Kranker Ristic gibt dem HFC Energie: Halle nach Last-Minute-Sieg wieder im Geschäft!

Meppen - Das hätte wohl kein HFC-Fan für möglich gehalten! Wenige Wochen nach der Entlassung von Trainer André Meyer (39) und dem Abrutschen auf Tabellenplatz 20 ist der Hallesche FC wieder ganz dicke da!

Halle-Trainer Sreto Ristic (47, l.) wirkte nach überstandener Corona-Infektion noch nicht zu 100 Prozent fit und griff auf einen dicken Schal zurück.
Halle-Trainer Sreto Ristic (47, l.) wirkte nach überstandener Corona-Infektion noch nicht zu 100 Prozent fit und griff auf einen dicken Schal zurück.  © Imago / Eibner

Das war mal eine Achterbahnfahrt mit einem Happy End, wie man sie sich als Halle-Fan nicht schöner hätte ausmalen können. Gemeint ist der 3:2-Last-Minute-Sieg in Meppen vom Samstagnachmittag.

In einem turbulenten Spiel bewiesen die Hallenser ungeahnte Qualitäten und machten in Person von Timur Gayret (24) den verdienten Auswärtssieg in der vierten Minute der Nachspielzeit klar.

Es war der erste HFC-Treffer in der Nachspielzeit diese Spielzeit und das erste Saisontor von Timur Gayret. Dieser kam mit vielen Vorschusslorbeeren als Wunschspieler von Ex-Trainer André Meyer vergangenen Sommer aus Berlin. Und brauchte 25 Spieltage, ehe er sein erstes Tor markierte.

Drittligist und Trainer Reisinger trennen sich - aber erst am Samstag!
Hallescher FC Drittligist und Trainer Reisinger trennen sich - aber erst am Samstag!

Er war nicht der einzige Sommerneuzugang, der nicht selten getadelt wurde. Auch Mittelfeldstratege Tunay Deniz (29) ist in diesem Zuge zu nennen. Er bereitete den viel umjubelten Siegtreffer Gayrets vor. Zudem traf Ex-Dynamo Erich Berko beim 1:0 erstmals für den HFC.

Den größten Glücksgriff scheint der Klub aber mit der Verpflichtung von Trainer Sreto Ristic (47) gemacht zu haben.

Eine von vielen Experten bereits als für Drittliga-Verhältnisse "zu schwach" eingestufte Truppe brachte er binnen drei Wochen wieder auf Kurs.

Sreto Ristics Bilanz beim Halleschen FC: sieben Punkte aus drei Spielen

Und er stand persönlich dafür ein! Denn unter der Woche hatte ein positiver Corona-Test angeschlagen, sodass lange auf der Kippe stand, ob Ristic überhaupt die weite Auswärtsfahrt bei nasskaltem Wetter nach Meppen bestreiten könne.

Er konnte - am Freitag gab es grünes Licht vom Arzt. Äußerlich noch ein wenig angeschlagen und mit Schal dick eingepackt, gab offenbar seine bloße Anwesenheit dem Team die nötige Energie.

Ristics mehr als vorzeigbare Bilanz: sieben Punkte aus drei Spielen. Die Belohnung ist der Sprung auf Nichtabstiegsplatz 16. Gleichzeitig distanzierte man Mitkonkurrent Meppen, der sich unmittelbar nach dem Spiel von Trainer Stefan Krämer trennte.

Die Chancen auf eine Fortsetzung der Ristic-Erfolgsserie stehen derweil gut, denn die nächsten Aufgaben gegen Verl und Viktoria Köln sind als nicht unlösbar einzustufen.

Titelfoto: Bildmontage: IMAGO / Eibner

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