Halle (Saale) - Bosse-Beben beim Halleschen FC! 16 Tage vor der Mitgliederversammlung hat Präsident Dr. Jürgen Fox (58) seinen Stuhl geräumt.
Dies verkündete der Klub am Freitagnachmittag in einer Pressemitteilung.
An die Mitglieder schrieb Fox: "Für den HFC und alle Beteiligten nunmehr die beste Lösung ist, wenn ich mit sofortiger Wirkung aus dem Vorstand des HFC ausscheide."
Fox übernahm im Januar 2024 den Vorstandsvorsitz, war zuvor viele Jahre im Verwaltungsrat und Vorstand tätig.
Brisant: Fox ist hauptberuflich Vorstandsvorsitzender der Saalesparkasse, die nach TAG24-Informationen größter HFC-Sponsor ist und jährlich weit über eine Million Euro in den Klub pumpt. Wie es mit dem Sponsoring nach Fox' Aus weitergeht, ist offen.
Fox bedankte sich für die lange Zusammenarbeit und will dem HFC wohlgesonnen bleiben.
Hallescher FC: Dr. Jürgen Fox ist weg, vor ihm musste Robert Marien gehen
Sein Rücktritt ist die Konsequenz aus internen Grabenkämpfen der letzten Wochen. Anfang März hatte der Klub seinen Kaufmännischen Leiter Robert Marien (45) zum Saisonende freigestellt - weniger als ein Jahr nach seiner Installation.
Auch sportlich ging es ungebremst bergab. Unter Fox' Führung stieg der HFC nicht nur aus der 3. Liga ab, sondern verpasste zweimal in Folge den Wiederaufstieg aus der Regionalliga Nordost.
Und sorgte vor wenigen Tagen für Negativschlagzeilen, als bekannt wurde, dass aus Kosten- und Ressourcen-Gründen keine Drittliga-Lizenz für die kommende Spielzeit beantragt wurde.
Die Entscheidung sendete ein verheerendes Signal in die Öffentlichkeit und schmeckte vielen Außenstehenden nicht. Zumal: Halle liegt nach bis dato makelloser Rückrunde (fünf Siege in fünf Spielen) nur noch acht Punkte hinter Spitzenreiter Lok Leipzig.
Für den 29. März ist die alljährliche Mitgliederversammlung terminiert, auf der Zündstoff vorprogrammiert ist. Den öffentlichen Machtkampf wird sich Fox nach insgesamt fast 15 Jahren HFC-Tätigkeit nicht mehr antun.
Tabelle Regionalliga Nordost
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
1. FC Lokomotive Leipzig | 24 | 49:19 | 55 | |
| 2 |
|
FC Carl Zeiss Jena | 24 | 44:24 | 48 | |
| 3 |
|
Hallescher FC | 24 | 41:22 | 47 | |
| 4 |
|
FSV Zwickau | 24 | 38:29 | 45 | |
| 5 |
|
FC Rot-Weiß Erfurt | 24 | 43:31 | 44 | |
| 6 |
|
VSG Altglienicke | 23 | 32:28 | 36 | |
| 7 |
|
Chemnitzer FC | 24 | 38:35 | 34 | |
| 8 |
|
FSV 63 Luckenwalde | 22 | 26:29 | 31 | |
| 9 |
|
1. FC Magdeburg II | 24 | 38:35 | 30 | |
| 10 |
|
Hertha BSC II | 23 | 36:41 | 30 | |
| 11 |
|
ZFC Meuselwitz | 23 | 33:33 | 29 | |
| 12 |
|
BFC Preussen | 20 | 27:31 | 29 | |
| 13 |
|
BFC Dynamo | 23 | 28:36 | 26 | |
| 14 |
|
SV Babelsberg 03 | 22 | 33:42 | 23 | |
| 15 |
|
Greifswalder FC | 23 | 23:34 | 22 | |
| 16 |
|
BSG Chemie Leipzig | 23 | 21:36 | 17 | |
| 17 |
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FC Eilenburg | 23 | 20:42 | 15 | |
| 18 |
|
Hertha 03 Zehlendorf | 21 | 17:40 | 10 | |
Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.