Hertha im Trainingslager: Doppeltes Comeback bei Testspiel, aber Sorgen um Christensen

Kitzbühel - Endspurt in Österreich! Noch bis Sonntag (26. Juli) bereitet sich Hertha BSC im Trainingslager in Kitzbühel auf die neue Saison vor.

Hertha BSC zieht es wieder nach Kitzbühel.  © TAG24/Johannes Kohlstedt

Der erste Test ist bereits geglückt. Gegen die WSG Tirol siegte Hertha mit 3:2.

Auch den Härtetest in Mondsee hat die Alte Dame bestanden. Gegen den südafrikanischen Erstligisten Mamelodi Sundowns F.C. erkämpfte sich der Hauptstadtklub ein 1:1 und bleibt in der Vorbereitung weiter ungeschlagen.

Gute Nachrichten gab es dann auch kurz vor der Abreise. Mit Oluwaseun Adewumi (21) hat Hertha den ersten Neuzugang verpflichtet.

Hertha BSC Hertha wartet weiter auf den ersten Neuen, aber Leitl bleibt positiv: "Wir haben noch Zeit"

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24. Juli, 19.50 Uhr: Heide abgereist, Sorgen um Christensen

Deyovaisio Zeefuik ist nach fast drei Monaten Verletzungspause zurück! Wie man ihn kennt - mit vollem Einsatz - räumte der Niederländer Gustav Christensen nahe der Seitenlinie ab. Ein Foul war sein beherztes Einsteigen nicht, hatte aber dennoch Folgen. Für Christensen, der es noch kurz versuchte und unglücklich auf die Schulter fiel, ging es nicht mehr weiter. Eine Diagnose gibt es noch nicht, dennoch droht ein Ausfall.

"Es sah jetzt schon übel aus, das muss man dann ehrlich sagen", erklärte Stefan Leitl. "Er hat auch starke Schmerzen und ist jetzt auf dem Weg ins Krankenhaus. Wir hoffen, dass da keine schlimmere Verletzung ist."

Derweil ist Keeper Konstantin Heide bereits abgereist. Am Vormittag trainierte der Torhüter noch mit den Kollegen, am Nachmittag fehlte er dann beim letzten Härtetest. Der Grund: Heide wird am Samstag bei der U23 in der Regionalliga gebraucht. Er steht gegen Chemnitz im Tor.

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Der interne Test bekam durch die Verletzung von Christensen einen kleinen Wermutstropfen.  © TAG24/Johannes Kohlstedt

24. Juli, 18.13 Uhr: Hertha gewinnt internes Testspiel, Schuler und Zeefuik geben Comeback

Letzter Härtetest vor der Abreise. Hertha testete gegen sich selbst und bat zu einem internen Testspiel. Nach 90 intensiven Minuten hieß es am Ende 4:2 (0:0).

Luca Schuler brachte Team Heim kurz nach dem Seitenwechsel in Führung. Stefan Leitl wird es freuen, konnte der Angreifer im Trainingslager bislang nur teilintegriert am Mannschaftstraining teilnehmen. Nun meldet sich Schuler zurück - per Doppelpack.

Auch Deyovaisio Zeefuik gab sein Comeback - mit Folgen für Gustav Christensen. Nach einem intensiven Zweikampf räumte der Rechtsverteidiger in der zweiten Halbzeit den ebenfalls eingewechselten Christensen ab. Der Däne fiel unglücklich auf die Schulter, versuchte es nochmal, ging dann aber doch vom Feld.

Zuvor hatte Thorsteinsson für Team Auswärts den Ausgleich erzielt und war wenig später erneut zur Stelle. Aus etwa 25 Minuten knallte der Isländer den Ball in den Winkel. Ein Traumtor zum zweiten Streich.

Es blieb der Tag des Doppelpacks. Nun war wieder Schuler zur Stelle, als er nach Vorlage von Leon Jensen, erst den Ball abschirmte, sich kurz drehte und die Kugel verwertete.

Beinah hätte Thorsteinsson dann mit dem nächsten Traumtor nachgelegt. Sein Versuch aus gut und gerne 35 Metern verfehlte den Kasten nur knapp. Das letzte Wort hatte aber das von Andrej Mijatovic gecoachte Heimteam (Andreas Schumacher coachte während des Spiels Team Auswärts).

Erst bestrafte Kevin Sessa in der Schlussphase einen Fehler von Pascal Klemens, dann machte Mayson Grothe mit dem 4:2 alles klar.

Beim Elfmeterschießen hatten die zwei Doppelpacker dann jedoch weniger Glück. Sowohl Thorsteinsson als auch Schuler scheiterten vom Punkt. Insgesamt konnten Gersbeck und Goller jeweils drei Elfmeter halten und ihre eigenen souverän verwandeln, sodass Leitl auf den zweiten Durchgang verzichtete. Man einigte sich auf Unentschieden.

