St.-Pauli-Profi Marcel Hartel vom "weißen Brasilianer" geadelt

Hamburg - Er war mal wieder mittendrin statt nur dabei: Marcel Hartel (27) sammelte beim 1:1 gegen den VfL Osnabrück bereits seinen 15. Scorerpunkt in der aktuellen Zweitliga-Saison.

St.-Pauli-Profi Marcel Hartel (27, r.) gehört in dieser Saison zu den besten Spielern der 2. Bundesliga - das findet auch Ex-Profi Ansgar Brinkmann (54).
St.-Pauli-Profi Marcel Hartel (27, r.) gehört in dieser Saison zu den besten Spielern der 2. Bundesliga - das findet auch Ex-Profi Ansgar Brinkmann (54).  © Fotomontage: Uwe Anspach/dpa, Marcus Brandt/dpa

Gerade einmal sechs Minuten dauerte es, bis der Edeltechniker im Osnabrücker Dauerregen per Ecke den Kopf seines kongenialen Mittelfeldpartners Jackson Irvine (30) fand, der zur frühen Führung einnickte.

Zwar hätte es den Eckball wohl gar nicht geben dürfen, und der Treffer reichte letztlich nur zu einem Punkt, der 27-Jährige gehörte aber wieder einmal zu den prägendsten Figuren des braun-weißen Spiels.

Das sah auch Ansgar Brinkmann (53) so: Der als "weißer Brasilianer" bekannt gewordene Ex-Profi adelte den Mittelfeldmotor der Hamburger nach der Partie in seiner Rolle als "Sky"-Experte.

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"Er gehört zu den besten Spielern der 2. Bundesliga. Er ist technisch überragend und hat dieses periphere Sehen. Er hat ein paar Sachen, die man nicht trainieren kann. Respekt dafür", schwärmte der 315-fache Zweitliga-Spieler.

Sieben Tore, acht Assists, dazu noch der laufstärkste Spieler des deutschen Unterhauses: Hartels Statistiken in dieser Saison können sich tatsächlich mehr als sehen lassen.

St.-Pauli-Profi Hartel: "Verpassen es wieder, unsere Chancen zu nutzen"

"Cello" selbst wollte nach dem Spiel allerdings weniger über sich selbst, als über die Mannschaft reden: "In der ersten Hälfte haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht. Leider verpassen wir es wieder, unsere Chancen zu nutzen und nachzulegen", monierte er.

Unterschätzt habe man den Tabellenletzten nicht, urteilte der gebürtige Kölner: "In der 2. Liga kann jeder jeden schlagen und jede Mannschaft hat ihre Qualitäten. Das wussten wir, aber in der zweiten Hälfte haben wir nicht mehr die fußballerischen Lösungen gefunden", resümierte er abschließend.

Titelfoto: Marcus Brandt/dpa

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