainz 05 23 26:38 22
14 Borussia Mönchengladbach 23 26:39 22
15 VfL Wolfsburg 23 33:49 20
16 FC St. Pauli 23 22:40 20
17 SV Werder Bremen 23 23:44 19
18 1. FC Heidenheim 23 22:51 14

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

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