St.-Pauli-Blog: Karol Mets trifft erstmals, doch die Scherze werden nicht aufhören

Hamburg - Der FC St. Pauli hat die Big Points verpasst und durch einen späten Gegentreffer nur 1:1 gegen den 1. FC Köln gespielt.

Zum tragischen Helden wurde Karol Mets, der erst traf und dann einen Elfmeter verursachte, der eigentlich keiner war.

In unserem St.-Pauli-Blog erfahrt Ihr alle News rund um das Team, mögliche Transfers und alles Weitere aus dem Millerntor-Stadion.

18. April, 18.22 Uhr: Hauke Wahl scherzt über Tor von Karol Mets

Im 89. Pflichtspiel für den FC St. Pauli hat Karol Mets (32) seinen ersten Treffer erzielt. Nach einem Eckball traf er auf Vorlage von Hauke Wahl (32).

"Wir trainieren häufig Standards", erklärte Mets. "Die Jungs haben immer Witze gemacht, dass ich niemals ein Tor schießen würde. Ich habe ihnen immer gesagt, dass ich dann treffen werde, wenn es wirklich darauf ankommt." Ruhe wird dennoch nicht sein, wie Wahl verriet.

"Für Karol freut es mich. Er musste sich viel anhören. Immerhin lege ich ihm das Tor auf, jetzt kann ich behaupten, ohne mich hätte er das nicht geschafft", scherzte er.

Zum Sieg hatte der Treffer von Mets nicht gerecht, weil der Este kurz vor Schluss auch noch einen Elfmeter verschuldete.

Karol Mets (32, M) traf zum ersten Mal für den FC St. Pauli, Vorlagengeber Hauke Wahl (32, r) freute sich für seinen Mitspieler.  © Imago / Eibner

17. April, 16.45 Uhr: Matthias Jöllenbeck pfeift die Partie gegen den 1. FC Köln

Matthias Jöllenbeck (39) wird am Freitagabend (20.30 Uhr) die Partie zwischen dem FC St. Pauli und dem 1. FC Köln am Millerntor pfeifen. Beide Vereine pfiff er in seiner Karriere mit am Häufigsten.

Genau wie Waldhof Mannheim und den 1. FC Nürnberg pfiff der 39-Jährige auch St. Pauli bereits 13-mal. Die Bilanz: vier Siege, drei Remis und sechs Niederlagen. In dieser Saison pfiff Jöllenbeck die Kiezkicker bereits zweimal - beim 3:3 gegen den BVB (1. Spieltag) und beim 0:0 in Mainz (15.).

Kölner Spiele leitete der gelernte Arzt zwölfmal, dabei gab es für den Effzeh vier Dreier, vier Unentschieden und vier Niederlagen. Eine davon in dieser Spielzeit beim 1:2 gegen Stuttgart am 5. Spieltag.

Matthias Jöllenbeck (39, l) leitet die Partie zwischen St. Pauli und Köln am Freitagabend.  © Sina Schuldt/dpa

17. April, 14.39 Uhr: Alexander Blessin ist das Restprogramm egal

Mit Blick auf die Tabelle hat der FC St. Pauli ein leichtes Restprogramm, allerdings geht es mit Ausnahme von Leipzig noch gegen vier direkte Abstiegskonkurrenten. Trainer Alexander Blessin (52) wollte sich damit gar nicht groß beschäftigen.

"Am Ende ist es egal", machte er deutlich. "Ist es am Ende gegen direkte Konkurrenten schwieriger, weil es um alles geht, oder wäre es vielleicht einfacher gegen Teams zu spielen, die im oberen Mittelfeld, die im luftleeren Raum dahin vegetieren."

Das einzig Gute an der Konstellation ist, dass St. Pauli alles selbst in der Hand hat und mit Siegen den direkten Klassenerhalt schaffen kann. "Es sind alles schwierige Spiele, aber die wollen wir alle so angehen, dass wir auch die Möglichkeit haben, sie zu gewinnen", so der 52-Jährige.