So startete Hertha (Heimtrikot): Gersbeck - Eitschberger, Gechter, Diallo, Grothe - Lum, Sessa - Winkler, Jensen, Brekalo - Hildebrandt

So startete Hertha (Auswärtstrikot): Goller - Berner, Klemens, Dardai, Kolbe - Seguin, Telib - Todorovic, Gouram, Thorsteinsson - Grönning   

Zwei Torschützen unter sich: Kevin Sessa (26/2.v.r.) und Luca Schuler (27, r.).  © TAG24/Johannes Kohlstedt
Julian Eitschberger (22, l.) im Team Heim konnte sich über ein 4:2 freuen.  © TAG24/Johannes Kohlstedt

24. Juli, 16.20 Uhr: Hertha präsentiert ersten Neuzugang

Jetzt hat auch Hertha den ersten Neuzugang. Die Berliner leihen Oluwaseun Adewumi (21) von Burnley bis Saisonende aus. Der Österreicher wird die Nummer 19 erhalten.

"Trotz seines jungen Alters hat er bereits in verschiedenen Wettbewerben Erfahrungen gesammelt und kann mehrere Rollen und Positionen in der Offensive bekleiden. Er wird unserem Spiel mit seiner Vielseitigkeit, seinem Tempo und seiner Dynamik guttun", freut sich Sportdirektor Benjamin Weber über den Neuzugang.

Österreichs U21-Nationalspieler ist sogar schon mit im Trainingslager in Tirol. Beim internen Testspiel ist die Offensivkraft allerdings noch außen vor. Adewumi trainiert nur wenige Meter weiter individuell.

Mehr dazu im Artikel: Erster Neuzugang ist da: Hertha BSC holt dribbelstarken Flitzer aus England

Herthas Neuzugang Oluwaseun Adewumi (21, l.) trainiert erstmals, aber nur individuell.  © TAG24/Johannes Kohlstedt

24. Juli, 12 Uhr: Standardtraining am Vormittag

Das nicht-öffentliche Training haben die Hertha-Stars gut überstanden. Am Freitag standen Stefan Leitl erneut alle 24 Feldspieler + die vier Torhüter zur Verfügung.

Der Fokus lag vor allem auf Standards. Da hatte Leitl nach dem 1:1 gegen Sundowns in einer Medienrunde Verbesserungspotential ausgemacht. Unterteilt in zwei Gruppen (eine Offensive und eine Defensive) übten die Berliner verschiedenste Varianten: Mal lang, mal kurz, mal flach, mal überraschend, aber auch mal schmerzhaft. Paul Seguin blockte einmal mit den Allerwertesten, was von einem kurzen Aufschrei begleitet wurde. "Hat genau den richtigen erwischt", scherzte Leitl.

Um 15.30 Uhr geht es schon wieder weiter. Dann steht ein Trainingsspiel an.

Jon Dagur Thorsteinsson (27, l.) nimmt Maß.  © TAG24/Johannes Kohlstedt

23. Juli, 19.40 Uhr: Josip Brekalo verlängert bis 2028

Er ist bislang ein absoluter Glücksgriff für Hertha BSC und bleibt der Alten Dame länger erhalten: Josip Brekalo hat seinen Vertrag bis 2028 verlängert. "Josip hat sich seit seiner Ankunft in Berlin im Winter sofort sehr stark mit Hertha BSC identifiziert, war direkt ein wichtiger Faktor in unserem Spiel und in der Mannschaft", sagte Sportdirektor Benjamin Weber (46). "Wir freuen uns deshalb sehr, dass sich Josip zum jetzigen Zeitpunkt klar zu Hertha BSC bekannt hat und wir auch in der Zukunft auf seine Erfahrung und Torgefahr bauen können."

Brekalo kam erst in Winter nach Berlin und schlug voll ein. In elf Spielen gelangen dem Kroaten drei Tore und zwei Vorlagen. Jetzt wird der 28-Jährige wohl noch mehr zum Faktor im Berliner Spiel werden. "Ich habe mich bei Hertha direkt sehr wohl gefühlt und bin hier genau am richtigen Ort. Vor uns liegt eine spannende Zeit - und ich freue mich, die mitprägen zu können", sagte Brekalo in der Vereinsmitteilung.

Nach den vielen Abgängen wartet die Alte Dame zwar noch auf den ersten Neuzugang, setzt aber mit der Brekalo-Verlängerung das nächste positive Zeichen. Zuvor verlängerte schon der umworbene Julian Eitschberger (22).

