Neunjähriger bei Pyro-Unglück schwer verletzt: Täter kann nicht identifiziert werden

Rostock - Vier Monate sind seit dem Pyro-Unglück bei Hansa Rostock vergangen, als ein neunjähriger Junge bei der Verabschiedung der alten Flutlicht-Masten im Ostsee-Stadion von brennendem Feuerwerk getroffen und schwer verletzt wurde. Jetzt steht fest: Ein Täter lässt sich wohl nicht ermitteln.

Das Feuerwerk im Ostsee-Stadion verletzte einen Grundschüler schwer.  © IMAGO / Andy Bünning

Was eigentlich als feierliche Choreografie beim Spiel der Kogge gegen 1860 München im September des Vorjahres geplant war, endete in einer Tragödie.

Ein herabgefallenes, noch brennendes Stück Pyrotechnik war auf dem Stadiondach gelandet und durch dieses hindurch geschmolzen. Der darunter stehende Neunjährige erlitt schwere Verbrennungen an Kopf und Händen, auch drei weitere Personen wurden verletzt.

Zur Verantwortung gezogen wird für den Vorfall aber wohl niemand: Die Polizei hat ihre Ermittlungen abgeschlossen, ohne einen Täter identifizieren zu können, wie die Ostsee-Zeitung berichtete. Nun liegt der Fall bei der Rostocker Staatsanwaltschaft, die prüft, ob es weitere Ermittlungsansätze gibt oder ob das Verfahren eingestellt wird.

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Zwar habe Hansa Rostock der Polizei die Namen der an der Pyro-Show beteiligten Personen geliefert, sagte Oberstaatsanwalt Harald Nowack der Zeitung, eine Individualisierung sei allerdings nicht möglich.

"Wer auf welchen Mast geklettert ist, konnte nicht ermittelt werden. Deshalb können wir nicht sagen, wer für die aufgetretenen Verletzungen verantwortlich ist", erklärte Nowack.

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Hansa Rostock vom DFB zu Geldstrafe verurteilt

Die Verabschiedung der alten Flutlicht-Masten im Ostseestadion lief aus dem Ruder.  © Jens Büttner/dpa

Unabhängig von den polizeilichen Ermittlungen wurde Hansa Rostock für den Pyro-Einsatz bereits vom DFB zu einer Geldstrafe verurteilt.

Zwar hatte der Verein sich ein Feuerwerk zum Abschied von den Flutlicht-Masten genehmigen lassen, allerdings keine Genehmigung von der Kommission "Prävention & Sicherheit & Fußballkultur" des DFB eingeholt und muss deshalb knapp 33.000 Euro zahlen.

Allerdings erhob auch die Stadt Rostock im Anschluss an das Unglück schwere Vorwürfe: So habe zwar eine sprengstoffrechtliche Genehmigung vorgelegen, aber nur für weit weniger pyrotechnische Erzeugnisse, als am Ende tatsächlich gezündet wurden.

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So seien auch die Verletzungen mutmaßlich auf nicht genehmigte Feuerwerkskörper zurückgegangen, teilte ein Sprecher der Stadt kurz nach dem Unglück mit.

Tabelle 3. Liga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 MSV Duisburg 21 38:22 40
2 FC Energie Cottbus 21 45:35 40
3 SC Verl 21 50:30 38
4 FC Hansa Rostock 21 37:20 38
5 Rot-Weiss Essen 21 41:32 38
6 VfL Osnabrück 21 30:22 36
7 SV Wehen Wiesbaden 21 28:24 34
8 TSV 1860 München 21 31:31 32
9 TSG 1899 Hoffenheim II 21 42:34 31
10 Viktoria Köln 21 30:27 30
11 VfB Stuttgart II 21 27:32 29
12 SV Waldhof Mannheim 21 34:40 29
13 FC Ingolstadt 04 21 37:31 28
14 SSV Jahn Regensburg 21 28:34 24
15 Alemannia Aachen 21 31:39 24
16 1. FC Saarbrücken 21 30:34 23
17 FC Erzgebirge Aue 21 24:33 22
18 SSV Ulm 1846 21 29:45 19
19 TSV Havelse 21 30:44 16
20 1. FC Schweinfurt 05 21 19:52 9

Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Drittliga-Meister und steigt in die 2. Liga auf. Auch der Zweite steigt direkt auf. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Platz der 2. Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in der Liga.

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