Alexander Blessin (52) interessiert sich recht wenig für das Restprogramm des FC St. Pauli.  © Andreas Gora/dpa

15. April, 15.30 Uhr: Sky-Reporter Marlon Irlbacher findet "Song2" das geilste Torlied der Welt

Nicht nur für die Profis des FC St. Pauli sind die Heimspiele am Millerntor ein Highlight, auch für die Journalisten und TV-Reporter sind Besuche echte Höhepunkte.

Sky-Reporter Marlon Irlbacher (37), der sonst über den BVB, Köln, Leverkusen oder Gladbach berichtet, schwärmt vom Kiezklub und der besondere Atmosphäre am Millerntor. "Die brennen da für Fußball. Das ist eine geile Atmosphäre. Das St. Pauli-Torlied ist für mich das geilste der Welt. Was da für eine Atmosphäre aufkommt, da kriege ich jetzt Gänsehaut", gestand er im Podcast von Sky Sport "Geschichten aus dem Geißbockheim".

Für sei die Atmosphäre bei St. Pauli eine "der ehrlichsten, echtesten, geilsten Fußballstadien, die wir in Deutschland, vielleicht sogar in Fußballeuropa haben".

Sky-Reporter Marlon Irlbacher (37) schwärmt von der Atmosphäre am Millerntor.  © IMAGO / Maximilian Koch

16. April, 11.45 Uhr: DFB-Chef Andreas Rettig befürchtet Relegation

Der DFB-Sport-Geschäftsführer Andreas Rettig befürchtet, dass einer seiner beiden Ex-Clubs FC St. Pauli und 1. FC Köln nach der aktuellen Bundesliga-Saison in die Relegation muss.

"Ich denke, dass am Ende beide Clubs Köln und St. Pauli die Klasse halten werden. Bei dem einen wird es vielleicht ein klein wenig länger dauern", sagte Rettig der Nachrichtenagentur dpa am Rande der Veranstaltung "Hamburgs Spitzen". Vor seinem Wechsel zum Deutschen Fußball-Bund war der 62 Jahre alte Rettig unter anderem von 2015 bis 2019 als kaufmännischer Geschäftsleiter für den FC St. Pauli und von 2002 bis 2005 als Manager des 1. FC Köln tätig.

"Dass ich mir meine Sympathie für die Braun-Weißen auch nach meinem Abgang bewahrt habe, ist glaube ich bekannt", sagte Rettig über St. Pauli. "Ich bin, was den Freitag angeht, allerdings ein bisschen hin- und hergerissen als Wahl-Kölner."

DFB-Chef Andreas Rettig (62) befürchtet, dass einer seiner beiden Ex-Klubs - FC St. Pauli oder 1. FC Köln - in die Relegation muss.  © Marcus Brandt/dpa

16. April, 8 Uhr: Alexander Blessin hofft bei Andréas Hountondji auf weiteren Fortschritt

Trotz seiner längeren Verletzungspause gehört Andréas Hountondji (23) beim FC St. Pauli zu den Top-Torschützen. Entsprechend ruhen die Hoffnungen im Saisonendspurt und im Abstiegskampf auf den 23-Jährigen. Nach seinem Comeback vor wenigen Wochen kommt der Angreifer immer besser in Form.

"Er hat es schon gut gemacht und zwei, drei gute Aktionen gehabt", erklärte Trainer Alexander Blessin (52) mit Blick auf die Partie gegen die Bayern am vergangenen Spieltag. "Aber da ist noch Luft nach oben." Vor allem die Schnelligkeit und die Dynamik von Hountondji können die Kiezkicker im Angriff dringend gebrauchen, dazu auch seine Körperlichkeit.

In den vergangenen Woche hat das Trainerteam laut Blessin viel Video-Studium mit dem Stürmer betrieben. "Da ist er immer sehr, sehr klar und sieht es auch selber schnell." Neben lobenden Worten wurden aber auch kritische Töne angeschlagen. "Es gehört dazu, dass man Sachen benennt, die dem Spieler auch mal wehtun", so Blessin. Hountondji sei aber sehr offen, was die Kritik angehe. "Ich bin mir sicher, dass er den nächsten Schritt machen wird."