Josip Brekalo (28) hat seinen Vertrag bis 2028 verlängert.  © Andreas Gora/dpa

23. Juli, 11 Uhr: Hertha-Training unter Ausschuss der Öffentlichkeit

Tag sechs in Tirol. Heute wird es hier etwas ruhiger zugehen. Hertha trainiert zwar, allerdings ohne Fans und auch ohne Journalisten. Das Training findet unter Ausschuss der Öffentlichkeit statt.

Zuvor hatte Stefan Leitl nach dem Testspiel-Remis gegen Sundowns in einer Medienrunde unter anderem über die Transferfrage gesprochen. Mehr dazu im Artikel: Hertha wartet weiter auf den ersten Neuen, aber Leitl bleibt positiv: "Wir haben noch Zeit"

Die Hertha-Stars trainieren heute mal ohne Zuschauer.  © TAG24/Johannes Kohlstedt

22. Juli, 17.06 Uhr: Hertha BSC gibt Testspiel gegen den 1. FC Köln bekannt

Das wird eine schnelle Rückkehr nach Tirol: Hertha BSC hat das nächste Testspiel bekanntgeben. Die Berliner treffen am Freitag, dem 31. Juli im Koasastadion St. Johann auf den 1. FC Köln. Anpfiff ist dann um 12 Uhr.

St. Johann ist nur wenige Kilometer von Kitzbühel entfernt. Hertha aber, die noch bis Sonntag in Österreich vor Ort sind, ist da schon wieder in der Hauptstadt. Für die Blau-Weißen ist es vermutlich der letzte Härtetest. Eine Woche später eröffnen sie die Zweitligasaison in Bochum.

22. Juli, 13 Uhr: Niederlechner besucht Hertha-Training

Noch bevor die Fahrradtruppe den Trainingsplatz erreichten, konnten sich die Hertha-Fans über einen ganz besonderen Zaungast freuen: Florian Niederlechner stattete den Berlinern einen Besuch ab, unterhielt sich lange mit Andrej Mijatovic, aber auch mit seinen alten Mannschaftskollegen Kevin Sessa, Luca Schuler und Co. Auch von seinem Ex-Coach Stefan Leitl gab es eine herzliche Umarmung.

Niederlechner wechselte vor einem Jahr zu 1860 München und bleibt auch trotz Zwangsabstieg bei den Löwen. Erst vor wenigen Tagen unterschrieb der Ex-Stürmer einen Vertrag bis 2027.

Derweil mussten die Profis einen Fitnesszirkel von Athletiktrainer Henrik Kuchno absolvieren. Das 1:1 gegen Sundowns haben sie gut überstanden. Alle Hertha-Stars schwitzten beim Plank, Gewichtheben und Co. Bedeutet: Auch Linus Gechter, der gestern vorsichtshalber pausierte, ist wieder dabei.

Für mächtig Spaß sorgte wiederum die nächste Übung. Vorbei an Stangen, mussten in Vierergruppen ähnlich wie beim Memory verschiedene Karten gefunden werden (Bube, Dame, König, Ass/2x Karo, 2x Pik), ehe die Regenerationseinheit nach gut eineinhalb Stunden ein Ende fand.

Viele Übungen, die viel Kraft kosten.  © TAG24/Johannes Kohlstedt
Kurzer Plausch vor Trainingsbeginn: Florian Niederlecher (l.) unterhält sich mit seinen ehemaligen Mitspielern Kevin Sessa und Luca Schuler (r.)  © TAG24/Johannes Kohlstedt

21. Juli, 20.28 Uhr: Leitl nach Remis zufrieden

Das Spiel ist durch. Am Ende trennen sich Hertha und Mamelodi Sundowns durch die Tore von Leon Jensen und Antonio Van Wyk 1:1. "Sie haben uns in allen Belangen gefordert. Man hat gesehen, warum sie RB Leipzig geschlagen haben", zeigte sich Stefan Leitl nach dem Spiel zufrieden.

"Wir haben es richtig gut gemacht, wir standen hoch, waren intensiv und mutig. Hintenraus haben wir gut verteidigt, wenig zugelassen. Jetzt werden wir ein bisschen Frische reinbekommen. Dazu noch mehr Zutrauen im eigenen Ballbesitz. Dann sind wir auf einem guten Weg."

21. Juli, 17.10 Uhr: Hertha und Sundowns mit Trauerflor

Das Spiel gegen Mamelodi Sundowns läuft. Für Gechter hat es nicht gereicht. Der Abwehrspieler fehlt im Kader, nachdem er das Anschwitzen am Vormittag mit Sehproblemen abgebrochen hat.

Vor dem Anpfiff gab es noch eine Schweigeminute. Hintergrund ist der Tod des südafrikanischen WM-Teilnehmers Jayden Adams, der im Alter von 25 tot aufgefunden war. Beide Teams laufen mit Trauerflor auf.

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