Vizeweltmeister aus Jena wird 50: Deshalb ist Bernd Schneider für den FCC ein Vorbild!

Jena - Vizeweltmeister Bernd Schneider hat an diesem Freitag runden Geburtstag! 50 Jahre lang gehört der gebürtige Jenenser mit dem feinen Füßchen nun schon dem Spielfeld namens Leben an. Von der großen Fußballbühne ist er längst abgetreten. Was bleibt, sind die Erinnerungen an einen herausragenden Kicker aus dem Osten - auch beim FC Carl Zeiss Jena.

Goodbye, "Schnix": Bernd Schneider (heute 50) wurde 2010 mit einem Abschiedsspiel in Leverkusen geehrt. Mit Bayer wurde er unter anderem zweimal Vizemeister und zweimal Vizepokalsieger. (Archivbild)
Goodbye, "Schnix": Bernd Schneider (heute 50) wurde 2010 mit einem Abschiedsspiel in Leverkusen geehrt. Mit Bayer wurde er unter anderem zweimal Vizemeister und zweimal Vizepokalsieger. (Archivbild)  © Achim Scheidemann dpa/lnw

Selbstverständlich zählt auch der Erste der ewigen DDR-Oberligatabelle am heutigen Freitag zu den Gratulanten. "Lieber Schnix, wir wünschen Dir einen großartigen Tag im Kreise Deiner Lieben und natürlich viel Gesundheit. Bleibe, wie Du bist, Schnix", teilte der Verein am Morgen mit.

Nachdem der FCC im Jahr 1998 aus der 2. Bundesliga abgestiegen war, wechselte Schneider zum Bundesliga-Aufsteiger Eintracht Frankfurt. Im Jahr '99 ging es für den damals 25-Jährigen schließlich zu Bayer Leverkusen - eine Zeit, in der die Werkself insbesondere in der Saison 2001/2002 mit "Schnix" erfolgreiche Schlachten an magischen Champions-League-Abenden erleben durfte.

Am Ende schaffte man es bis ins Finale, jedoch mit bitterem Ausgang. So musste man sich Real Madrid letztlich mit 1:2 geschlagen geben. In jener Saison wurde Bayer auch Vizemeister und Vizepokalsieger.

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Auch mit der Nationalmannschaft blieben Schneider die großen Titel verwehrt. 2002 unterlag die DFB-Elf Brasilien im Endspiel der WM mit 0:2, bei der Heim-WM 2006 wurden "Schnix" und Co. Dritter.

FCC: "Wir verneigen uns"

Auch mit der Nationalmannschaft blieb Bernd Schneider die Krönung verwehrt. (Archivbild)
Auch mit der Nationalmannschaft blieb Bernd Schneider die Krönung verwehrt. (Archivbild)  © Maurizio Gambarini dpa/lno

Und dennoch: Der Thüringer Bernd Schneider hat den Fußball hierzulande mit geprägt und Generationen mit seiner Spielweise begeistert. Der "weiße Brasilianer", wie man ihn auch nennt, hätte sich wohl auch im Ausland einen Namen gemacht. Real Madrid, Manchester United, Barcelona ... Wer weiß ...

Der heute 50-Jährige blieb Bayer Leverkusen jedoch bis zu seinem Karriereende treu. Auch der aktuelle Spitzenreiter der Bundesliga gratulierte seinem ehemaligen Wusler im Mittelfeld.

"Alles Gute, Legende! Mit Schnix bleiben für immer viele, viele wunderbare Erinnerungen verbunden. Genieß deinen Ehrentag, Bernd", teilte der Verein via Facebook mit.

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"Wir verneigen uns vor einer großartigen Karriere und vor allen Dingen einem tollen Menschen, der mit seiner Vereinstreue, seinem Fleiß, seiner Mannschaftsdienlichkeit und seiner für Spielerpersönlichkeiten seines Formats außergewöhnlichen und wohltuenden Bescheidenheit noch heute ein Vorbild ist", schreibt der FC Carl Zeiss Jena über Schneider.

Nach seinem Karriereende hat "Schnix" seinen Lebensmittelpunkt wieder in seine Heimatstadt Jena verlegt.

Titelfoto: Achim Scheidemann dpa/lnw/Montage

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