Beim FC St. Pauli ruhen die Hoffnungen in der Offensive auf Andréas Hountondji (23).  © Christian Charisius/dpa

15. April, 16.24 Uhr: Alexander Blessin lässt Einsatz von Eric Smith offen

Vieles hatte eigentlich auf einen Einsatz von Eric Smith (29) am Freitagabend gegen den 1. FC Köln hingedeutet, doch nun steht ein großes Fragezeichen dahinter.

"Bei Eric wird es ein bisschen knapp", gestand Trainer Alexander Blessin (52) am Mittwoch. Zwar habe der Schwede an der lädierten Wade keine Schmerzen, aber ein kleiner Schlag am Dienstag im Training habe für ein bisschen Ärger gesorgt.

"Ob es für Freitag reicht, müssen wir sehen", sagte er weiter. "Wir haben noch vier weitere Spiele und wenn man Gefahr läuft, dass er komplett ausfällt, dann muss man schon abwägen."

Anders ist die Lage bei Manolis Saliakas (29), der wieder in den Kader zurückkehrt. "Ob er von Anfang an spielt oder nicht, wird man sehen", ließ sich Blessin nicht in die Karten schauen.

Klarer ist hingegen die Situation bei Jackson Irvine (33), der für den gelbgesperrten Joel Chima Fujita (24) ins Team rücken wird.

Vor der Spiel gegen den 1. FC Köln am Freitagabend bangt der FC St. Pauli weiterhin um Eric Smith (29).  © Harry Langer/dpa

15. April, 13.14 Uhr: Mathias Rasmussen schwärmt vom Millerntor

Seit Ende Januar steht Mathias Rasmussen (28) beim FC St. Pauli unter Vertrag. Im Verein und auch in der Stadt Hamburg fühlt sich der Norweger mit seiner Familie wohl. Ins Schwärmen geriet er regelrecht, als über das Millerntor sprach.

"Ich liebe es hier zu spielen, die Fans sind fantastisch", erklärte der 28-Jährige. Bei der 0:5-Klatsche gegen die Bayern waren fünf seiner besten Freunde im Stadion. "Sie waren nicht wirklich Fans und haben nicht gesehen, was auf dem Feld los war, aber sie haben die ganze Zeit gesungen", beschrieb er die Erinnerungen seiner Kumpels.

St.-Pauli-Profi Mathias Rasmussen (28, r) schwärmt von der Atmosphäre am Millerntor.  © Christian Charisius/dpa

15. April, 9.48 Uhr: Marvin Ducksch muss wegen Alkoholfahrt vor Gericht

Der ehemalige St.-Pauli-Profi Marvin Ducksch (32) muss sich ab dem 20. Mai vor Gericht verantworten. Wie sein aktueller Verein Birmingham City mitteilte, hatte der Angreifer einen Unfall verursacht. Dabei soll er wohl alkoholisiert hinter dem Steuer gesessen haben.

"Marvin möchte sich bei seinen Teamkollegen, dem Trainerstab und den Fans des Vereins entschuldigen und übernimmt die volle Verantwortung für sein Handeln. Der Fall wurde intern bearbeitet und es werden zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Kommentare abgegeben", teilte der Verein mit.

Am vergangenen Wochenende gegen Wrexham (2:0) war Ducksch aus dem Kader gestrichen worden.

Ex-St.-Pauli-Profi Marvin Ducksch (32), jetzt in Diensten von Birmingham City, muss sich wegen einer Alkoholfahrt vor Gericht verantworten.  © IMAGO / Pro Sports Images

14. April, 12 Uhr: Schrecksekunde im Training! Eric Smith unterbricht Einheit

Nach einem Zweikampf mit Adam Dzwigala (30) ging Eric Smith (29) zu Boden. Anschließend schlich er frustriert vom Platz und trat gegen einen Tor.

Minutenlang ging er über den Rasen, ehe er mit leichtem Laufen anfing. Kurzzeitig gesellte sich auch Trainer Alexander Blessin zu ihm und erkundigte sich.

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